Das Gesicht der anderen
Wenn ein Geheimnis ein Geheimnis deckt.

29 Mai 2011

Geschichte

Dante und Amy sind ein glückliches Paar. Sie, süsse 17, Er, 19. Doch alle haben Amy vor Dante gewarnt, schliesslich hat er den Ruf ein Herzensbercher zu sein, doch Amy weiss es besser. Keine weiss das sie sich heimlich verlobt haben und, sobald Amy 18 ist, heiraten wollen. Aber bis dahin treffen sie sich heimlich. Und zwar sieht das so aus das Dante Amy immer nach der Arbeit abholt und sie nach Hause fährt, so haben sie wenigstens etwas Zeit für sich alleine. Und so auch an diesem Tag, doch der Kurs dauerte dieses mal etwas länger und verspätete sich deshalb um eine halbe Stunde. Aber er hoffte das seine Liebe noch auf ihn wartet, aber als er ankam war sie nicht da, er such den Weg etwas ab, wo sie lang gegangen sein könnte, ruft nach ihr doch plötzlich findet er die Kette mit dem Verlobungsring dran auf dem Boden liegen, zerrissen...

17 Jahre später arbeitet Dante für eine private Dedektei. Als ehemaliger FBI-Agent wurde er da mit offenen Armen aufgenommen, doch schon am ersten Tag wird er von der Vergangenheit eingeholt. Auf dem Foto des vermissten Mädchen das sie finden sollten lächelt ihn seine Grosse Liebe entgegen, Amy. Doch wie kann das sein? Sie müsste jetzt doch 34 und keine 17 sein? Und so ist für ihn klar dass er den Fall übernehmen muss. Wird er herausfinden was es mit dem Vermissten Mädchen Leslie Anne auf ich hat? Die Suche, nicht nur nach Leslie Anne, beginnt und enthüllt ein wahnsinns Familiengeheimnis.

Erster Satz:

Wo ist er? fragte sich Amy.



Meine Meinung

Der Titel ist nicht schlecht. Passt auf alle Fälle zur Geschichte, auch das Cover ist zwar schlicht aber schön. Man sieht eine junge Frau im Relief, die Andere? 

Die Autorin schreibt flüssig und ohne viel Schnickschnack. Sie haltet sich auch nicht mit unwichtigem auf und so kommt man gut voran. Es macht einfach Spass das Buch zu lesen ihne auch mal gross drüber nach zu denken was das jetzt soll.

Tja, ich weiss ja nicht wie es anderen gegangen ist, aber ich hab einen Teil locker durchschaut. Aber nein, es nimmt die Spannung nicht, sie schafft es nämlich, trotz der Ahnung, den Spannungsbogen zu halten und man will einfach wissen wie es jetzt wirklich ausgeht. Da es ein Geheimnis innerhalb eines Geheimnisses gibt kann man das Buch einfach nicht weg legen. Zwar hat sich meine Ahnung bestätigt aber mit dem anderen Ergebnis hab ich so nicht gerechnet. Auch wenn man sich über all die Seiten grübelt. Es gibt einfach zu viele verdächtige und so wird man gut unterhalten. Wenn es ein Film wäre, wär es ein typischer Hollywood Streifen. Nach dem typischen Muster. Die Geschichte fängt mit der Vergangenheit an, schreitet dann 17 Jahre in die Zukunft und der Protagonist wird von der Vergangenheit eingeholt. Es ist ein Auf und Ab bis zum Finale, das einfach schon fast unerträglich viel zumutet aber dann doch in einem Happy End endet.

Dante, der 1. der Protagonisten ist ein gebrochener Mann. Er hat seine grosse und einzige Liebe damals verloren. All die Jahre hatte er noch Hoffnung Amy zu finden, doch muss er sich einer Wahrheit stellen die ihm nicht gefällt und flüchtet sich in seine Karriere und Frauengeschichten. Und doch ist er ein äusserst sympathischer Mann.

Amy, die glückliche 17 jährige, die ebenfalls schon die Zukunft mit Dante plant bis zu dem schrecklichen Tag an dem sie spurlos verschwand.

Und da wären dann noch Tessa und Leslie Anne, Mutter und Tochter, Opfer in mehrerer Hinsicht. 2 starke Frauen, jede mit ihren eigenen Problemen und die beide mit einer Wahrheit umgehen müssen die für sich alleine schon der Hammer wäre. Beide äusserst sympathisch. 



