Der Seelenbrecher
Wer will da noch Weihnachten feiern?

23 Februar 2010

Geschichte

Es ist ein Tag vor Weihnachten und ein Schneesturm tobt. In der psychiatrischen Klink ist nicht viel los, die Betten sind nur von 4 Patienten belegt und von einem Minimum an Personal. Mit dem Ansturm von Patienten rechnet man erst am nächsten Tag. Und doch soll dieser 23. Dezember ein Tag werden der niemand vergisst. Wer rechnet denn schon mit dem was da passieren wird?! Keiner kann sich das Grauen vorstellen das ihnen die nächsten Stunden das Leben zur Hölle machen wird. 

Der Seelenbrecher schlägt in der Klinik zu. Abgeschnitten von der Aussenwelt kann man nicht auf Hilfe hoffen, nicht vor dem Schichtwechsel. Es geht nur darum zu überleben. Dem kranken und perversen Spiel dieses psychisch gestörten Täters zu entkommen. Doch das ist einfacher gesagt als getan, wenn man nur wissen würde wer denn der Täter ist? Wer sind die Opfer? 

Was hat Caspar mit all dem zu tun? Seine Erinnerungen liegt tief in ihm begraben, Amnesie, kann so was göttliches sein, oder doch nicht? Casper, der Protagonist in dem Roman, ist wie 3 andere Patient in dieser Klinik und hoff dem Seelenbrecher das Handwerk zu legen. Aber leider kommen seine Erinnerungen nur nach und nach zurück... Woher kennt der den Täter? Was hat er mit ihm zu tun? Warum ist er hier, und warum tut er den Menschen so was grausames an? Er hat nur 9 Stunden Zeit dieses Rätsel zu lösen, das Rätsel über sich selber und dass des Seelenbrechers...


Erste Satz

Zum Glück war alles nur ein Traum.

Meine Meinung

WoW... also ich hab ja die 3 vorhergehenden Romane von Fitzek auch schon gelesen und bei jedem weitern bin ich begeisteter. Eigentlich müsste ich diesem Buch 6 Herzen vergeben. Denn es hat mich, trotz des grausligen Startes, gepackt und mitgerissen. 

Der Schreibstil ist super, wie gewohnt flüssig und auch wieder mit ganz schönem Tempo! Die Geschichte verleitet schnell zu Vermutungen, die man aber bald wieder verwerft. Und auf diesen Ausgang wär ich echt nicht gekommen, und das bis zu letzt! Das passiert mir wirklich nicht oft. 

Casper hat mich tief bewegt, den Sebastian Fitzek hat es geschaft ihn wirklich gut zu beschrieben, man fühlt die Verzweiflung die ihn erfasst im Kampf um seine Erinnerungen. Dann ist da noch der Tom... Tja viel will ich eigentlich nicht verraten aber ich hab ihn von Anfang an nicht gemocht. Was sich später auch bestätigte. 

Die Geschichte entwickelt sich nach und nach und sie führten mich ans Ziel, wenn auch zu einem anderen als gedacht.



Fazit


Ein Fitzek wie man ihn kennt, krank, rassant... genial!


Lods und Ladies
Vorsicht, die Hexen kommen...

18 Februar 2010

Geschichte

Eine Hochzeit wird gefeiert auf der Scheibenwelt. Magrat, eine der 3 Hexen, den berühmten 3, schickt sich auf zu heiraten. Und zwar den Fast-König Verence, ehemaliger Narr. Doch es kann so viel passieren bis man dann wirklich das Ja-Wort gesprochen hat. Und so passiert es auch hier. Magrat entscheidet sich also ihr Hexendasein an den Nagel zu hängen. Und wie es sich für eine Fast-Ex-Hexe gehört, wird das Ritual zu Mittsommer begangen, doch es passieren komische Dinge zu dieser Zeit, Dinge die nicht nur die Hochzeit gefährden sondern das ganze Land oder gar die ganze Scheibenwelt. Eine andere Königin will die Macht. Die Elfenkönigin. Und so sendet sie ihr Elfenheer aus um die Menschen zu bezirzen damit sie mit ihnen spielen können.

Oma Wetterwachs, Nanny Ogg und Magrat sehen sich also gezwungen die Vorbereitung der feierlichkeiten auf Eis zu legen um sich erst mal diesem Problem zu zuwenden. Aber damit nicht genug, nein, es muss noch soeine möchtegerne neue Hexen ihnen der Rang streitig machen. Eine sogenannte Nachwuchs-Hexen forden Oma heraus und sie kann es natürlich nicht lassen denen mal zu zeigen was es mit Hexen auf sich hat.

Und so schlagen sich also die 3 das letzte mal durch ein gefährliches, aber spannendes Abenteuer durch...

Erster Satz:

Lesen wir weiter... Wo beginnt die Geschichte?


Meine Meinung

Wieder mal ist es Tarry Pratchett gelungen einen super Roman abzuliefer. Der letzte Hexenroman, Mummenschantz hat mir ja gar nicht gefallen. Aber dieser wieder war einfach herrlich, der Wortwitz ist genial, und was ich ganz interessant fand, und vor allem erfrischend, waren die Elfen. In diesem Roman werden sie nicht durch die romantische Brille gesehen, sie sind keine zuckersüssen, lieben und filigrane Wesen die uns nur Gutes wollen, nein, sie stinken, sind fies und gewalttätig. Sie verarschen die Menschen mit ihrer Magie, sie gaukeln ihnen das vor was die Menschen sehen wollen um sie dann als Spielzeug zu missbrauchen bis sie es leid sind und sie sie dann sogar töten.

