PuberTäter
Es geht auch anderen mit Teenagern so!

30 September 2011

Thema

Die schwerste Zeit einer Familie ist wohl die Zeit in der die Kids in der Pubertät stecken. Da geht alles drunter und drüber, alles sind genervt von allen, und keiner kanns mehr dem andren recht machen, die Eltern werden zu Nichtsversteher, Kontrollfreaks, Gefängniswärtern und was sonst noch alles, und die Kinder zu Terroristen, Egoisten, Nichtsmacher, Siebenschläfer und auch da noch zu vielem mehr. Und genau über diese Zeit berichten die beiden Autoren, die zusammen 3 Kids haben, 1 Mädel und 2 Jungs. Sie sind 18 / 17 und 11, also alle 3 befinden sich in der Pubertät oder grade davor. Vater und Mutter berichten abwechslungsweise über den Alltag mit den Kindern. Da werden alle wichtigen Themen wie Geld, Freizeit, Schule, Medien und so weiter angesprochen.

Nein, es ist kein Sachbuch mit den üblichen psychologisch und pädagogisch richtigen Tipps, es ist einfach ein Buch von Eltern die über die Zeit des Erwachsenwerden der Kinder berichten um zu zeigen das die anderen Kinder durch aus nicht die einzigen auf der Welt sind die so sind wie sie eben sind. 

Erster Satz:

Wir lieben Kinder.


Meine Meinung

Der Titel...einfach gut. Treffender könnte der Titel echt nicht sein und das Cover, witzig, schlicht und doch ein Hingucker mit seiner Knall gelben Farbe.

Der Schreibstil ist in Alltagsspache so wie wir halt reden, klar Kraftausdrücke wie wir sie selber manchmal los lassen sind nicht drin, man will ja dennoch korrekt auftreten und sich vielleicht nicht gar zu sehr exponieren, schliesslich reicht es ja das man zu gibt nicht immer alles im Griff zu haben ;) Es liest sich leicht und flüssig, denn auch der Humor, den man in dieser Zeit wirklich braucht um nicht verrückt zu werden, kommt auch hier nicht zu kurz. Also mit einigen Lacher und Schmunzler müsst ihr echt rechnen! 

Wie schon gesagt, es geht darum das Frau Kahlweit und Herr Deffner uns einen Einblick in den Alltag gewähren. Den Alltag denn einige von euch vielleicht schon hinter sich haben oder wie ich mitten drin stecke und mich manchmal echt alleine vor komme, doch, oh Wunder, nicht nur meine Kids sind begabte Pubertäter. Man könnte fast immer die Namen nur austauschen, sowohl die der Kinder wie die von uns Eltern. Man fühlt sich manchmal aber auch ertappt, oder auch beruhigt denn anscheinend liegt doch nicht alles an der Erziehung die man besonders in dieser Zeit doch sehr häufig in Frage stellt. Was ich auch witzig fand war, das man sich selbst noch mal als Kind hier und da wieder erkennt, wenn auch nur selten denn vor 20 / 30 Jahren wars doch noch etwas anders als heute. Da gab es viele Themen nicht die heute sehr dominant sind wie Markenkleidung, Facebook und Computer, Handy und so weiter. Das Buch ist aber nicht nur witzig, es regt denndoch manchmal zum Nachdenken an, denn die Fakten die hier, zwar spärlich, aufgezeigt werden stimmen einen schon etwas unruhig und man hofft das man so viel Glück hat und die eigenen Kinder einigermasen glimpflich diese Zeit durchstehen. Genau wie wir Eltern auch.

Was die Personen in dem Buch angehen... Die Eltern, beide durchaus sympathisch, mit viel Wiedererkennungswert bei sich selber *lach* 

Die Kids, da wär die Hannah mit 18, die nervige Zicke, die sich für die Umwelt interessiert. Lukas 17, der "schlimmste" in der Familie, der, der Null-Bock auf garnichts hat. Der Rebell und Jerry, der jüngste mit 11 Jahren, der noch zur Schwester aufsieht und so werden will wie sie und der genervt ist von Lukas, den Eltern und ab und zu auch von Hannah. 

Meine Lieblingsstelle:

Es geht um den Freund der Tochter... 