Fazit

 Ein gelungener Thriller mit allem was das Frauenherz begehrt. Dunkle Geheimnisse, Intriegen, Mord und Liebe. Also viel Spass beim lesen ;)


Mein herzlichen Dank geht dieses mal an Mira-Taschenbuch für die Bereitstellung dieses Buches.


Ramses #1
Der Sohn des Lichts

23 Mai 2011


Geschichte

Ramses ist 14 und wünscht sich nichts sehnlicheres als zu den Erwachsenen zu zählen doch sein Kopf wird noch immer von seiner Jugendlocke geziert. Eines Tages steht sein Vater Sethos, der Pharao von Ober- und Unterägypten, plötzlich vor ihm und nimmt ihn mit um ihn seiner ersten Initiation gegenüber zu stellen, welche eine Begegnung mit dem Stier darstellt. Sein Vater schneidet ihm danach eigenhändig die Jugenlocke vom Kopf und heisst ihn in der Welt der Männer Willkommen. Ramses wusste schon früh das er einmal der Thron des Vaters besteigen will, und dazu würde er alles tun. Doch sieht Sethos das genau so? Hält er seinen jünger Sohn fähig dieses sehr strenge und verantwortungsvolle Amt auszuführen? Egal ob er das denkt oder nicht, er, Ramses, würde es seinem Vater beweisen, er wird alles dafür tun.

Aber was das nun für ihn bedeutet und was ihn da erwartet hatte er sich nun wirklich nich vorstellen können, all die verschiedenen Initiationen, all den Neid und Intriegen die ihm engegenschlagen... Wir der Junge Mann dies alles meistern? Kann er sich gegen den älteren Bruder behaupten, der eigentlich nach Geburtstrecht der rechtsmässige Thronfolger ist? Sind Freunde wirklich Freunde oder muss er auch diese fürchten? Für einen jungen Mann von 14 -18 Jahre wird es keine einfach Zeit.

Erster Satz:

Reglos starrte der wilde Stier den jungen Ramses an.


Meine Meinung

Der Erste Band strahlt in einem wunderbaren Azurblau. Auf dem Buchrücken und der Klappentext ist in Goldprägung, besser würde das ja kaum passen. Der Titel sagt einfach aus worum es geht, und zwar um Ramses und seine erste Grosse Station. Schlicht und elegant.

Christian Jacq hat einen wunderbaren, blumigen aber einfach Schreibstil der sich flüssig lesen lässt und der einen schnell in den Bann zieht. Man kann sich ganz schnell in die Geschichte fallen und sich ins Land der Pharaonen entführen lassen. Was mir immer wieder auffällt ist, das der Schreibstiel eher weiblich anmutet, mit der zum Teil sehr blumigen Sprache und Umschreibungen. 

Die Geschichte beginnt als Ramses grade 14 Jahre alt ist und sein Weg zum Pharao beginnt. Dank des Autors, der als erstes mal Ägyptologe ist, ist das Buch, was die Daten, die Kultur und das drumherum angeht, sehr gut recherchiert und vor allem richtig. Natürlich was den Erkenntnisstand vor über 12 Jahre angeht. Nicht nur das also die Geschichte unterhaltsam ist, sie ist auch lehrreich. Man erfährt etwas über die Kultur, die Religion, und die Struktur. Und vor allem etwas über Ramses. Die Geschichte enthält aber alles was ein spannender Roman eben braucht, und vor allem wird die Spannung gehalten und man freut sich auf den 2. Teil weil man einfach wissen möchte wie die Geschichte um Ramses und Nefertari weiter geht. 

Das Göttliche Paar - der Pharao und seine Gemahlin, sie treten nur ein paar mal in Erscheinung, aber auch in den kurzen Passagen bekommt man einen Eindruck wie Erhaben sie wohl waren.

Chenar, der ältere Bruder und rechtsmässiger Thronfolger ist sein Widersacher. Ein äusserst unsympathisches Individuum. Ein Mensch voller Neid, Hass und Machtgier. Er ist es, dem man nichts gutes Wünscht.

Und da wären noch die 4 Freunde des jungen Ramses. Jeder geht nach der obligatorischen Ausbildung seiner Wege und doch trifft man sich immer wieder. Werden sie aber Freunde bleiben?



