Eine dunkle & grimmige Geschichte
Die wahre Version der Märchen!

29 Oktober 2011

Geschichte

In diesem Buch werden 9 Märchen nacherzählt, die vielleicht der ein oder andere schon als Kind erzählt bekommen hat, doch dieses Buch ist was ganz besonderes und zwar darum, weil diese Geschichten die wahren Geschichten sind!! Die Gebrüder Grimm dachten sich wohl, das zarte Kinderseelen die Wahrheit nicht ertragen, daher haben sie sie für die Kleinen abgemildert. Doch Adam Gidwitz hat sie für uns mal ganz korrekt aufgeschrieben, mit all der Gewalt und dem Blut die in den Märchen vor kommen. Ungeschöhnt und gnadenlos. Wer also ein schisser ist, ein Weichei, sollte bitteschön die Finger vor diesem grusligen Buch lassen, denn Hänsel und Gretel waren nicht nur die Opfer... sie waren Täter!! Also, mach dich auf gruslige Lesestunden gefasst!!

Erster Satz:

Es war einmal eine Zeit, in der waren Märchen richtig, richtig toll.

Meine Meinung


Titel und Cover, beides kann ich nicht bemängelt, denn ich finde den Titel wie auch das Cover sehr gelungen. Die Farben, die Art der Bilder die wie ein Scheerenschnitt dargestellt sind, auch der Kontrast zwischen Matt und Glaz kommt hier gut rüber. Ein wirklich gelungenes Cover!

Der Autor schreibt einfach aber dennoch spannend. Zwischen einzelnen Abschnitten der Geschichte richtet der Autor noch seine persönlichen Worte an seine Leserschaft und das mit viel Witz und Humor um das Ganze etwas auf zu lockern, denn es könnte schon sein das sich jüngere Leser etwas gruseln ;) Wenn ich bedenke wie das Ganze in einem Film rüber kommen würde.... gruuuuuusel. Eigentlich ein Super Buch für die Halloween-Zeit!

Die Geschichten sind einfach wunderbar, denn Adam Gidwitz verbindet die Geschichten in dem Hänsel und Gretel den roten Faden bilden. Sie geleiten durch all die Märchen und ich finde das dem Autor super gelungen! Die beiden geleiten uns durch das Mächen des "Treuen Johannes" natürlich auch "Hänsel und Gretel". Dann "Die sieben Schwalben", "Brüderchen und Schwesterchen" und noch mehr. Es macht Spass diese neu nacherzählten Märchen zu lesen die wir aus unseren eigenen Kindertagen an kennen. Es weckt Erinnerungen und jetzt, als Erwachsene sehen wir vielleicht Botschaften hinter den Märchen die wir als Kinder so nicht erkannt haben trotz all dem Blut, der Gewalt und den überaschenden Wendungen ;)

Das sind hier natürlich eindeutig Hänsel und Gretel. 2 tapfere und mit der Zeit auch weise Kinder. Man erlebt wie die Kinder durch all ihr Abenteuer und Erlebnisse herann reifen, und erwachsen werden, erwachsener als manch ein Erwachsener ;)


Fazit

Ein überaus gelungenes Buch für jung und alt!!




Ich bedanke mich bei BdB für für die tolle Aktion, ich hätte nicht gedacht das ich das Glück habe und dieses Buch zum lesen bekommen würde, waren es doch über 80 interessirte die sich da beworben haben. Dazu danke ich dem aresEdition-Verlag für die Bereitstellung dieses Buches!

Totenpech
Spannend ist anders!

26 Oktober 2011

Geschichte

Sam O'Conner geniesst eigentlich noch seine Ferien und joggt am Morgen seine Runde, bis er kurz vor seiner Wohnung auf ein Polizeiaufgebot und seinen Arbeitskollegen trifft. Dieser nimmt ihn an die Hand und meint er müsse sich das Ganze anschauen. Ein Mord an einem stink Reichen, einem reichen Freak. Was sich erst als Mord im Milieu darstellt wird schnell zu etwas viel grösserem, denn sie finden eine Mumie ungeklärter Herkunft. Sam wird auf den Fall angesetzt bis sich Europol bei ihm meldet und ihn vom Fall abzieht, doch bei Sam kommt der Verdacht auf, das die beiden Fälle vielleicht auf irgend eine Weise zusammen hängen, aber auf was er da stösst hätte er sich nicht vorstellen können!!

Erster Satz:

Frére Jacques, frére Jacques, dormez-vous?

Meine Meinung


Der Titel, Totenpech, hat nur ganz am Rande mit dem Buch, der Geschichte was zu tun. Das Cover ist an das Thema des Falles angelehnt, es lässt erahnen das es um Ägypten oder zumindest deren Kunstschätze geht, auch wenn die Zeichen auf der Kette, bis auf das Horusauge, alles andere mit ägyptischen Hieroglyphen zu tun haben. Da hätte ich mir dann doch etwas mehr Autentizität gewünscht. Ist ja heute keine Sache sowas zu finden.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen, keine Fremdwörter an denen man hängen bleibt.

