Top 5 of the year - 2011

31 Dezember 2011

Dieses Jahr fiel mir die Wahl etwas leichter, denn es gab nicht ganz so viele Bücher die ich ausserordendlich gut fand. 

Was mir auch aufgefallen ist, es gab viel mehr Bücher die mir nicht gefallen hatten, ich glaube so viele Flops wie dieses Jahr hab ich noch nie in den Fingern gehabt. Die letzten Jahre war's da etwas ausgeglichener, find ich.

Ich bin auf alle Fälle gespannt was mir 2012 bringen wird, ob ich wieder etwas mehr Glück habe mit Büchern. 

Aber nun zu meinen 5 Top's der Besten dieses Jahrs! 








 So, das sind sie, meine absoluten Schätze dieses Jahr :)

Liebe Grüsse und einen guten Start ins neue Jahr euch allen!!

Alexandra


Tales of Partholon #2
Das Abenteuer um Shannon und ClanFinten geht weiter!

30 Dezember 2011


Geschichte

Nach dem Shannon, ClanFinten und ihr Gefolge die bösen Dämonen vernichtet haben geht es ans "Aufräumen". ClanFinten reisst mit seinen Kirgern auf die ferne Festung um da neues Leben anzusiedeln und die neuen Bewohner einzuweisen, so das sowas nie mehr passieren kann. Während den Wochen, in dem ihr Geliebter weg ist, gerät Shannon, die sich an ihre neue Rolle und das neue Leben als Geliebte der Epon gewöhnt hatte in eine Depression. Dunkle Gedanken verfolgen sie, Ängste die sie so nicht kannte und ihr ist ständig übel. Ist sie krank vor Sehnsucht? Das könnte natürlich gut sein denn ihr Herz, nein ihr ganzer Körper, schreit nach ihrem Zentaurus.

Sie freut sich zwar als ihr Ehemann zurück kommt doch die dunklen Schatten, die Angstgefühle, gehen nicht weg. Und da scheint ein Ausritt mit ihrem Geliebten und Epie genau das richtige zu sein. Aber alles gerät aus den Fugen! Die Geliebte der Epona wird aus Panthalon gerissen und in ihrer alten Welt wieder ausgespuckt... Als sie aufwacht hört sie die vertraute Stimme ihres Geliebten, aber als sie die Augenaufmacht sieht sie zwar in das Gesicht von ClanFinten aber irgend etwas stimmt da nicht...

Wird Shannon es schaffen zurück zu ihrem Volk, zu ihrem Mann und nach Hause zu finden? Kann sie das Chaos das Rhiannon angestellt hat bereinigen?

Erster Satz:

Wie Tinte, die über ein schwarzes Blatt Papier läuft, waberte die Dunkelheit am Rande meines Blickfeldes, und ein Schauer der Vorahnung rieselte mir über den Rücken.



Meine Meinung

Der Originaltitel lautet "Divine by Choice". Passt besser find ich als Verbannt denn dieser lässt etwas anderes vermuten als das es eigentlich ist. Aber es scheint mir als stünden die Einworttitel hoch im Kurs. Aber das Cover gefällt mir genau so gut wie das erste, Blau, Schnörkel, Blumen... ganz weiblich halt. Passt auch irgendwie zur Protagonistin.

Der Schreibstil ist gewohnt witzig, wie schon im ersten Teil. Ich mag Shannon immer mehr und kann sie förmlich vor mir sehen. Ich mag den Art Humor genau so wie der flüssige Schreibstiel. Auch der Sarkasmus und der Wortwitz hält sie bei und es hat sogar noch etwas mehr Erotik und manchmal gar noch mehr Zweideutiges drin! Also ein Buch für Erwachsene ;) Der Spannungsogen kann sie locker beibehalten und man ist viel zu schnell am Ende mit dem Buch. Und wenn man dann doch am Ende angelangt ist, will man einfach gleich weiter lesen...

Zur Geschichte sag ich nur... weiter so. Ich wurde auch dieses mal nicht enttäuscht und die Geschichte geht nahtlos da weiter wo sie im ersten Teil aufgehört hat. Auch dieses Mal kann sich Shannon, die neue Geliebte der Göttin Epona, nicht ausruhen, auch wenn sie es sich noch so verdient hätte. Schliesslich war der Kampf gegen die Formorianer im ersten Teil mehr als anstrengend und Kräftezehrend genug. Doch der Anführer dieser Dämonen scheint nicht ganz so tot zu sein wie er es eigentlich sein sollte und so muss Shannon wieder ein mal alles Geben um nicht nur sich, sondern auch die Welt zu retten, nur dieses mal nicht nur Parthalon sonder auch ihre alte Heimat. An das Gemisch von keltischen wie auch griechischen Mythen hab ich mich inzwischen gewöhnt und stolpere auch gar nicht mehr drüber, es ist schlussendlich auch egal denn die Geschichte ist einfach toll und ich freu mich auf den 3. / 4. und auch fünften Teil.