Vater: Kriegen wir denn deine  Freund auch mal zu sehen? 
Tochter: Vielleicht, wenn er Lust hat. Aber meisten treffe ich ihn in der Atomic Bar um zwei Uhr Nachts. Kannst ja mal vorbeikommen.
Vater: Wie, will der sich nicht mal vorstellen, damit wir sehen, mit wem du ausgehst? 
Tochter: Ich geh nicht mit ihm aus, ich geh mit ihm. Und wenn du ihn kennenlernen willst, kannst du ihm ja auf Facebook die Freundschaft anbieten. 
Vater: Wie sieht er denn aus? Was machen die Eltern? Auf welche Schule geht er? Wo wohnt er denn? 
Tochter: Er sieht geil aus, wohnt in dem schicken Villenviertel, geht auf eine echt coole Schule und hat krass nette Eltern. Die stellen nicht so viele Fragen wie ihr. Noch was?

Vater gib sich geschlagen. Wochen später deutet seine Tochter vor der Schule auf einen jungen Mann. 

Tochter: Das war übrigens der Typ, der sich bei euch vorstellen sollte. 
Vater: Wiso war? 
Tochter: Wir waren nur ein paar Tage zusammen. 
Vater: Ein paar Tage? Und wie oft wechselst du deinen Lover? 
Tochter leicht grinsend: Alle paar Stunden Papa. 


Fazit

 Ein witziges Buch über die schwerste Zeit einer Familie, für Eltern die es noch vor sich haben, für solche die mitten drin stecken und auch solche die es bereits überstanden haben. Lachen ist bekanntlich die beste Medizin!



Ein liebes Dankeschön an den Piper Verlag der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zu Verfügung gestellt hat.




Die Wahrheit der letzten Stunde
Ein Kind von Gott berührt?

26 September 2011

Geschichte

Faith, ist ein ganz normales 7 jähriges Mädchen das mit seinen Eltern auf einer Farm lebt. Sie geht zur Schule, nimmt Ballettstunden und freut sich seine Oma in der Nähe zu haben. Doch das ändert sich schlagartig als Faith und ihre Mutter den Vater, Bezugsweise den Ehemann, inflagranti erwischen. Dies war der Tag an dem alles anders wurde, denn Faith hat entschlossen kein Wort mehr zu sagen. Wochelang spricht sie kein Wort, weder mit der Mutter, noch der Oma. Doch plötzlich endet das Schweigen und das kleine Mädchen spricht wieder, auch wenn der Anlass eine "imaginäre" Freundin, Bezugsweise, Beschützerin ist. Was dieses Ereignis los tritt hätte sich weder Faith, noch die Mutter oder sonst jemand vorher gesehen, denn plötzlich wird die Farm von Sektenanhänger belagert, Priester und Rabbis gehen fast schon ein und aus wie es passt und ein gewalltiger Medienrummel bricht los. Kann Faith wirklich mit Gott reden? Hat sie heilende Kräfte und ist Gott wirklich eine Frau? Ihre Mutter weiss nicht was sie tun soll, und wem sie überhaupt noch vertrauen kann und wer Freund oder Feind ist. Kann Mariah Faith wirklich von den Medienhaien beschützen? Wird sie, und die anderen wirklich die Wahrheit erfahren? Ist ihre Tochter krank oder ist sie wirklich von Gott berührt?

Erster Satz: 

Unter normalen Umständen wäre Faith und ich gar nicht daheim gewesen, als meine Mutter anrief, um uns aufzufordern, uns ihren brandneuen Sarg anzuschauen.



Meine Meinung

Hm, ich denke der Originaltitel ist weniger verwirrend, denn was ist die Wahrheit? Ich denke das muss jeder für sich selber am Schluss heraus finden. Keeping Faith ist hier doch besser gewählt. Aber das Cover ist wirklich beeindruckend, dieses Mädchen hat eine besondere Ausstrahlung, und finde es doch recht passend auch wenn sie äusserlich nicht der Faith im Roman gleich kommt.

Der Schreibstil ist wie gewohnt schlicht, einfach packend und manchmal auch rasant. Jodi Picoult ist es gelungen den Spannungsbogen von Anfang bis Ende durch zu halten, manchmal gerät man schon fast ausser Puste und man lässt sich einfach in das Geschehen hineinziehen.

