Die dunklen #2
Seelennacht

20 Juli 2011


Geschichte

Während im ersten Teil Chloe, Rea, Simon und Derek sich auf der Fluch trennen mussten, und Chloe mit Rea ihre Tante aufsuchten um Chloes Verletzung verarzten zu lassen, geht der 2. Band genau da weiter, nämlich in der Klinik, wo sie beide, verraten von der Tante, gefangen gehalten werden.

Doch Chloe gibt nicht so schnell auf, sie will das einfach nicht so hin nehmen und sie macht sich einfach zu viele Sorgen um die beiden Jungs. Sie weiss nicht ob sie es geschafft haben oder auch schon gefunden und gefangen wurden. Da kommt Chloe auf die Idee Liz zu beschwören und hoff auf ihre Hilfe um aus ihrer Zelle aus zu brechen. Was Sie aber bis dahin alles raus findet ist alles andere als beruhigend, denn sie alle sind nur Versuchsobjekte einer Wissenschaftsgruppe. Leider sind die Versuche nicht so gelaufen wie sich die Leute das gedacht haben und nun müssen alle Probanden gefunden werden...

Leider ist der Ausbruch in dieser Klinik fast unmöglich, denn die Klinik ist noch viel sicherer als Lyle House, doch dann kommt ihr jemand total unverhofftes zur Hilfe, nämlich die "verhasste" Tori. Als sich eine gute Möglichkeit bietet entschliessen sich beide aus zu reissen, und zwar als sie mit einem Team der Wissenschaftsgruppe bei der Suche der beiden Jung helfen sollten.

Werden sie Simon und Derek finden? Wenn ja... Wie wird es weiter gehen, haben sie vielleicht den Vater schon gefunden? Oder müssen sie noch immer auf der Flucht vor der geheimen Wissenschaftsgruppe nicht nur auf sich selber aufpassen sondern immer noch den Vater finden? Und vor allem, was werden die Jungs davon halten das Tori plötzlich mit von der Partie ist?!

Erster Satz:

Als sich die Tür zu meiner Zelle klickend öffnete, schoss mir folgender Gedanke durch mein schlafmittelvernebeltes Hirn: Hatte Liz es sich doch noch anders überlegt und war zurückgekommen?


Meine Meinung

Auch dieses mal gefällt mir der Originaltitel besser. "Das Erwachen" passt doch besser, Seelennacht ist auch nicht so schlecht, zumal viele Teile der Geschichte sich Nachts abspielen und auf einzelne Abschnitte gut passt. Auch Bildlich ist es schön abgestimmt, dieses mal hält sich das Cover aber in Grün. Interessant find ich ja, dass das Ursprüngliche Cover mal anders ausgesehen hat, also im Netz findet man noch eine andere Variante, die mir eigentlich ein bissi besser gefallen hätte.

Der Schreibstil zieht sich auch hier durch, er ist locker, leicht und verständlich. Nur ein paar mal dachte ich so bei mir; Was dass denn für eine komische Satzstellung? Das wird wohl an der Übersetzung liegen denn es liest sich so als würde ein Ausländer versuchen den Satz auf deutsch zu sprechen.

Auch in diesem Teil sind Themen wie Vertrauen, Loyalität und Verraten werden gross geschrieben. Die Gruppe muss sich neu zusammen finden, vorhandenes Vertrauen wird neu geprüft anderes muss erst aufgebaut werden. Die Kids erfahren nach und nach wass und wer sie sind. Und vor allem das Freundschaft manchmal unerlässlich ist um weiter zu kommen, Erfolg zu haben, und das es genau so wichtig ist, auch mal über etwas hin weg zu sehen, sich zusammen zu raufen. Denn Vertrauen macht stark, man weiss das man sich auf den anderen verlassen kann. Die Autorin hat es geschafft den Spannungsbogen zu halten und wirklich gleich wieder nahtlos anzuschliessen.

Wie schon im ersten Teil sind die Hauptpersonen Chloe, Derek, Simon und Tori. Auch in diesem Teil kommen die Charaktere voll zum tragen. Sie entwickeln sich weiter, nicht nur was die Kräfte angeht. Sie lernen auch mal etwas mal Grade sein zu lassen, auch wenn es schwer fällt. In Seelennacht haben Chloe und Derek viel Zeit mit einander, sie lernen sich näher kennen, irgendwie scheint etwas da zu sein was sie verbindet. Liebe? Doch was wichtig ist, beide wissen, jeder passt auf den anderen auf. Doch Tori ist trotz allem noch die Zicke die sie schon immer war, auch wenn manchmal etwas, aber wirklich nur etwas, zurückhaltender. Chloe ist immer noch die nette und die, die es immer noch jedem und allen recht machen will, eine Last für jemanden zu sein ist für sie eine Schwäche. Derek, ja Derek... ein Rüppel würde man sagen aber wenn man ihn kennt weiss man das er eigentlich nur unbeholfen ist und schüchtern. Und dann wär da noch Simon, der aufpasser, der sich immer Sorgen macht, sei es jetzt um Derek oder um Chloe...



Fazit

Seelennacht schliesst da an wo die Kelley Armstrong den ersten Band beendet hat und dass find ich toll, denn ich habe schon vielfach Bücher gelesen die dann erst mal nen Hänger hatten und wieder etwas Anlauf brauchten. Ich finde die Geschichte noch immer toll und freu mich auf den 3. und letzten Band "Höllenglanz


Ich bedanke mich noch beim Pan-Verlag (nun Knaur) für die Bereitstellung dieses Buches!