Die Protagonisten sind auch dieses mal wieder Shannon, inzwischen geht sie in ihrer Rolle als, Geliebte der Epona, Inkarnation der Göttin, voll auf. Das ganze Volk vertraut ihr, auch wenn es nur wenige sind die ihre wahre Herkunft kennen. Und obwohl sie eine harte Zeit hinter sich hat, hat sie sich ihren Humor und den Sarkasmus bewahrt, zum Glück ;)

Clint Freeman, tja, er ist das Spiegelbild von ClanFinten. Auf ihn trifft Shannon und muss sich mit ihm arrangieren. Ein selbstbewusster Mann der mit dem Wald kommunizieren kann. Sieht ClanFinten täuschend ähnlich und auch vom Charakter schwer von ihm zu unterscheiden.

Rhiannon, sie ist es die alles ins Chaos stürtzt mit ihrer machtbesessenen Art. Sie dreht förmlich durch und tut alles um diese auch zu erlangen. Eine ziemlich gestörte und doch bemitleidenswerte Person.

NUADA der Dämon, der eigentlich tot sein sollte, auch er würde alles tun um Shannon zu vernichten.

Meine Lieblingstelle:

Ich war froh, als ich die Botschaft erhielt (überbracht von einem zentaurischen Läufer- also ein bisschen wie der Pony-Express, nur mit eingebautem Reiter), dass sie sich meinem Mann und seinen Kriegern angeschlossen hatten und herkommen würden. 


Fazit

  Super Fortsetzung! Zum lachen, zum weinen und manchmal auch kribbelnd, einfach eine gelungene Mischung um sich in eine andere Welt verführen zu lassen. 


Ich bedanke mich beim Mira-Taschenbuchverlag für dieses tolle Rezi-Exemplar.


Zu viele Flüche
Ein böser Magier, seine Sklaven und das verzauberte Schloss

29 Dezember 2011


Geschichte

Margle ist ein böser Magier, er wohnt in seinem grossen, dunklen und verzauberten Schloss. Nichts darin ist was es zu sein scheint. Und wenn doch, ist es dennoch anders als das normale Gegenstück dazu. Wie gesagt, Margle ist fies, gehässig und einfach nur gemein, er verzaubert Dinge, Wesen, egal wass, Hauptsache er kann es mit einem Fluch belegen und weil er denkt so viel Macht zu besitzen das ihm nicht zu stossen kann, tut er es auch ohne schlechtes Gewissen. Tja... doch da hat er die Rechnung wohl ohne einige, von ihm verfluchten, Wesen gemacht. Und so kommt es, dass sich der harte Kern einer Truppe sich gegen den Magier, ihren Herr und Meister, verschwören und ihn um die Ecke bringen, auch wenn da mehr Glück als können im Spiel war. Und endlich sind alle wieder diejenigen die sie eigentlich waren... Oder doch nicht? Nein, denn auch Margel hat vorgesorgt für den Fall seines ablebens, und so bekommt der harte Kern einiges zu tun, um nicht nur ihre Haut sondern auch die des Schlosses zu retten.

Erster Satz:

Margle der Schreckliche hatte die Angewohnheit, Dinge zu sammeln.



Meine Meinung

Der Titel; Zu viele Flüche, trifft es genau. Mir wäre auch kein besserer Titel eingefallen ;) Und das Cover, ich mag es einfach, es ist witzig genau wie der Roman auch. Man kann Nessy den Kobold sehen, den Gereth der Wasserspeier, Mister Bones und der Blaue Paladin.

Martinez schreibt flüssig, witzig und mit viel Phantasie. Das Buch zieht einen gleich in eine andere, völlig verzauberte Welt. Er hat sich für die Namen der einzelnen Wesen echt viel einfallen lassen, und wer Terry Pratchett kennt oder auch Adams gelesen hat und mag, dem könnte dieser Roman auch gefallen.

In der Geschichte geht es wie gesagt um einen bösen Zauberer der einfach allen nur Leid zufügt in dem er sie verflucht und verzaubert. Er nimmt ihnen ihre wahre Gestalt, sperrt sie ein oder aus, zwingt sie dazu Dinge zu tun die sie nicht wollen und vieles mehr. Da sollte er sich eigentlich nicht wundern dass irgendwann jemand die Schnauze voll hat und zur Tat schreitet. Es heisst nicht um sonst, "Was du säst, das erntest du". Und hier trifft es zu. Doch es wär ja zu einfach wenn alles glatt laufen würde, auch wenn sich die besten Freunde zusammen schliessen gibt es dennoch für ihr handeln Konsequenzen. Und die sind nicht grade einfach zu bewältigen. Doch kann man vieles mit Mut, Verstand und guten Freunden bewältigen. Und das lernt die unterwürfige, herzensgute Nessy auch. Denn an ihr liegt es jetzt, das Schloss und alle die darin wohnen, zu retten. Auch Thedeuz oder auch Das Monster Unter Dem Bett, alle lernen das es manchmal nicht auf die Grösse oder Gestalt an kommt, jeder kann seinen Teil beitragen. Auch wenn man manchmal Dinge tun muss die man lieber nicht machen würde. Aber gemeinsam sind sie stark!

De Autor hat sich mit den Charakteren echt mühe gegeben. Nessy zum Beispiel, der verzauberte Gnom ist eine liebe und loyale Begleiterin. Sie stellt ihr Licht viel zu oft unter den Scheffel, denn eigentlich ist sie wohl das wichtigste Wesen im Schloss, ohne sie geht gar nichts und würde im Chaos versinken. 