Dieses Buch beherbergt eine Geschichte um Glaube, Religion, Gott, Vertrauen aber auch um die Wahrheit. Hier geht es darum ob es wirklich möglich ist das Gott mit einem Menschen in Kontakt kommt, visuell wie auch akustisch. Und wenn ja, es ausgerechnet ein kleines Kind ist, das an sich nichts mit Gott am Hut hat. Es geht darum was passiert wenn so was geschieht und wie schnell die ganze Sache eine Eigendynamik bekommt von der man nicht gewagt hat dran zu denken. Welche Konsequenzen das vielleicht auch juristisch hat. Und doch ist der Autorin hier ein ganz interessantes Buch gelungen. Sie greift wieder ein sehr heikles Thema auf, heikel desswegen, weil es bei allen, ob Atheist, Katholik, Juden oder anderen Sekten, zu sehr grosser Aufmerksamkeit und Diskussionen kommt. Heikel auch, weil das Thema Gott in der heutigen Gesellschaft wohl nicht mehr der Stellenwert hat wie früher. Wenn ihr euch mal einem Gedankenspiel hingebt werdet ihr schnell merken welche Dynamik das ganze entwickelt. Stellt euch vor euer Kind oder sonst ein Verwanden würde sagen er spräche mit Gott. Es gäbe Anzeichen die dafür sprechen... würdet ihr dennoch zweifeln? Jodi Picoult ist diesem Thema wirklich gerecht geworden! Obwohl für manchen wohl das Ende etwas unbefriedigend rüber kommen könnte, aber genau das macht dieses Buch eben so gut, denn die Autorin hat nicht versucht hierauf etwas vorweg zu nehmen.

Die wichtigeste Person ist natürlich Faith, ein wirklich süsses Mädchen, selbstbewusst, stur, dickköpfig und doch ganz normal, wie ein Kind in ihrem Alter ist, auch wenn sie manchmal etwas jünger scheint. Sie wächst einem wirklich schnell ans Herz. Auch Mariah, die Mutter, eine sensible aber sehr aufrichtige Person. Kämpft wie eine Löwin um und für ihr Kind. Man würde sie gerne mal in den Arm nehmen einfach um ihr die Kraft zu spenden die sie für diese Zeit braucht. Milli, die Mutter von Mariah und Oma von Faith. Auch sie ist eine liebende Mutter, tut alles das es ihren beiden Mädchen gut geht und ist manchmal etwas spitzbübisch ;)

Colin, der Vater von Faith und Ehemann von Mariah. Er ist ein selbstsüchtiger Mann, dem es nur um sich selber geht, auch wenn er dauernd beteuert das es nicht so ist. Er war mir von Anfang an unsympathisch.

Wichtig in der Geschichte ist auch Ian. Er ist der Moderator einer Show der wesentlich dazu beigetragen hat das die ganze Situation ausser Kontrolle geriet, der sich aber im Verlauf der Geschichte sich selber Stellt, sich selber hinterfragt warum er so ist und das macht was er tut. Er gibt dem ganzen eine eigene Dynamik.

Jodi Picoult hat es geschafft die verschiedenen Charaktere so fein zu zeichnen das man sie förmlich vor sich sehen kann, man sie entweder mag oder eben nicht. Man hat das Gefühl mitten drin zu sein und bräuchte nur die Arme aus zu strecken und man könne sie berühren.

Lieblingsstelle:  
Ich sehen, wie Faith hinter Petras Rücken die Hand hebt. Sie hat Gelee ums Pflaster herum geschmiert, so dass es aussieht, als würde ihre Wunde bluten. Sie schwenkt die Hand in der Luft, schneidet Grimassen und tut wortlos so, als würde sie vor schmerzen stöhnen.


Fazit

 Ein wunderbares Buch um Glaube und Gott, genau wie um Wahrheit und Vertrauen. Ein Buch das nicht nur Gläubige ansprechen wird.