Fazit


Vor 12 Jahren hab ich dieses Buch gelesen. Und auch heute noch bin ich völlig begeistert von ihm. Nicht zu letzt weil der Autor es auch heute noch schafft mich zu fesseln und mich in die Welt des antiken Ägypten zu entführen sondern weil es wunderbar geschrieben ist und historisch korrekt wieder geben wird.

Wer historische Romane mag, wer schon immer fasziniert von der antiken Welt der Pharaonen ist und war, der sollte versuchen diese 5 Bücher zu finden. Ich kann sie wirklich nur jedem ans Herz legen.


Katzen Katzen
In allen Lebenslagen

19 Mai 2011



Thema


Tilo Raus, der Fotograf, hat in diesem Buch nur Katzen abgelichtet. Und allesamt in schwarz / weiss. Katzen auf der Strasse, in der Wohnung, einzeln oder zu zweit. Junge, alte, schlafende und flanierende. Und zu praktisch jedem Foto gibts auf der anderen Seite ein Gedicht oder ein Zitat von bekannten oder auch weniger bekannten Persönlichkeiten, natürlich dreht sich auch da alles um die Katz. Man findet da zum Beispiel Daniel Defoe, Sir Walter Scott, Rainer Maria Rilke, Ernst Hamingway, Pablo Picasso oder Johann Wolfgang von Goethe und viele mehr...




Meine Meinung

Das Buch ist wirklich schön, ich hab es vor 2 Jahren auf meinen Geburtstag bekommen, nicht nur weil ich Katzen liebe und auch 2 besitze, sondern auch, weil ich Bücher über alles liebe. Hier konnte man mir auf 2 Arten auf einmal eine Freude bereiten und ich denke, jeder der Katzen mag, dem gefällt auch dieses Buch.

Das Buch ist schlicht gehalten, nicht überladen, was natürlich bei einem Kunstbuch wichtig ist, sonst gehen da nämlich die Eindrücke flöten und das wär echt schade. Das einzige was ich etwas schade finde ist, das alle Bilder in s/w gehalten sind, denn bei dem ein oder anderen Bild wäre ein Farbfoto sicher sehr beeindruckend gewesen.

Die Gedichte und Zitate sind wirklich zu teil sehr gut, klar gibts auch solche die mit nun etwas wenger gefallen haben aber gerne möchte ich euch ein Zitat das mir gut gefallen hat und hängen geblieben ist vorstellen.

Mark Twain...

Unter allen Geschöpfen Gottes gib es nur eines, das sich keiner Versklafung unterwerfen lässt. Dieses eine ist die Katze.

Das Tal #1.2
Die Katastrophe

18 Mai 2011

Geschichte

3 Monate sind nun vergenagen, 3 Monate nach der Einweihungs-Party und den tragischen Ereignissen. Noch immer fühlt sich das Tal eigenartig an, und noch mehr Fragen, die auf Antworten warten, sind aufgetaucht. Doch Katie treibt es an, sich endlich den Fragen zu stellen, will endlich das Geheimnis lüften welches die Gedenktafel, die sie im Wald gefunden haben, umgibt. Dazu muss sie sich aber auf den Gipfel des Ghost begeben. Was allerdings nicht einfach ist, für sie als geübte Kletterin aber sicher machbar. Und so kommt es das sie jemand dafür bezahlt das sie sie, und die anderen, auf dessen Gipfel bring. Und so machen sich Ana, die Bergführerin, Katie, Julia, David, Benjamin, Chris und Peter auf den Weg. Sie machen sich gemeinsam auf die Suche nach den verschollenen Jugendlichen die seit über 30 Jahre angeblich verschollen sind. Doch schon kurz nach dem Start gerät das Ganze aus den Rudern, was hat Peter Foster vor? Der, der sich so kurz vor Aufbruch zur Gruppe anschloss, ohne dass ihn jemand kennte? Werden sie die Geheimnisse lüften die sie so neugierig zu lösen versuchen? Trotz Lebensgefahr setzen sie ihren Weg unbeirrt fort...

Werden alle heil vom Berg runter kommen oder wird es ihnen allen so ergehen wie damals den anderen 8?