Oder Thedeuz, der kleine Flughund, der verzauberte Held, ein wunderschöner Mann, tja, war er einmal. Jetzt hängt er bei Nessy rum und steht ihr immer zur Seite. Er muss lernen das es nicht immer auf die Grösse an kommt. Oder Gnick, der verflucht wurde um immer während die Silberkammer in Ordnung zu halten, was heisst, dass er Tag ein Tag aus immer zu Silber polieren muss. Da wäre auch noch Mister Bones, der Serienkiller und und und...

Alle wurden mit einen ganz speziellen Charakter ausgestattet, liebevoll, witzig, grummelig oder ganz einfach böse. Es gibt viel zu sehen und erleben und alle, fast alle, wachsen einem ganz schnell ans Herz.

Meine Lieblingstelle:

Ich glaube jedem, bis er mir einen Grund gibt, es nicht zu tun. Mir ist lieber, wenn ich feststelle, dass jemand mein Vertrauen nicht verdient hat, als immer schon davon auszugehen, dass überhaupt keiner es verdient. 
Das ist nicht sehr weise.

Nein, ist es nicht, aber es ist besser, von jedem das Beste anzunehmen und sich zu irren, als vom schlimmsten auszugehen und damit recht zu haben.
Gnick zupfte an seinem wenig elastischen Bart.
Diese Art von idealismus bringt dich noch um.
Sie zuckte die Achseln. Vermutlich. 



Ich bedanke mich herzlich beim Piper-Verlag für dieses Rezensionsexemplar


Schmetterlingsgeschichten #1
Genug geschlafen!

18 Dezember 2011

Geschichte

Wir schreiben das Jahr 2007 auf unserer Erde und wir Menschen befinden uns wieder mal an einem Scheidepunkt, aber nicht nur wir hier haben ein Problem, sondern im ganzen Universum sind die verschiedenen Nationen und Rassen in Aufruhr. Denn das Gleichgewicht von Gut und Böse ist aus den Fugen geraten. Und so müssen die alten, magischen Ritter wieder aufwachen und alles wieder ins Lot zu bringen. 

Zum Glück wurde Samis gefunden, der Letzte und Erste, er ist der Anführer der Ritter der blauen Rose. Er und seine Gefährten sind vor 600 Jahren in einen tiefen Schlaf gefallen ist. Doch endlich wurden sie wieder Geboren, in neue Körper inkarniert und ihr Licht leuchtet wieder. Doch wissen die Ritter nichts von ihrer Verantwortung, denn sie sind Erwachsene oder Kinder die an all die vergangenen Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden keinerlei Erinnerung haben. Und so macht sich eine Gruppe, aus einer fremden Welt, sich auf den Weg diese Ritter zu suchen und sie daran zu erinnern was und wer sie sind, welche Aufgabe sie zu bewältigen haben und welche Fähigkeiten in ihnen schlummern. 

Nur leider sind nicht nur die Freunde dieser Ritter auf der Suche nach ihnen, sondern es gibt Gemeinschafften die alles dafür tun um nicht nur das finden der Ritter zu behindern, sie wollen diese Menschen, ob Erwachsene oder Kinder, vernichten und dass bevor sie wissen was und wer sie sind und vor allem, bevor sie ihre Kräfte wieder aktiviert haben.

Welche Seite wird den Wettlauf gewinnen? 

Erster Satz:

Weit vor der Evolution der Menschen, weit vor unserer Gegenwart, schuf und kreierte das Universum bereits Lebensformen auf unzähligen Planeten, die in ihrer Mannigfaltigkeit unübertroffen waren - und es noch immer sind.



Meine Meinung

Schmetterlingsgeschichten, tja, wer das Büchlein liest wird schnell rausfinden warum dies der Übertitel dieser Reihe ist. Ich will nicht zu viel verraten aber ich find die Idee witzig und süss ;) Und so macht auch das Cover, das schlicht gehalten ist, einen Sinn. Und "Genug geschlafen" nimmt Bezug auf die Geschichte der Ritter der blauen Rose in diesem ersten Teil.

Hm, was soll ich zum Schreibstil sagen? Einerseits ist er flüssig und locker geschrieben. Es gibt viel Humor, Situationskomik und es macht spass weiter zu lesen, dennoch hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte rein zu kommen. Ich nehme mal an das lag an den wirklich kurzen Absätzen. Ich bin immer wieder ins Stocken geraten, und war ab und an auch recht verwirrt, die Wechseln von der einen zur anderen Situation ging mir einfach oft viel zu schnell. Was noch dazu kam war, ich hab mit Sci-fi, einfach meine Probleme. Ich glaube das ist einfach kein Genre für mich.

In dieser Geschichte spielt Sebastian, 13, eine grosse Rolle. Er ist ein normaler Junge, denkt er auf alle Fälle, doch wass er nicht weiss, er ist Samis, der oberste Ritter des Rosenordens. Und zwar nicht einfach einer, sondern der ERSTE! Und deshalb war es nicht verwunderlich das eines Tages was passierte, was ihn völlig verblüffte, doch er zog erst mal die falschen Schlussfolgerungen, auch das ständig Schmetterlinge um ihn herum erschienen wenn er das wollte fand er zwar witzig und etwas besonders aber auch dies machte ihn noch nicht nervös. Was er zu diesem Zeitpunkt nicht weiss, nicht mal vermutet ist, das ein Tross Wagemutiger auf dem Weg sind ihn zu suchen. Wesen eines fernen Planeten die wissen wie wichtig er ist. Und so wird er schon bald erfahren was eigentlich los ist und zieht mit seinen Gefährten in den Kampf...