Die Töchter des Schweigens
Geheimnisse und ihere langen Schatten

19 September 2011


Geschichte

Spanien 1974/2007, eine Mädchenclique tritt ihr Abireise an. Diese eingeschworene Mädchenclique, es sind 7, haben ihre Träume, schliesslich ist man mit 18 schon erwachsen. Sie wissen was sie werden wollen, planen zusammen die Zukunft, aber wird älteren wissen.... Es kommt immer anders als man denkt! Und auch die 7 Mädels müssen das auf ganz brutale Weise lernen, denn nach der Abireise sind sie nicht mehr die, die sie davor waren, und ihnen wird bewusst dass sie auch nie die sein werden, die sie eigentlich vor ein paar Tagen noch dachten zu werden.

33 Jahre sind vergangen als sich die 7 Mädels wieder begegnen, denn nach der Reise war nichts mehr so wies war und jeder der jungen Frauen ging damals ihren Weg. Und jetzt, nach so lange Zeit terffen sie sich wieder, vor allem Rita hat angst vor dem treffen. Und nach dem etwas tragisches passiert, werden alle von der Vergangenheit eingeholt...

Erster Satz: 

Stell dir deine Geburt folgendermassen vor: Du wirst nicht geboren, wenn man dich dem Mutterleib entreisst.




Meine Meinung

Der Titel ist etwas irreführend, denn es geht hier nicht um Geschwister oder um Familien im direktem Sinne, sondern um eine Mädchenclique. Ums schweigen geht es auch um Geheimnisse. Der Originaltitel triffte es dann doch etwas besser... "Der lange Schatten". Denn Geheimnisse sind lange Schatten die sich bis in die Gegenwart erstrecken.

Das Cover find ich wirklich schön, es spiel auf das Geheimniss an und es hat eine düstere und doch melancholische Atmosphäre.

Die Geschichte ist so aufgebaut das die Autorin zwischen 1974, dem Jahr in dem etwas furchtbares passiert ist und die Mädchen den Abschluss machten, und dem Jahr 2007, als sie sich das erste mal nach 33 Jahren wieder sahen, hin und her. Die Frauen erinnern sich gemeinsam an das verhängnisvolle Jahr welches sie alle sehr verändert hat, und trotzdem kommt die Gegenwart aber auch die Zukunft nicht zu kurz. Die Geschichte liest sich flüssig und man erkennt sich ganz bestimmt wieder in der Geschichte, nicht zuletzt wegen den gut heraus gearbeiteten Charaktere der verschiedenen Frauen.

Elia Barcelo hat eine Geschichte geschaffen die uns alle irgendwie betrifft, im weitesten Sinne. Wir waren alle schon mal 18 und hatten riesen Plane für unser Leben. Und auch wenn das Leben nicht so gelaufen ist wie man sich es damals vorgestellt hatte, haben wir auch heute noch unsere Wünsche, Träume und Pläne für die Zukunft, auch wenn sie vielleicht etwas bescheidener sind, oder total in eine andere Richtung gehen. Vielleicht waren wir auch schon mal Hüterinnen eines Geheimnisses, vielleicht sogar schon von einem das uns bis heute verfolgt?! Und auch unsere besten Freundinnen wissen nicht alles von uns, denn jeder hat sicher auch ein Familiengeheimnis, das man nicht grad jedem auf die Nase bindet. Weil man Angst hat das der andere es nicht verstehet, weil man sich schämt oder Angst vor den Konsequenzen hat wenn man es jemanden erzählt. Und wenn auch nicht... wir erinnern uns sicher immer mal wieder an die magische Zeit als wir 18 waren, und endlich zu den Erwachsenen gehörten. Ein wirklich gutes Buch, warum also nur 4 Sterne und keine 5? Nun, zu beginn hat die Geschichte einige Längen, wenn man aber die übersteht, beginnt die Geschichte einen förmlich hinein zu siehen und man versinkt manchmal in die eigene Vergangenheit. Dazu wird man mit einem überraschenden Schluss belohnt, wie ich finde ;)

Die 7 Mädels sind so unterschiedlich und genau das macht ihre Freundchaft aus. Wie haben Marga-Rita, die als einzige karriere gemacht hat, die kühle, distanzierte und selbstbewusste. Magda-Lena, die schon immer eher die schüchterne war, sensible und später Labile. Oder da wär auch Marisol - Sole, die Noble aber doch unglückliche, Ana, die glückliche und zufriedene... und und und... Auf alle Fälle finden wir Frauen uns sicher wieder in einer der 7 Mädchen und Frauen. Und daher berührt mich der Roman tief. Ein Verständnis ist da, das wahrscheinlich nur Frauen so verstehen können.

