Alles bleibt anders
Was wenn Alternativwelten existieren?

29 November 2010

Geschichte

Er steht plötzlich auf einem Bahngeleis in einem Bahnhof, wie er da hin gekommen ist weiss er nicht. Er weiss nicht mal woher er gekommen ist geschweige was gestern war oder ... wer er ist! Nichts, einfach gähnende leere im Kopf. Als ihn ein Schaffner am Ärmel packt und ihn fragt was das soll und die Personalien entgegennehmen will schiesst nur ein Name durch seine Erinnerung, Frank! Weiter? Nichts... immer noch keinerlei Erinnerungen.

Wir schreiben das Jahr 2008, das findet er raus als er sich eine Zeitung schnappt, er rennt die Strassen entlang, zwischen den Droschken und einer Strassenbahn, die von einem Pferd gezogen wird, durch die Hoffnung getrieben Gebäude oder Strassenzüge zu erkennen oder vielleicht Menschen zu treffen die ihn kennen. 

Auf der Suche nach seiner Identität, seiner Vergangenheit und so auch seiner Zukunft. Nach und nach erkennt er die unglaubliche Realität, denn das Dritte Reich hat überlebt und die NSDAP ist mächtiger denn je! Ganz Europa steht unter der Flagge des Hakenkreuzes.

Erster Satz

Für einen Augenblick nahm er seine Umgebung als Park wahr. 



Meine Meinung

Ich muss zugeben, die Rezi fällt mir nicht leicht... Warum? Gute Frage, die Geschichte ist wie der Titel ein Paradoxon. Alles bleibt anders... Na was jetzt? Bleibt es oder ist es anders? Das fragt man sich die ganze Zeit.

Der Schreibstil ist einfach und lässt sich daher fliessend lesen. Leider sind die Protagonisten etwas einfach gestrickt haben nicht viel Tiefe, daher viel es mir schwer mich mit einer Person zu identifizieren. Also das Mitleben fand nicht wirklich statt, es war mehr einfach ein "dabei" sein. Ehrlicherweise muss man sich vor Augen halten das es sich bei dem Buch um ein Erstlingswerk des Autors handelt.

Die Geschichte ansich ist interessant, obwohl sie ihre Schwächen hat. Das ganze spielt im Jahre 2008 doch ist vieles stehengeblieben anderes gar nicht. So gibt es noch Kutschen und die Strassenbahnen die von Pferden gezogen werden, andererseits gibts Handys und Computer? Öhm... ja. Da kam ich manchmal echt nicht mehr mit und hat mich mehr irritiert als was anderes. Ich kam da etwas aus dem Tritt da ich dann zu lange daran rum zu beissen hatte. Die Gedanken sind zwar sicher spannend und interessant, regen auch an mal drüber nach zu denken was man ändern würde oder könnte, wenn...

Aber wer ein Zeitreise-Roman lesen möchte wird enttäuscht sein, auch ist es kein typischer Paralellwelten-Roman, er erinnert mich an die Serie, die Mitte der 90-er lief, vielleicht kennt die noch einer Sliders - Das Tor in eine fremde Dimension. Es handelt sich eben um eine Alternativwelt und nicht direkt um eine Paralellwelt. Und man muss wirklich dabei bleiben, denn sonst verliert man sehr schnell den Faden,w as mir oft genug passiert ist.

Trotz einigen Schwächen und Widersprüchlichkeiten ist der Debüt-Roman doch lesenswert, den das Thema ist spannend. Wo würden wir heute stehen wenn das Dritte Reich überdauert hätte? 


An dieser Stelle bedanke ich mich beim Autor und dem Atlantis Verlag für das Rezensions-Exemplar.


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