Wichtige Personen gibts in der Geschichte eigentlich sehr viele, Sebastian, der oberste Ritter, Sarah O'Boile, die Kriegerin und eine Ritterin der blauen Rose wie die Dornträgerin von Asmor. Jens Taime, ebenso ein Ritter, Beschützer von Ostar und Bester Freund von Sebastian. Und da wär noch Garth vom Planeten Brenda, ein Adepth und Herr der Schmetterlinge und nur er hat 2 Schmetterlinge als Helfer an seiner Seite. Und natürlich die unmengen an Schmetterlinge, die allesamt sprechen können, witzig sind und frech, und bereit sind alles zu tun um  

Meine Lieblingsstelle:

Ein jubelndes Gekreische war die Antwort. Da kam ein älterer Schmetterling zu Garht geflogen. Die anderen wurden ruhig und schauten angespannt zu ihnen hin.
"Dürfen wir auch zu zweit fliegen?", fragte er Garth.
"Natürlich!", war seine Antwort. Jubel erfüllte die Luft. Da kam ein jüngerer Schmetterling zu ihm hin. Wieder kertre Ruhe ein.
"Dürfen wir auch mit unserer Freundin fliegen?", frage er Garth und schaute zu einem Schmetterlingsmädchen hin, das in diesem Moment knallrot wurde und angespannt auf die Antwort wartete.  Ihr Vater, der neben ihr flog, war alles andere als begeistert.
"Na klar. Viel Spass" sagte Garth und die Schmetterlinge fliegen vor Freude an, zu singen. Da kam ein sehr alter Schmetterling zu ihm geflogen. Es wurde mucksmäuschenstill. Rr räusperte sich, bevor er seine Frage stellte, und die anderen Schmetterlinge wurden nervös. Er flog noch etwas näher an Garth ran, bis er fast auf seiner Nase sass und frage:
"Müssen wir mit unserer Frau fliegen?"
Gröhlendes Gelächter brach unter den Schmetterlingen aus. Sie jubelten und dangen ein herrliches Schmetterlingslied, während Frau Schmetterling mit einem winzigen Blatt, das einem Besen glich, auf den alten Schmetterling einhib.


Fazit

Eine etwas andere Geschichte um Gut und Böse, für alle die eine Mischung aus Fantasy und Sic-fi mögen.


Ich möchte mich herzlich beim Autor Alexander Ruth für dieses Rezi-Exemplar bedanken.


Die dnklen Mächte #3
Höllenglanz

15 Dezember 2011

Geschichte

Chloe (die Nekromantin), Tori (die Hexe), Simon (der Magier) und Derek (der Werwolf) sind noch immer auf der Flucht, doch jetzt haben sie Hilfe von Andrew, einem Freund von Simons und Dereks Vater. Er nimmt sie mit in eine verlassene Waldhütte und verspricht ihnen zu helfen. Dank der Widerstandsgruppe von Andrew wollen sie nicht nur den Vater der beiden Jungs finden sondern auch Rea und die Tante von Chloe aus den Fängen der Edison-Group verfreien. Doch irgendwie scheint da was faul zu sein. Plötzlich müssen die Kids folgende Frage stellen; Wer ist gut, wer ist böse? Aber so einfach scheint es nicht zu sein, denn die beiden Dinge verschwimmen und als die Kids rausfinden was es ist, scheint alles schon zu spät zu sein, die Flucht müssen sie immer wieder verschieben bis....

Werden sie den Vater finden? Können sie die Tante von Chloe retten? All die Hoffnungen die die 4 hatten platz als sie rausfinden das Andrew und seine Wiederstandgruppe nicht die sind die sie scheinen zu sein.

Erster Satz:

Nach vier Nächten als Flüchtling war ich endlich wieder in Sicherheit, lag im Bett und genoss den tiefen, traumlosen Schlaf der Toten... bis die Toten beschlossen, dass ich ihnen wach lieber war.



Meine Meinung

Dieses mal muss ich sagen, passt mir der Deutsche Titel wesentlich besser als der Originaltitel, Die Berechnung, gefällt. Passt er doch sehr viel besser zur Geschichte als ich mit dem Originaltitel verbinden kann. Auch dieses Cover ist passend zu den anderen 2 gestaltet aber dieses mal in Rot gehalten, passend zur Hölle.

Es scheint als hätte die Autorin die 3 Bücher wirklich in einem Fluss durchgezogen denn der Schreibstil hat sich absolut nicht geändert und ist genau so locker, leicht und verständlich wie üblich. Und die Spannung wurde auch hier wieder von Anfang bis zum Schluss gehalten, sogar noch wesentlich angezogen!

Im dritten und letzten Teil sind die vertrauten Themen wie Vertrauen, Loyalität und Verraten werden wieder gross geschrieben. Aber was dazu kommt ist, sind die Themen Selbstakzeptanz und Selbstsicherheit, was ich sehr interessant fand. Die Flucht und all die Erfahrungen hab die Jugendlichen stark werden lassen. Sie wissen jetzt was sie können oder erahnen es zumindest und gewinnen durch das auch mehr Selbstvertrauen. Die Gruppe hat sich zusammengerauft und vertrauen sich. Gut, Tori muss sich da noch etwas anstrengen aber sonst können sie sich aufeinander verlassen, was auch sehr wichtig ist, denn die Flucht, der Kampf, ist noch nicht vorbei, auch wenn sie sich ertst in Sicherheit gewiegt haben.