Das Buch hab ich sehr schnell gelesen, es war gut um mich etwas abzulenken die letzten Tag und es ist so flüssig geschrieben, was nicht heisst das man nicht manchmal über seine Wortspiele stolpern kann, und es macht einfach Spass sich gemeinsam mit Oma, Nanny und Magrat durch die Story zu lesen. Also, ich kann dazu eigentlich gar nicht mehr sagen, das Buch ist Super und leg es allen ans Herz die gerne Fantasy mögen, Hexen und natürlich Terry ;)


Das Erbe der Lady Marian
Wenn das Schicksal nicht so will wie man selbst

12 Februar 2010

Geschichte

Cornwall, England im 19. Jahrhundert. Celeste, die Tochter eines Dorfschmiedes und seiner Frau, wächst wohl behütet und geliebt in der kleinen Schmiede des Vaters auf. Sie draf zu Schule und eines Tage kommt ein neues Mädchen in die Klasse mir sie sich anfreundet. Kate ist die Tochter einer Hausangestellten der Lady von Landhydrock Hall. Dies ist ein Schloss das Cellie schon immer magisch angezogen hat und so freute sie sich riesig drauf, das Kate sie nach der Schule mit nahm. Ohne zu fragen macht sie sich selbst auf Erkundungsreise und trifft promt auf den Lord, ein Kleiner Junge, nicht älter als sie und schreit sie an von wegen Diebespack und reisst ihr an den Haaren, bis die Mutter, Lady Marian dazwischen geht.

Celeste hätte sich wohl nie träumenlassen das sie später sogar in diesem herrlichen Schloss wohnen würde. Auch nicht die traurigen Umständen die dazu geführt haben. Und doch, begann mit dem Tag ihr Schicksal nach und nach seinen Weg zu bahnen...

Erster Satz:

Als Kind habe ich immer davon geträumt, wie es wohl wäre, im Schloss zu leben.



Meine Meinung

Hm... also als erstes muss ich sagen, die Autorin hätte mehr aus der Geschichte raus holen können. Das Büchlein, knapp 255 Seiten dünn, birgt eigendlich eine interessante Geschichte, Liebe, Verrat, Romantik, Familiengeheimnis, all das ist mit dabei, nur... kommt alles etwas zu kurz, find ich. Ich hab das Buch günstiger bekommen, da vergriffen und bin jetzt froh das ich nicht mehr als die 2 Euro 50 bezahlt hab, denn es ist auch kein normals grosses Taschenbuch sondern ist kleiner im Format.

Es ist sicher ein netter Zeitvertreib, etwas das man schnell durchgelesen hat, aber auch nicht mehr. Die Charakteren sind leider alles etwas oberflächlich beschrieben, das kommt wahrscheinlich davon das alles in allem etwas kurz geraten ist. Kam mir manchmal so vor als würde man einen Film im Schnelldurchlauf angucken. Alles etwas angeschnitten aber nichts ausgemahlt.


Fazit

Schade. Wer mal bei einem Grabbeltisch drüber fällt der kann sichs gerne mitnehmen und lesen. Aber zuviel erwarten sollte man wirklich nicht.


Die letzten Tage von Philae
Eine Kultur geht unter...

09 Februar 2010

Geschichte

Ägypten im 6. Jahrhundert nach Christus. Philae, die Insel mit dem letzten betrieben Tempel des alten Ägypten. Hier hält noch eine kleine Pristergemeinschaft die alten Riten aufrecht. Isis die Oberpristerin und der Oberpriester Sabni versuchen mit aller Kraft dieses Heiligtum noch zu halten, denn das übrige Ägypten wurde schon christianisiert und von Byzans erobert. Wer die alten Götter verehrt und die alten Rituale noch abhält, der wird mit dem Tod bestraft, den Gott oder besser die Kirche, duldet keine Ketzer. Die heilige Insel hat immer mehr zu kämpfen denn der Prälat versucht die Insel Auszughungern aber dank eines Verbündeten gelingt es den beiden Oberen immer wieder aufs neue die Gemeinschaft und den Tempel aufrecht zu erhalten. Doch das Schicksal für den alten Glauben schreitet einer dunklen Zukunft entgegen und alles nimmt eine ganz andere Wendung als das Isis und ihr Gefärte Sabni es sich hätten träumen lassen. All ihr Herzblut, all der Glaube hilft nichts, der Tempel der Isis und deren Gemeinschaft ist dem Untergang geweiht.

Der erste Satz:

Die Sterne tanzen am lapislazuliblauen Himmel.


Mine Meinung

Ich hab das Buch vor Jahren schon mal gelesen. Und damals fand ich das Buch super. Auch heute noch ist es sicher nicht schlecht aber nach dem erneuten lesen kann ich dem Buch nur noch ein GUT geben. 

In diesem Buch erzählt der Autor und nicht nur die letzten Tage dieses Heiligtums und die Machenschaften der Christen / Kirche, sondern er hat sie auch mit einer Liebesgeschichte zwischen Isis und Sabni verwoben. Sicher ein Buch zum Zeitvertreib, aber ich hab schon bessere von Christian Jaqc gelesen. Dennoch ist der Schreibstil gewohnt flüssig und locker, man kommt gut durch die Geschichte. Und wie nicht anders zu erwarten ist das ganze auch wieder hervorragend recherchiert, ist er doch auf dem Gebiet als Ägyptologe ausgezeichnet. 



Fazit

Ein gutes Buch zur Unterhalten und historisch korrekt.