Lieblingstelle: 
Stell dir deine Geburt folgendermassen vor: 
Du wirst nicht geboren, wenn man dich dem Mutterleib entreisst. Was da geboren wird, ist ein Potential, ein winziges Wesen, das zu nichts weiter im stande ist, als nach Nahrung, Wäre und Zuneigung zu verlangen. Von den Erwachsenen um dich herum lernst du nach und nach wer du bist, wo du lebst, wie deine Welt ist.


Fazit

 Eine Geschichte um die besondere Frauenfreundschaft, um Zusammenhalt, Geheimnisse und deren Auswirkun auf unser Leben.  



Ich bedanke mich beim Verlag PenDo für dieses Rezi-Exemplar.


Die Verschwörung der Idioten
Eine völlig gestörte Geschichte

15 September 2011

Geschichte

In diesem Buch wird eine Episode aus dem Leben von Ignatius Rally beschrieben. Ein 30 jähriger Mann der noch immer bei seiner Mami in einem abbruchreifen Haus lebt, faul auf seiner Haut liegt, nicht arbeitet und immer dicker wird. Bis eines Tages die Mutter keine andere Wahl mehr hat als ihren lieben Buben zur Arbeit zu schicken. Aber da er eigentlich am liebsten sein langweiliges Leben weiter leben will, was heisst, faul rum zu liegen, seine abstrusen Gedanken zu Papier zu bringen und stumpfsinnige Sendungen an zu sehen, ist das Chaos vor programmiert. Denn durch seine narzistisches Verhalten hat der Mann eh schon keine Freunde und macht sich in den folgenden Tagen und Wochen auch nicht mehr. Eigentlich intelligent, weil studiert, kann er dies aber nicht wirklich umsetzen, er nutzt seine "Studiertheit" dazu andere Menschen einfach schlecht zu machen, sie als die Idioten zu sehen die sie nun mal sind, schliesslich kann er ja nichts dafür... 

Erster Satz: 
Auf dem kugelrunden Kopf eine viel zu kleine grüne Jagdmütze mit Ohrenklappen, die wie Signalzeichen waagerecht in beide Richtungen abstanden


Meine Meinung

Also, so stell ich mir Ignatius nicht vor. Den kann ich mir lächelnd geschweige denn lachend, gar nicht vorstellen. In meinen Augen ist er verbittert, trübsinnig und agressiev. Der Titel deutet auf die armen Idioten hin von denen er umgeben ist.

Der Schreibsil von John Kennedy Toole ist gewöhnungsbedürftig, er ist manchmal rüppelhaft und beleidigend. Dies störte mich von Anfang an und kam nie wirklich in einen angenehmen Lesefluss. Nur die einzelnen wenigen Abschnitte wo Ignatius Briefe oder Einträge schrieb waren angenehm. Auch die einzelnen Personen werden zwar gut herausgearbeitet und bekommen dadurch einen Erkennungswert, doch sind sie mehr als nervig.

Ist es wirklich eine Geschichte? Grade heute hab ich das Buch meiner ältesten Tochter versucht zu erklären, und da meinte ich zu ihr, dass das Ganze eigentlich nur eine Zusammensetzung von einzelnen Szenen, Sequenzen oder Geschichten sind, die keinen Zusammenhang haben. Heisst, sobald eine Szene vorbei ist kommt einfach eine Neue ohne eine Verbindung. Leider konnte mich das Buch nicht dazu bewegen zu schmunzeln oder in Lachkrämpfe zu verfallen wie es auf dem Klappentext verheissen wurde. Ich mag zwar Bücher die unkonvezionell sind, die bissig, und ironisch sind, doch dieses Buch hab ich wahrscheinlich nicht verstanden, vielleicht muss man Literaturwissenschaft studiert haben um den Subtext zu verstehen, wenn es dann einen gibt. Ich fand die Geschichte langweilig, vorhersehbar und nervig. Ich hab ab mitte des Buch so mit mir und jeder einzelnen Seite kämpfen müssen, das verdirbt einem einfach das Buch. Mir ist klar das vieles überspitzt dargestellt wird und man muss die Geschichte im Zeitgeist der 60er Jahre sehen. Auch das Ignatius eine narzisstische Persönlichkeitsstörung hat mit eindeutig paranoiden Vorstellungen. Aber selbst dann, ich seh hinter all dem keinen Sinn.