Die Protagonisten bleiben auch im letzten Teil gleich. Chloe, Derek, Simon und Tori. Auch in diesem Teil kommen die Charaktere voll zum tragen. Sie entwickeln sich weiter, lernen dazu und erfahren zu wass sie eigentlich alles im Stande sind. In Höllenglanz scheint der Traum von Chloe doch in Erfüllung zu gehen, sie hat ihr erstes Date mit Simon, doch es lief nicht so wie es sich die beiden vorgestellt haben. Ist nun die Gruppe in Gefahr auseinander zu brechen? Sind sie doch alle aufeinander angewiesen. Tori gewöhnt sich langsam ein, die Gruppe gibt ihr Rückhalt auch wenn sie das nicht so gerne zugeben will und meist immer noch die Zicke vom Dienst spielt. Doch Chloe erkennt das sie sich einfach nur alleine fühlt und aus lauter Angst abgewiesen zu werden, ist sie eben so wie sie ist. Chloe ist auch jetzt immer noch die nette und die, die es immer noch jedem und allen
recht machen will, doch langsam merkt sie das sie auch mal was wagen muss, auch auf die Gefahr hin jemanden damit zu stressen oder vielleicht sogar zu verletzen. Und Derek, wird zwar nicht zum Softi aber er lernt auch mal sich zu entschuldigen, sich jemanden ausser seinem Bruder anzuvertrauen und auch mal die Meinung anderer gelten zu lassen. Und zu guter letzt Simon, hat er alle immer versucht zu behüten versucht er jetzt jedem das Vertrauen entgegen zu bringen damit sie zusammen handeln können



Fazit

  Höllenglanz bildet den rasanten Abschluss dieser Trilogie. Action bis zur letzten Seite!

Ich bedanke mich noch beim Pan-Verlag für die Bereitstellung dieses Buches!




Das Interview Josephine Angelini

14 Dezember 2011

© Josephine Angelini
Ich bedanke mich beim  Dressler -Verlag für die Bereitstellung des Interview von Josephine Angelini. Ich dachte das passt doch gut nachdem ich grade vor kurzem die Rezi zu Göttlich verdammt geschrieben habe.

Ich wünsche viel Spass beim lesen!


„Göttlich“ verliebt – auch im richtigen Leben 
Wenn man sich ihr modernes, sonnendurchflutetes Appartement in Los Angeles anschaut, käme man nie auf die Idee, dass die Schriftstellerin Josephine Angelini früher einmal hinter einer Bar stand, 60'000 Dollar Schulden hatte und zudem keinerlei Erfahrung als professionelle Autorin besaß. Ein Blick auf ihr Bücherregal beweist jedoch ihre Liebe zu Worten. Sie teilt ihr Leben mit drei Katzen und einem liebenden Ehemann. Die große blonde Schönheit mit den grünen Augen erweckt den Eindruck, als hätte sie in ihrem Leben niemals harte Zeiten durchmachen müssen. Aber ihr gemütliches Leben begann erst 2010, nachdem sie auf Anraten ihres Mannes ihren stressigen Job an der „Bar des Nacional“ (einem mittlerweile geschlossenen Club am Hollywood Boulevard) gekündigt hatte, um dann als arbeitslose Schriftstellerin noch mehr unter Stress zu geraten und schließlich in nur acht Monaten „Göttlich verdammt“ zu schreiben und dafür einen überaus lukrativen Vertrag an Land zu ziehen. „Göttlich verdammt“ ist der erste Teil einer Trilogie für junge Leser und handelt von einer Highschool-Romanze auf Nantucket vor dem Hintergrund von Homers „Ilias“. 

Albert Leon war überzeugt, dass sie eine Zeit lang von den Drehbüchern leben konnten, die er schrieb, und weil er merkte, wie sehr der Job seine Frau aufrieb, schlug er vor, vorübergehend die Rechnungen zu bezahlen. 2008 fürchtete Angelini, dass die Wirtschaftskrise zur Schließung des Clubs führen würde, und verdiente auch weniger als zuvor. Tagsüber schrieb auch sie Drehbücher, musste aber zugeben, dass diese nicht sehr gut waren, weil ihr Gehirn nach der Nachtarbeit im Club wie eingefroren war. „Beim Schreiben geht es unter anderem darum, an die Story zu denken und wie man sie aufschreiben will“, sagt Leon. „Aber wenn man zu viel Anderes im Kopf hat, ist es schwer, diese kreative Seite in sich anzuzapfen. Und ich sah, dass das bei ihr der Fall war.“ 