Der Plot hat zwar Potenzial aber leider fand ich das Buch langweilig. Irgendwie baute sich bei mir nie eine Spannung auf, welche ich von anderen Büchern kenne. Dazu kommt das die Autorin Personen ins Spiel bringt die sich mir nicht wirklich erschliessen, weder wurde mich klar was die jetzt mit der Geschichte zu tun haben, dazu werden die Orte bei jedem Kapitel gewechselt. Irgendwie ist das manchmal echt verwirrend und das nimmt eben dem ganzen die Spannung. Dazu kommt das die Freundin von Sam ziemlich unrealistisch ist. Achtung Spoiler ... Nicht weil sie mediale Fähigkeiten hat sondern weil sie dennoch so naiv ist und auf Teinypen reinfällt der mir gleich am Anfang sehr suspekt vor kam.... Ach ja, und dass ein berühmtes Kunstwerk zum Hauptthema wird hilft leider auch nicht wirklich. Auf alle Fälle nicht so verpackt wie es hier gemacht wurde. Ich denke in einem gut recherchierten historischen Roman wär das besser gewesen.

Leider gibts auch über die verschiedenen Charaktere nicht viel gutes zu erzählen ausser über Sam O'Conner, der Detektiv, selbstbewusst, schlau und attraktiv. Ist der einzige der mich überzeugt hat. Er ist derjenige der dem ganzen einen roten Faden verleiht.

Lina, die Freundin von Sam, kommt mir zwar hübsch aber dumm rüber, oder eher naiv. Irgendwie unsympathisch und zickig.


Fazit

  Ein Thriller der keiner ist. Und ziemlich schnell durchschaubar.



Ich bedanke mich beim Piper-Verlag für dieses Rezensionsexemplar.




Zeit der Gespenster
GVergangenheit ist die Zukunft

19 Oktober 2011

Geschichte

Ross ist ein gebrochener Mann, denn seit er seine grosse Liebe bei einem Unfall verloren hat, ist er nicht mehr der Selbe und sieht keinen Sinn mehr weiter zu leben. Denn im Tod hofft er seiner Liebe wieder nah zu sein. Doch als er einen Selbstmord überlebt ändert er seine Einstellung und sein Leben hat einen neuen Inhalt, und zwar, seine verstorbene Frau zu suchen und so begibt er sich auf Geisterjagd. Eines Nachts trifft er auf eine wunderschöne Frau, sie ist verängstige aber irgendwie hat sie etwas an sich das Ross anzieht und das ist nicht nur der intensive Rosenduft den sie begleitet. Er verliebt sich Hals über Kopf und ihm ist es sogar egal das sie verheiratet ist. Sie verschwindet nur um ein paar Tage später wieder aus dem Nichts auf zu tauchen. Ross hätte nicht gedacht das er mit seiner Suche auf eine Vergangenheit trifft, die sogar seine eigene zu sein scheint....

Erster Satz:

Als Ross Wakeman sich das erste Mal umbrachte, hatte er Erfolg, anders als beim zweiten und dritten Mal.


Meine Meinung

Second Glance ist der Originaltitel, welcher sicher nicht soo treffend wie jetzt der deutsche Titel ist. Der sagt für mich doch sehr viel mehr aus. Das Cover gefällt mir sehr gut, lässt es die Emotionen und die Atmosphäre durchscheinen. Der Blick der jungen Frau ist traurig aber gleichzeitig auch sehnsüchtig wie ich finde und das passt sehr gut. Ihr werdet es sehen wenn ihr das Buch lest.

Ungewohnt schlecht bin ich in die Geschichte gestartet, nicht weil der Schreibstil schwierig war, der ist wie gewohnt flüssig und ohne grosses Geschnörkel, klar und direkt, sondern im ersten Teil beschreibt Jodi Picoult diverse Personen, die man aber irgendwie nicht zusammen bringen kann. Das wird aber bald besser und man kann das Buch flüssig zu lesen.

Die Autorin hat dieses mal ein historisches, sehr heikles Theme, mit etwas paranolmalem und Mysterie gemischt und ich finde, es ist ihr sehr gut gelungen. Das heikle Thema lautet; Eugenik. Dies wurde in Vermont in den 20er und 30er Jahren des letzten jahrhunderts in Kanada nicht nur diskutiert, sondern auch praktiziert. Verpakt ist diese Geschichte in eine Geistergeschichte, eine Liebesgeschichte im Heute und der Vergangenheit. Jodi Picoult schafft es die verschiedenen Personen und deren Geschichte zusammen zu führen und am Schluss alles aufzulösen. Man denkt zwar immer mal wieder das mans jetzt raus gefunden hat, aber das stimmt nicht ganz und so bleibt die Geschichte immer sehr spannend.