Erster Satz:

Irgendwo stürzte ein Stein die Felsen hinab, schlug in seinem Fall mehrfach gegen die Wand und das dumpfe Geräusch des Aufpralls wiederholte sich noch lange als Echo, als der Felsbrocken schon längst auf der glatten Oberfläche des Lake Mirror einschlug und innerhalb weniger Sekunden hinab auf den Grund des Gletschersees gesunken war.


Meine Meinung

Der Titel ist wieder wie bei ersten Teil kurz und knackig und vor allem einprägsam. So ist auch das Cover, welches ein Wiedererkennungswert hat und äusserst künstlerisch gestaltet ist. Also mir gefällts. Dieses mal ist es in Orange gehalten, der erste Teil war ja in Rot.

Die Autorin schafft es auch in diesem 2. Teil das Buch in einer leichten und flüssigen Sprache zu halten und auch wieder von Anfang bis Ende die Spannung zu halten. Ich bin auch immer wieder über die Wendungen erstaunt die bis zum Schluss nicht erahnen lassen wie es schlussendlich auf der Letzten Seite ausgehen wird.

Die Geschichte beginnt wie harmlos und doch ist es von Anfang an mysteriös. Wenn es wieder ein Film wäre, wäre auch diese Anfangsperspektive wieder genial. Katie die in einer Felswand hängt, frei von Sicherungen. Schweiss auf den Armen und im Gesicht perlen über die Haut. Und irgendwie weiss man da schon das es mit der Idylle bald sein Ende hat.

In diesem Teil widmet sich Krystyna Kuhn hauptsächlich Katie. Es geht um sie, um ihre Gedanken, Wünsche, Vergangenheit, so wie im ersten Teil Julia und ihr Bruder Robert die Protagonisten waren. Auch wenn es wichtig ist das auch noch andere Mitspieler dabei sind. Katie ist die in sich gekehrte und ruhige Asiatin. Sie hat die Gedenktafel auf der Waldlichtung auch gesehen und ist neugierig was mit den 8 Jugendlichen auf dem Ghost, den Berg den sie besiegen will, geschehen ist. In diesem Teil erfahren wir mehr über sie, warum ist sie so ist wie sie ist. Warum hält sie sich gerne von den anderen Fern und warum scheint sie immer irgendwie abwesend zu sein, traurig. Warum klettert sie immer aufs neue ohne Sicherung die gefährlichsten Felsen hinauf? Was für ein Drang treibt sie an?

Während der Geschichte, dem Abenteuer, wird auch Katie mehr über sich selber erfahren und lernen.

Wie gesagt, Katie ist es, um die es eigentlich geht. Und sie ist mir inzwischen doch ans Herz gewachsen. Im ersten Teil fand ich sie noch ziemlich kühl und manchmal sogar arrogant, kommt aber eben davon das sie lieber alleine ist als mit vielen zusammen.

Julia gefällt mir in dem Teil auch gut, sie ist zwar immer die vorsichtige aber dennoch, sie ist dabei und zieht es dann auch durch. 

Die Jungs... Tja, sind die selben wie beim letzten Mal, Benjamin mit seiner Kamera, die er nie aus der Hand gibt, egal was passiert. Das nervt, ja auch mich. Ich glaube ich hätte ihm die schon lange mal um die Ohren gehauen. Dann Chris und David... die beiden eifersüchtigen Platzhirsche. Die geraten immer mal wieder aneinander und dennoch haben sie etwas äusserst sympathisches an sich. Nerven können sie zwar trotzdem aber sie sind ja noch jung ;)



Fazit

Gelungener 2. Teil, mit noch immer offenen Fragen und noch weniger Antworten!


Schwestern der Angst
Eine Verhängnisvolle Schwesterbeziehung

09 Mai 2011

Geschichte

Renate, um sie geht es, sie erzählt ihre Geschichte. Eine die verwirrender, trauriger, verängstigter nicht sein könnte. Geboren im Ostblock, von Vater und Mutter verlassen, wächst sie bei ihren Grosseltern auf. Sie mag ihre Grossmutter, aber den Grossvater, nein den mag sie nicht, nicht nur weil er ihre Oma schlägt sondern auch weil er sich an ihr vergreift. Als die Mutter wieder auftaucht um sie nach Österreich mit zu nehmen da sie einen Mann gefunden hat, hofft sie das ihr Leben endlich gut wird, doch ein klein bisschen Glück erfährt sie erst als die Mutter schwanger mit ihrer Halbschwester wird. Die ganzen Liebe die sie hat wendet sie auf, um ihre kleine Schwester glücklich zu machen. So lieben, wie sie, tut sie keinen Menschen und wird es auch nie wieder tun, aber alles nimmt eine unglückliche Wendung als die kleine Schwester sich beginnt gegen sie zu stellen...