Wegen des Autorenstreiks und der Wirtschaftskrise wurde das Drehbuch, das sie durchs Jahr bringen sollte, gerade angenommen, als der Markt zusammenbrach und die Gesellschaft, die es angekauft hatte, ihre Geldgeber verlor. Angelini und Leon quälten sich durch dieses Jahr, beide arbeitslos, und lebten von ihren Kreditkarten und der Überzeugung, dass sich alles wieder zum Guten wenden würde. „Wir wissen beide, was es bedeutet, eine Zeit lang nicht kreativ zu sein und wie sehr so etwas das Leben verdüstert“, sagt Angelini. Obwohl das Paar alles versuchte, blieb ihm nichts anderes übrig, als von Krediten zu leben, während sie schrieb. Angelini wollte sich arbeitslos melden, doch das war nicht möglich, weil sie nicht entlassen worden war, sondern selbst gekündigt hatte. Leon bemühte sich um einen neuen Auftrag für ein Drehbuch, fand aber nichts, weil der Autorenstreik gerade erst endete und niemand Aufträge vergab. Eine Woche bevor Angelini ihren Vertrag bekam, fuhren die beiden von einem Restaurant und einer Bar zur anderen, wo sie ihre Bewerbungen abgab. Aber dennoch waren Angelini und Leon immer fest davon überzeugt, dass entweder ihr Buch oder sein Drehbuch sie retten würden. „Wir dachten ‚jetzt oder nie‘“, sagt sie. „Es war eine von diesen Situationen, in denen man erst in einem tiefen Loch stecken muss, um das zu schaffen, was man schaffen will. Es ist ein großes Risiko, bei dem man alles auf eine Karte setzt, aber wir haben uns aufeinander verlassen.“ 

Die beiden Autoren können ihren Weg zum erfolgreichen Schriftsteller jedoch nicht weiterempfehlen. Drei Jahre lang gingen sie nur aus, um im Fitnessstudio zu trainieren. Sie besaßen keine Kleidung außer Jogginghosen und ärmellosen T-Shirts. Sie konnten sich keinen Besuch bei ihren Familien an der Ostküste leisten. Auch Kinobesuche waren nicht drin. Zu Weih- nachten gab es keinen Baum und keine Geschenke. Sie blieben zu Hause, arbeiteten und schrieben. 

Leon berichtete von ein paar Freunden, die nach L.A. gezogen waren, um den Durchbruch in der Filmindustrie zu schaffen, dabei aber immer einen Plan B in der Hinterhand hatten. Dieses Sicherheitsnetz hatte das Paar nicht. „Wir wussten, wenn sich ein Ausweg anbietet, nimmt man ihn auch“, erzählt er. „Und dann bedauert man es für den Rest seines Lebens.“ 

Rückblickend sieht es aus, als hätten sie die ganze Zeit gewusst, was sie taten, obwohl Angelini zugab, dass sie große Angst hatten. „Man wacht mitten in der Nacht auf und denkt etwas wie ‚Wir haben die Miete noch nicht zusammen‘. Aber wenn es einen Ausweg gibt, nimmt man ihn auch, wenn es einem schlecht geht. Das wollten wir beide nicht.“ 

Angelini ist als jüngstes Kind unter sechs Schwestern und einem Bruder auf einer Farm in Massachusetts aufgewachsen. Sie machte ihren Abschluss an der Tisch School of the Arts, der Universität von New York in klassischem Theater, mit Schwerpunkt auf der griechischen Mythologie und den Werken Shakespeares. Während ihrer ganzen Collegezeit verdiente sie ihren Unterhalt durch die Arbeit an der Bar. Das Paar scherzte stets, dass sie immer noch auf der Farm ihrer Eltern arbeiten konnten, falls es mit dem Schreiben nicht klappte. „Anfangs haben wir darüber nur Witze gemacht, aber am Ende haben wir ernsthaft überlegt, Farmer zu werden“, sagt Leon. „Wir haben jeden Cent umgedreht, den wir hatten und auch die, die wir nicht hatten.“ 

Als Angelini Leon in L.A. kennenlernte, schlug sie ihm vor, seinen Job als Assistent an Filmsets zu kündigen und sich auf das Schreiben von Drehbüchern zu konzentrieren, während sie in ihrem Job an der Bar Geld verdiente. In einer Sake Bar und dann noch sechs Jahre im „Nacional“ waren dies immerhin ein paar hundert Dollar pro Nacht. 

„Ich kann mir ihr Gesicht für den Rest meines Lebens ansehen“, schwärmte Leon, als er seiner Frau zum ersten Mal begegnete. Die beiden sind zwar erst seit September 2009 verheiratet, aber schon seit 10 Jahren ein Paar. Zwei Monate vor der Fertigstellung des Buches fragte Leon Angelini, warum sie eigentlich noch nicht verheiratet wären. Sie bestellte ihren Bruder als Trauzeugen ins Standesamt von Beverly Hills und sie hatten „eine Blitzheirat“, wie Angelini sagt. Ihr einziges Hochzeitsfoto, das ihr Bruder mit seinem iPhone gemacht hat, steht eingerahmt in ihrem Regal. Danach aßen diese erfrischend normalen Leute ein Stück Kuchen und machten dann ihre Einkäufe.