Vatermord und andere Familienvergnügen
Der Wahnsinns des Lebens oder ein Schickal jenseits der Normalität

17 Juli 2011


Geschichte

Jasper ist ein kleiner Junge der zusammen mit seinem Vater in Australien lebt. Er kennt seine Mutter nicht, alles was er von ihr weiss ist, das sie kurz nach seiner Geburt gestorben ist. Und er glaubt auch nicht mehr daran das er je mehr über sie erfahren wird, denn sein Vater spricht nicht mit ihm über sie. Eigentlich weiss Jasper gar nichts über irgend jemanden aus der Familie, er kennt nur sein Vater, sein ganz speziellen Vater. Doch eines Tages ändert sich dass, und zwar als Jasper bluten von der Schule kommt weil er zusammen geschlagen wurde, an diesem Tag erzähle sein Vater seine Geschichte, die Geschichte vom kleinen Martin und seinem Bruder und seinen Eltern. 17 Stunden am Stück erfährt der Kleine nun von seinen Vorfahren. Wie seine Grosseltern waren, und das er einen Onkel hat, einen ganz berühmten sogar: Ganz Australien kennt ihn, verehrt ihn... einen Kriminellen, einen Mörder, einen Polizistenmörer!!!

Aber nicht genug, in Schwung gekommen erzählt der Vater endlich auch die Geschichte seiner Mutter. Eine Geschichte eines schon damals völlig verrückten Vaters und einer, wenn nicht gar so verrückteren Frau, die später seine Mutter werden sollte. Jasper saugt all die neuen Informationen in sich auf, nun auf der Suche wer er denn nun ist. 

Er wächst weiter mit seinem Vater auf, einsam, denn sein Vater wird mit den Jahren immer paranoider, verrückter, und als Jasper älter wird und immer mehr zu verstehen meint, beginnt eine Angst in ihm zu keinem, die Angst so zu werden wie sein Vater! Grössenwahnsinnig, paranoid und ein Versager. Doch nach all dem langen Leidensweg, nach all den Abenteuern und den Erfahrungen erkennt Jasper das Wichtigste, all das war nur die Suche nach dem Sinn des Lebens!

Erster Satz: 

Dass ein Sportler durch ein tragischen Unfall sein Geruchssinn verloren habe - so was hört man nie, wie auch? 


Meine Meinung

Vatermord und andere Familienvergnügen ist so sarkastisch, tragisch und ironisch wie das ganze Buch doch der Originaltitel sagt mehr über den Inhalt aus, über den Wahnsinn der diese Familie über 3 Generationen begleitet. Ein Bruch des Ganzen. Das Cover find ich wirklich genial. Die Krone für den Grössenwahnsinn, und der schwarze Klecks passt einfach, denn er ist das Mahnmal dafür das immer einer oder etwas einem in die Suppe spuckt. 

Steve Toltz hat einen genialen Schreibstil, nicht ganz einfach aber genial. Mit seiner Wortwahl und seinen Wortspielen ist es ein wahrlicher Genuss sich durch die Geschichte der Deans zu lesen. Nach knapp 30 Stunden Lesezeit ist die Geschichte zu Ende, und ich bin doch etwas traurig, denn es macht neugierig auf mehr. Aus dem Stoff hätte sich noch so viel machen lassen, aber alles hat mal ein Ende.

WOW... Fällt mir zu der Geschichte nur ein, das ist das erste was ich dachte, schon vor dem Schluss, dann, dies ist ein Highlite dieses Jahres und ich wünschte, vom Autor bald wieder was neues lesen zu können. Die Geschichte der Deans ist eine voller Verrücktheiten, voller Philosophie, Sarkasmus und Ironie. Man schüttelt immer wieder ungläubig den Kopf über all den Wahnsinn, all die Dinge die passieren und all der Loyalität die doch immer herrscht. Also ich würde das echt nicht ertragen. Die Geschichte ist voller boshaften Menschen, voller Einsamkeit, Traurigkeit, tolle Ideen und des Versagens und doch voller Lebensmut. man merkt schnell wie sehr all die Gegensätze hier zusammen gehören, das eine existiert ohne das andere nicht. Richtig böse kann man keinem Sein und man hofft immer wieder das es endlich mal klappt, das eine Idee wirklich die ist, die alles aus dieser Lethargie reisst um nur gleich wieder zu lesen das es eben nicht so einfach ist. Das Buch ist nicht einfach zu erklären, Mann / Frau muss es selbst gelesen haben!

Die Deans. Sie sind so individuell wie jeder andere und doch sind sie auf eine erschreckende Weise sehr ähnlich, denn jeder ist auf seine Art "krank" oder einfach nur "wahnsinnig" Seien das nun die Grosseltern von Jasper oder sein Vater oder eben sein Onkel. Jeder hat so sein ganz eigenes grossen Paket zu tragen. Doch weil alles zusammen hängt wirkt sich alles auf alles aus, keiner kann nur für sich agieren, jeder wird bewusst oder eben meistens unbewusst von allem beeinflusst. Und so stellt sich Martin, Vater von Jasper auch irgendwann mal die Frage, ob es möglich ist wiedergeboren zu werden bevor man stirbt. Wie soll sich denn das sonst erklären das in seiner Familie jeder "wahnsinnig" ist wie der andere?

Fazit

Dieses wahnsinns Debüt vom Steve Toltz muss man einfach lesen wenn man Philosophie, Politik, Gesellschaft und Methapysik mag. Wenn man Geschichten mag die voller Sarkasmus und Ironie nur so triefen.