Renate überschreitet eine Schwelle die keinem mehr, ihr genau so wenig, gut tut. Krankhafte Liebe, Besitzanspruch, Eifersucht, Hass und Paranoia ziehen sie weiter und weiter hinab in die tiefen einer kranken Seele.

Erster Satz: 

Die Firma, bei der ich arbeitete, produziert Trickfilme für einen Konzern. 



Meine Meinung

Schwestern der Angst ist ein Titel der sicher passt. Das Cover passt auch, es wirkt auf mich beklemmend, vielleicht nicht grade mein Malstil aber doch, es passt.

Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil. Einige finden ihn zu schwierig, doch wenn man drin ist, ist es einfach nur noch schön die Worte zu lesen. Es ist schon fast eine Kunst für sich, sie schreibt ohne umschweife, sie schreibt ungeschönt und doch spielt sie mit den Worten und Assoziationen. Es ist einfach schön das Buch zu lesen, auch wenn das Thema nicht grade ein leichtes ist. In der Ich-Form bekommt das Buch noch mal einen anderen Tiefgang.

Die Gesichte ist eine traumatische. Das Thema Missbrauch / Inzest wird zwar nur leicht angeschlagen aber man weiss genau worum es geht. Lydia Mischkulnig schreibt über die Auswirkungen, über eine der Auswirkungen, denn jeder verarbeitet dieses Trauma anders, auf seine Weise, doch Renate "wählt" eine verhängnisvolle Art dies zu tun. So grausam wie sie sein kann, so verständlich sind Teile ihrer Handlungen, ihre Ansichten, ihre Gedanken. Nicht alle kann und will man entschuldigen, aber man weiss das es eben einen Grund dafür gibt. Man hat trotz allem Mitleid mit Renate, aber eben auch mit ihrer Schwester Marie. Die ganze Schwesterngeschichte ist so was von verzwickt, hätte jemand genug früh erkannt was da passiert, hätte man beiden helfen können doch so? Bis zum Schluss bin ich mir nicht sicher ob Renate wirklich begreift was falsch läuft. Aber man wünscht ihr einfach das sie aus der ganzen Dramatik raus kommt und ein "normales" Leben leben kann...

Renate, das geschändete Mädchen, das ihr Trauma leider nie wirklich verarbeiten konnte. Sie ist eine Person die so grausam sein kann, die aber dann genao so sehr liebt. Sie zeigt uns wie nah doch Liebe und Hass, Trauer und Wut beieinander liegen. Sie, die nicht merkt das krankhafte Liebe und Verlustängste nicht nur sie zerstört, denn das wonach sie sich so sehr sehnt, das zerstört sie mit aller Macht mit ihrem Verhalten.

Da ist noch Marie, die kleine Halbschwester, die Renate erst genau so abgöttisch liebt, doch mit den Jahren ihre Eigenständigkeit einfordert. Sie weiss nicht was mit Renate damals passiert ist und handelt dementsprechend Kopflos und gemein und ahnt nicht was sie damit bei ihrer grossen Schwester auslöst...

Da gibt es noch den Stiefvater, Paul und Robert, 3 Männer die das Leben von Renate jeder für sich beeinflusst.



Fazit

Ein Psychodrama, ungeschönt und beunruhigend aber mit psychologischem Tiefgang.


Die Geister von Rosehill
Wenn es um mehr als nur Artefakte zu entdecken gibt

05 Mai 2011

Geschichte

Verity ist eine junge, intelligente und hübsche Frau. Erfolgreich in ihrem Job als Archäologin und doch möchte sie sich verändern. Sie schmeisst den Museumsjob hin und sucht sich was abenteuerliches. Da kommt der Anruf ihres Ex grade richtig denn sein Arbeitgeber möchte ne Ausgrabung auf seinem Anwesen, im schottischen Rosehill, beginnen. Und da er nur gutes von Adrian gehört hat, will er sie dabei haben. Mehr will er ihr über die Sache nicht erzählen, dies erfährt sie erst wenn sie sich vorstellen wird. Und so macht sich Verity auf den Weg nach Schottland.