„Was mir an dem Buch so gut gefällt, sind die Parallelen zu unserer eigenen Liebesbeziehung“, meint Leon. „Göttlich verdammt“ handelt von Helen Hamilton, einer modernen Helena von Troja, die anfangs die ganz normalen Probleme einer Highschool bewältigen muss. Sie trifft ihren Seelenverwandten sowie Furien, Halbgötter und griechische Götter, die für das übliche Durcheinander sorgen. Hauptperson ist Helen, die sich zu einer starken und sympathischen Persönlichkeit entwickelt. „Bevor ich anfing, über „Göttlich verdammt“ nachzudenken, habe ich mich hingesetzt und alle Romane von Jane Austen noch einmal gelesen“, sagt Angelini. „Helen ist im Grunde eine Mischung aus den Heldinnen von Jane Austen, ein wenig Elizabeth Bennet und ein wenig Emma.“ Helens Nachname Hamilton stammt von Edith Hamilton, der überaus produktiven Autorin von Werken über die griechische Mythologie. „Ich musste sie nach der Göttin benennen“, sagt sie. Leser, die mit der „IIlias“ vertraut sind, wissen, dass Helena und Paris für den Ausbruch des Trojanischen Krieges verantwortlich waren. Helena war mit König Menelaos von Sparta verheiratet, brannte aber mit Paris nach Troja durch. Da die beiden in diesem Epos kaum menschliche Züge haben, wirken sie nicht sonderlich sympathisch. Angelini ist es gelungen, aus der Beziehung zwischen Helena und Paris eine einfühlsame Liebesgeschichte zu machen, die auf den Erfahrungen mit ihrem Ehemann basiert. „Es gibt bei uns kein ‚Das ist mein Problem, das ist dein Problem.‘ Es ist stets unser Problem“, sagt sie. „Egal, wie schwierig es wird, wir schaffen es zusammen und das war schon immer so.“ 

Sie sind auch ehrlich zueinander. Vor der Geburt von „Göttlich verdammt“ erzählte Josephine Angelini Leon eine Stunde lang von einer erdachten Welt, der jedoch der Fokus fehlte. Er riet ihr, die Idee zu vergessen, weil es keine Story wäre, sondern nur „ein Haufen Zeug“. Er benutzte das auf dem Sender FX laufende „Sons of Anarchy“, eine moderne Nacherzählung von „Hamlet“ und eine Serie, die sie beide liebten, als Beispiel für ein einfaches Grundgerüst einer Story, die aber trotzdem faszinierte, gerade weil der Stoff so bekannt war. Sie weinte 20 Minuten lang, schaute ins Regal und sah „Romeo und Julia“ auf der „Ilias“ ihrer Mutter liegen und kam, noch mit rotem Gesicht, auf die Idee von „Göttlich verdammt“. Leon gefiel die Story auf Anhieb und Angelini setzte sich hin und schrieb das Buch in acht Monaten. Die Geschichte sprudelte nur so aus ihr heraus, zumal sie stets in der „Ilias“ nachlesen konnte. Sie betrachtete ihre Schriftstellerei als einen Job und arbeitete in zwei Schichten. Morgens arbeitete sie drei bis vier Stunden am Gesamtbild und einzelnen Szenen, um dann nachts weitere drei bis vier Stunden zu schreiben. Angelini hat sich selbst nie als Autorin gesehen, obwohl sie Tagebuch schreibt, seit sie 10 Jahre alt ist. Sie ist eine begeisterte Leserin, die alles verschlingt – Fantasy- und Science Fiction-Autoren wie J.K. Rowling, Marion Bradley, Anne McCaffrey, Philip Pullman, China Miéville und Pulitzer- Preisträger Cormac McCarthy. Erst als sie bereits Ende 20 war, entdeckte Leon die vielen vollgeschriebenen Tagebücher in ihrer Wohnung und gab ihr einen Computer zum Arbeiten und dazu eine Anleitung für das Schreiben von Drehbüchern. „Alle möglichen Leute sagten mir, dass ich Schriftstellerin war, aber ich dachte immer ‚Ich bin dafür nicht gut genug‘; solche Angst hatte ich davor“, gesteht sie. Sie schrieb nicht gern Drehbücher, weil diese sie in ihrer Ausdrucksweise zu sehr einengten. Aber Angelini betrachtete ihre Struktur trotzdem als wichtige Grundlage für den Aufbau ihres Romans. „Ich glaube, der Erfolg ihres Buches liegt zum Teil daran, dass sie die Lektionen aus dem Schreiben von Drehbüchern wie etwa Rhythmus und Wendepunkte gelernt hat“, sagt Leon. „Deswegen fließt der Text wie in einem Film.“ 

Bis jetzt ist eine Verfilmung des Buchs nicht geplant, aber Gespräche mit einer Produktionsfirma hat es schon gegeben. Angelini will sich aber zunächst auf den zweiten Band der Trilogie konzentrieren, der nächstes Jahr erscheint, und dann auf den dritten, der für 2013 geplant ist. „Ich arbeite noch am dritten Band und ich will, dass die Bücher Erfolg haben“, sagt sie. „Ich möchte, dass die Menschen sie lesen. Das ist das Einzige, was mich im Moment interessiert.“ 