Es gibt so einige Personen, sie alle nervten mich immer mehr je länger die Geschichte dauerte. Irgendwie sind da alle etwas irre.

Da wäre die Mutter, nicht nur das sie Alkoholikerin ist, nein, sie kann sich einfach nicht von ihrem Buben lösen und betüddelt ihren Igantius wo es nur geht. Mancuso, der Polizist, der sich nicht gegen seinen Chef durchsetzen kann und sich erniedrigen lässt. Auch Mrs. Levy, keine Ahnung was ihr Problem ist? Sie hat sich Miss Trixi angenommen die schon längst überfällig wär für den Ruhestand, sie aber partu nicht gehen lassen will. Sie will sie Aufbauen denn angeblich fühle sie sich sonst überflüssig. Sie nimmt ihren Mann aus und hetzt die Kinder gegen ihren Vater auf. Und Myrna... Also das Spiel zwischen ihr und Ignatius hab ich bis zum Schluss nicht wirklich verstanden. Myrna ist immer auf der Suche nach einem neuen sozialen Projekt, aber schlussendlich geht dann doch immer alle schief! Ist, ok, das kann ich noch verstehen, aber das hin und her zwischen den beiden nicht. Oder doch? Ist es eine Art Hassliebe? So oder so, der Schluss war dann fast die logische Schlussfolgerung.


Mein Fazit

  Ein Kultbuch das ich nicht verstanden habe, weder seine Aussage noch teile ich den Humor der John Kennedy Toole hier zu Tage förderte.  

Räuchern mit heimischen Kräuter
Die Kräuter, die Wirkung, die Rituale

12 September 2011

Thema

Marlis Bader hat mit diesem Buch ein wirklich schönes Werk geschaffen. In diesem Buch finden wir ausschliesslich heimische Kräuter beschrieben, wie man sie verwendet und zu welchen Ritualen man sie einsetzt. Sie erklärt aber auch wie die Pflanzen und auch das Räuchern wirkt. Sie führt uns zurück zu unseren Ahnen und erzählt wann sie räucherten.


Meine Meinung

Die Autorin bringt mit einfachen Worten und ohne lange Ausschweifungen das Räuchern näher, daher ist das Buch hervorragend für Anfänger geeignet. Was das Buch auch so wertvoll macht ist das sie ausschliesslich auf die heimischen Kräuter eingeht.

Das Buch ist so aufgebaut das im ersten Teil eine Einführung statt findet. Man erfährt wie Pflanzen wirken und was beim Räuchern passiert und wie dieses Ritual wirkt.

Im zweiten Teil erklärt sie uns die Pflanzen im Allgemeinen, welche Wirkung sie beim räuchern hat, wie man sie erntet und auch der Herkunft und dem Anbau nimmt sie sich an. Wer natürlich einen schönen Garten hat der kann seine Kräuter selber anbauen. Dies bedeutet nicht nur das ihr wisst woher das Kraut kommt sondern ihr schickt schon von Beginn an eure Energie in die Pflanze.

Und im dritten Teil stellt sie uns die gängigsten Rituale vor. Die Geschichte dazu welche Fragen an diesem Fest gestellt werden können und welche Pflanzen zu verwenden sind. Man findet nicht nur die Rituale und Räuchersubstanzen zu den Jahreskreisfesten sondern auch Ahnenrituale, für die Geburt oder ein Alltagsritual und so weiter.

Toll ist auch das auf den jeweiligen innenseiten der Klappendeckel Fotos der besprochenen Kräuter abgebildet sind. 

Ich kann das Buch jedem empfehlen der gerne räuchert, aber auch denen die rituell arbeiten.