Interessante Personen findet man hier auch einige, da wäre Ross Wakeman, er ist ein liebenswerter aber doch tiefst trauriger, labieler und gebrochener Mann. Er sieht kein Sinn mehr im Leben, ändert seine Einstellung aber dann weil ein Selbstmordversuch nicht klappe und such nach Geister, eigentlich nach einem bestimmten Geist, nämlich der seiner Liebsten. 

Shalby, Ross' Schwester und ist alleinerziehende Mutter eines 9 jährligen Jungen, Ethan. Nicht nur das sie sich um ihren Bruder kümmert und immer für ihn da ist, muss sie sich auch ganz besonders ihrem Sohn widmen denn er hat ein Gendefekt und zwar nennt sich dieser XP. Wie man sieht, eine starke Frau die für alle da ist, die aber niemand hat der für sie da ist...

Eli, der Ditectiv der auf Anfrage von Ross den Mordfall aus dem Jahre 1932 noch mal neu aufrollt, auch er ist ein Einzelgänger nach dem seine Frau ihn verlassen hat. Denkt das er nie mals mehr wirklich lieben kann bis er Shelby begegnet.

Es gibt auch noch mehr Leute die wichtig sind in der Geschichte, Personen aus der Vergangeheit wie Gray Wolf, Cissy und Spencer Pike, Ruby und  H.E. Perkins. 

Und vielleicht versteht ihr jetzt warum ich schwer in die Geschichte rein kam, denn die vielen Personen werden eben erst nach und nach zusammen geführt.

Meine Lieblingstelle:

Ross hatte so viele Jahre nach irgendetwas gesucht, und nie zuvor war ihm klar gewesen, dass das Finden vielleicht nicht so wichtig war wie die Suche. Ein Leben wurde nicht durch den Augenblick des Todes bestimmt, sondern durch all die anderen Augenblicke, die man gelebt hatte.


Fazit

 Wieder ein Buch mit einem interessanten Thema welches die Autorin gut recherchiert hat. Ein Buch das nicht nur zum Zeitvertreib gelesen werden sollte sondern zum nachdenken anregt.




Ich möchte auch noch dem Piper-Verlag danken für die Bereitstellung dieses Buches.


Adrian Mole und die Achse des Bösen
Nicht nur das Leben des Adrian war langweilig...

09 Oktober 2011

Geschichte

Adrian Mole ist knapp 35, vor kurzem geschieden worden und wohnt wieder bei den Eltern bis er eine eigene Wohnung findet. Seine Ex ist mit dem jüngeren Sohn wieder zurück nach Afrika und der ältere ist grade dran seinen Militärdienst abzuarbeiten. Adrian arbeitet in einem Antiquariat und ist nicht grade der Grossverdiener, doch der Job ist mehr als nur ok, denn, Stress kennt er nicht. Bis zu dem Tages als er eine Wohnung kauft die eigentlich über seinem Budget liegt, aber nicht nur für diese stürzt er sich in finanzielle Nöte sondern schnell ist auch die Kreditkarte im Minus, dazu kommt dann noch eine neue Freundin die er dann doch schnell wieder loswerden will, was aber nicht so einfach gelingt wie er erhofft hat, und so beginnt der Kampf um das tägliche Überleben...



Meine Meinung

Als erstes muss ich sagen das ich das Buch abgebrochen habe, daher auch nur ein Herz. Also wird diese Rezi mehr erklären warum ich abgebrochen habe als das ich euch erzählen kann was am Buch gut war und was nicht.

Der Titel ist an die Zeit angelehnt, und zwar im doppeltem Sinne. Erstens weil er wohl sein Leben so sieht, immer im Kampf gegen das Chaos des eigenen Lebens, plus der Zeitgeist, denn die Geschichte spielt ein Jahr nach 9/11. Der Originaltitel ist auch nicht aussagekräftiger als der deutsche, da heisst er nämlich "Adrian Mole und die Waffen der Zerstörung". Das Cover find ich fad, wobei es schon etwas mit dem Buch zu tun hat. 

Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben und in Tagebuchform. Die Sprache ist locker, flüssig.

Sorry... ich habs versucht, aber die Geschichte ist langweilig. Sie konnte mich einfach nicht überzeugen denn sie war trotz der Tagebuchform zu oberflächlich. Und irgendwie gabs keine Spannung, nichts, was einen Neugierig gemacht hätte und bewogen hätte weiter zu lesen um raus zu finden wies ausgeht und dass ist schlecht.

Adrian Mole, ist ein spezieller Mensch, pedantisch, rechthaberisch und Kritikfreudig. Er ist oberflächlich und langweilig.

Und Marigold? Ja, sie die Freundin, auch sie sehr speziell, sie ist ebenfalls Anfang 30 und lebt noch immer unterm Dach ihrer Eltern, ist noch Jungfrau und irgendwie durchgeknallt.

Ich denke man hätte sehr viel mehr aus der Geschichte machen können, ich kann euch auch gar nicht sagen ob es am langweiligen Plot lag oder am schreibstiel oder an beidem, aber das war einfach nur langweilig und fad.