Cowboysommer
Der verhängnisvolle Sommer

08 Januar 2011


Inhalt

Hansjörg, Alias Gönggi, ist 17 als er sich entscheidet für die FC Blue Stars zu spielen. Er tut sich immer schwer in eine schon bestehende Gruppe zu kommen aber das es so gut läuft hätte er nicht gedacht. Da trifft er auf den gleichaltrigen, wenn auch völlig gegensätzlichen, Boyroth, der eigentlich Walter Roth heisst. Doch die gemeinsame Liebe zum Fussball wie auch zur Musik verbindet sie tiefer als sie es am Anfang vielleicht gedacht haben. Und so scheint es irgendwie auf Anhieb zu stimmen und der Sommer 1974 wird für die Beiden ein Sommer der ihr Leben wohl für immer prägen wird. 

Die beiden Jungs verbindet eine tiefe Freundschaft, der eine ist Vorbild, der andere himmelt den anderen an und möchte so sein wie dieser. In dieser Freundschaft macht man auch nicht viele Worte, denn man versteht sich auch ohne viel Geplapper. Und so ist dann auch Hansjörg enttäuscht, oder gar verletzt, als Boyroth mit einem anderen Kumpel die Ferien verbringt. Da dachte er sich, machst dich alleine auf den Weg die Welt zu entdecken und packt seinen Rucksack und zieht los gen Norden.

Die Sommerferien werden für beide Jungs zum Wendepunkt, es soll der Sommer der Initiation werden, jeder für sich, auf seine Weise. Als die Ferien dann zu Ende sind, Hansjörg zurück kommt, erfährt er was in seiner Abwesenheit passiert ist, ein tragischer Unfall in Boyroths Familie hat statt gefunden und hat alles verändert.

Wird die Freundschaft dass überleben? Werden die beiden Jungs einen Weg finden das zusammen zu überstehen? Der Sommer 1974, ein Sommer der alles verändert hat.

Erster Satz:
Wäre ich ein Mädchen, ich würde mich auf der Stelle in dich verlieben.


Meine Meinung

Zarte Farben, rosa, lila, blau... sehr schön. Der Blick auf den See, ein leeres Floss, Himmel und Erde verschmelzen. Und mit dem Titel zusammen erzeugt das Ganze ein sehr melancholisches Bild. Ich seh da ein Mann am Ufer stehen, in die Weite blickend... sinnierend. Tolles Cover!

Leise, zart, feinfühlig. so ist der Schreibstil von Hansjörg Schertenleib. Mit leiser Stimme und schönen Worten wird die Geschichte der beiden Freunden erzählt, mit Wehmut der wirklich gut durch kommt. Es fällt mir immer dann besonders auf den wenn die Sprache sehr direkt, gar manchmal etwas ordinär wird. Man erwacht aus der sanften Erzählung und denkt sich... "Huch, was war dass denn, das passt so gar nicht zum Rest", aber doch... es gehört eben dazu. 

Es ist nur ein Ausschnitt des Lebens von Hansjörg, ein Sommer, also nicht mehr als ein paar Monate, doch die sind so wichtig, das sie für immer im Gedächtnis bleiben. Der Roman ist zu 50% autobiografiesch, so der Autor selbst. Was schlussendlich alles so passiert ist und was nicht, spielt eigentlich keine Rolle denn es geht um Freundschaft, um Liebe, die Zeit des erwachsen werdens und den Tod. Ich finde dem Autor ist es wirklich sehr gut gelungen all die Gefühle dieser Zeit wider zu geben, mit all ihren Widersprüchlichkeiten. Auch in der Zeit die es sich zu trägt wird wirklich gut beschrieben, man errinntert sich selber so gut daran, und was für mich halt noch sehr witzig war ist, das man alles kennt, denn alles passiert in Zürich.

Auch hier ist es Herrn Schertenleib gelungen den Personen die Tiefe zu geben die sie brauchen um sich mit ihnen zu verbünden, oder sich mit ihnen zu identifizieren, denn sie haben so viele Facetten die er fein anklingen liess.


Fazit

Wer Bücher mag die leise aber nennoch laut sind, die zärtlich aber dennoch hart die Realität treffen, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.



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