Als sie dann da angekommen ist, und hörte was der alte Professor vor hat, nämlich beweisen das die Neunte Römische Legion, hier halt gemacht hat und nicht eben wie behauptet weiter gen Norden zog, muss sich die junge Archäologin überlegen ob sie das wirklich will, denn das scheint ein Unterfangen zu sein das zum scheitern verurteilt ist. Aber als die ersten groben Untersuchungen mehr zu Tage bringen als das sie sich gedacht hatte, gab sie ihrem Abenteurer- und Archäologenherz nach und stimmte zu. Was sie aber da alles vorfinden würde, damit hätte niemand, sie zu aller letzt, gerechnet, zumal die Wende der kleine Robby von 10 Jahren brachte, er mit seiner Gabe des 2. Gesichts. Auch die Gabe mit Geistern zu kommunizieren hilft weiter, auch wenn Verity erst nicht an das ganze glauben wollte, wird sie schnell eines Besseren belehrt.

Erster Satz:

Es gibt keinen ersichtlichen Grund, weshalb der Bus plötzlich hielt.

Meine Meinung


Der Originaltitel lautet zwar anders, passender zwar zur Aufteilung des Buches, da dies unterteilt wird nicht durch Teil 1 u.s.w sonder durch "Erstes Pferd" / Zweites Pferd".... Aber der Deutsche passt ebenso gut, denn es trifft den Inhalt doch wesentlich besser find ich. Das Cover... es ist zwar schön aber für mich hat das Bild kein Bezug zur Geschichte, jetzt nach dem ich das Buch gelesen habe hätte sicher ein Bild einer schottischen Landschaft mit einem typischen Anwesen besser gepasst oder etwas mit Pferden...

Der Schreibstil ist weiblich. Heisst, verspielt, verträumt... romantisch. Aber ebenso bildlich, denn man sieht förmlich die Landschaft in der die Geschichte spielt, man riecht sie, man fühlt sie. Ich mag die Bücher von ihr wirklich gerne, sie lesen sich leicht und man kann einfach mit träumen ;)

Die Geschichte hat mir gut gefallen. Mariana hat etwas besser abgeschnitten, aber dennoch gefällt mir auch diese Geschichte wirklich gut, das einzige was mich irritiert hat war der Schluss. Er geht einfach viel zu schnell vorbei, im Vergleich zum Rest der Geschichte, was ich sehr schade fand. Fühlte sich so an als müsste die Autorin gleich noch weg und hätte keine Zeit mehr um das Buch richtig fertig zu schreiben. Alles löst sich innert kürzester Zeit auf, und das gab eben den Stern Abzug. Ansonsten ist die Geschichte einfach traumhaft, alles ist dabei was mein Herz begehrt. Eine Ausgrabung, mystisches wie ein Geist, der kleine Junge mit dem 2. Gesicht, Liebe und Intrigen *gg* Muss manchmal auch sein oder nicht? Aber eben auch eine wunderschöne Landschaft. 

Was kann ich zu den Personen sagen...? Die sind mir eigentlich fast alle ans Herz gewachsen. Nicht nur die Protagonisten. Die Charaktere sind alle wieder sehr schön herausgeschrieben worden, von geheimnisvoll attraktiv bis matchomässig arrogant und eifersüchtig, oder liebenswert stur bis herzlich und weich. Sie alle sind einfach genial und passend. Einfach eine Gruppe bei denen man gerne dabei sein wollen würde um das ganze mit ihnen mit zu erleben.


Fazit

Eine abenteuerliche und mystische Ausgräbergeschichte mit einen Schuss Liebe und Intrigen!


Ich wurde interviewt

03 Mai 2011

Heute ist ein Interview auf ThrillerOnline erschienen, und zwar durfte ich Ralph B. Mertins und Ayaneas Fragen beantworten. Die ich doch sehr gerne gegeben habe. Und daraus entstand dann eben diese kleine geschriebene Gespräch und die Vorstellung vom Bücherwahnsinn. 

Danke noch mal herzlich an euch beide, es hat nicht nur Spass gemacht sondern ich bin ebenso Sprachlos über all die positiven Worte!

Wer nun neugierig ist darf sich das natürlich noch so gerne durchlesen, dazu müsst ihr einfach diesem Link folgen.