Als der erste Band 2009 fertig war, wusste sie nicht, was sie damit tun sollte. Leon übernahm das Kommando und fand auf Facebook die Managerin Rachel Miller von Tom Sawyer Entertainment, die ihr eine Agentin besorgte: Molly Glick von Foundry Literary and Media. Diese nahm Kontakt zu Laura Arnold auf, einer Verlagsleiterin bei HarperCollins, welche Angelini einen Vertrag über ein siebenstelliges Honorar für drei Bücher anbot. Dies alles passierte in einem Zeitraum von nur zwei Monaten. Ein Jahr später kam ein weiterer Geldsegen ins Haus, als die Rechte in mehr als 20 Länder verkauft worden waren – und es werden ständig mehr. Auch für Leon ging es bergauf. Die Dreharbeiten zu seinem Film „Sabal House“, dem Film, der sie eigentlich durch das Jahr 2008 bringen sollte, der dann aber auf Eis gelegt wurde, sollen im Herbst beginnen. Seit der vergangenen Woche steht die Finanzierung für diesen Independent-Film. „Es hat sehr geholfen, dass wir beide Schriftsteller sind“, stellt Angelini fest. „Uns ist klar, dass sich manchmal einer von uns ein oder zwei Jahre opfern und besonders hart arbeiten muss, damit der andere schreiben kann, aber im Grunde macht uns das nur glücklicher, denn wenn es einem von uns gut geht, geht es uns beiden gut.“ 

Quelle: http://www.neontommy.com/news/2011/04/starcrossed-lovers-fact-and-fiction (Roselle Chen, 18. April 2011. Ins Deutsche übersetzt von Simone Wiemken.)


Interview mit Sebastian Brück

© Sebastian Brück

Sebastian Brück über sich selber
Ich lebe in Düsseldorf und bin freier Autor, der sowohl journalistisch, als auch literarisch schreibt. Außerdem habe ich schon einige Bücher als Ghostwriter oder Co-Autor herausgebracht. Die ersten literarischen Versuche habe ich mit ca. 25 Jahren gestartet, also durchaus später als viele andere, die sehr früh anfangen damit... Wahrscheinlich habe ich gezögert, weil man bei literarischen Texten automatisch einen Teil von sich selbst preisgibt, selbst wenn sie nicht autobiographisch sind. Diese Vorstellung war mir mit Anfang zwanzig noch unangenehm. Die ersten Texte waren eher Fingerübungen. Kurzgeschichten oder begonnene Romane, die zwar eine gute Grundidee hatten, aber trotzdem nicht funktioniert haben. Weil die Texte einfach schlecht waren am Anfang. Schreiben ist eben zum Teil auch ein Handwerk, das man lernen muss. 

Alexandra 
Als Ghostwriter und Co-Auto hast du wie schon erwähnt Bücher geschrieben, welche Bücher waren das denn? 

Sebastian Brück 
Bei den Ghostwriter-Büchern darf ich das nicht sagen, aber es geht bei solchen Projekten meist um die Lebensgeschichte(n) von mehr oder weniger bekannten Persönlichkeiten, die entweder nicht so gut schreiben können oder keine Zeit dazu haben. Ich habe aber auch Bücher gemacht, wo ich als Co-Autor mit erwähnt werde. Zum Beispiel einen Ratgeber aus dem Gesundheitsbereich. Oder, ganz aktuell, das Buch „Der Balkanizer. Ein Jugo in Deutschland“, das gemeinsam mit dem Düsseldorfer Radiomoderator und Musiker Danko Rabrenovic entstanden ist in Kürze in erweiterter Neu-Auflage sowie als Hörbuch bei Tag&Nacht bzw. Random House Audio erscheint. 

Alexandra 
Was hat dich denn dazu bewogen es jetzt doch noch mal zu versuchen und selber ein Buch zu schreiben, anstatt es für andere zu tun? 

Sebastian Brück 
Die Idee trage ich ständig im Hinterkopf, aber bisher war die Zeit einfach nicht da, einen Roman wirklich zu Ende zu schreiben. Mittlerweile sind die Texte jedenfalls viel besser als am Anfang ;) Und ich hatte auch noch einige Kurzgeschichten vorliegen, die schon fertig waren. Eine, "Sofia auf dem Sand" ist aus Anlass eines Schreibwettbewerbs der Tageszeitung „taz“ entstanden und schon in der dazugehörigen Anthologie "Strandgeschichten" auf Papier erschienen. Eine andere ("Suchen unter Buchen") beim Netzmagazin Zuender unter dem Dach von Zeit Online. Ich habe diese beiden und noch zwei andere Storys vor einigen Jahren zwei Verlagen angeboten. Mit positiver Resonanz - und gleichzeitig mit der Ansage: Melden Sie sich, wenn Sie einen Roman vorliegen haben! Danach hatte ich keine Lust und Zeit mehr für einen Manuskript-Verschicken-Marathon. Den Roman werde ich noch schreiben, aber als die Möglichkeit kam, über kdp bei Amazon unkompliziert eBooks zu veröffentlichen, und ich gemerkte habe, dass da auch einige professionelle Autoren mitmischen, habe ich spontan entschieden: 

Das mache ich auch! 

Warum sollte ich die Kurzgeschichten auf der Festplatte alt werden lassen? Sie würden in Papierform frühestens nach einer erfolgreichen Roman-VÖ als Teil eines Erzählbandes auf den Markt kommen. Wobei ein eBook natürlich auch eine Art Experiment ist... Schließlich ist der Markt dafür bei uns noch sehr klein. Während zum Beispiel in den USA fast jeder Fünfte einen eBook-Reader hat. 

Alexandra 
Wie du schon gesagt hast ist der Erzählband als eBook neu auf amazon.de erhältlich. Es enthält 4 Kurzgeschichten und ist 42 Normseiten dünn. Was erhoffst du dir selbst von diesem Experiment? 

Sebastian Brück 
Ich freue mich über jeden Leser - ob das nun 100 sind oder 1000, ist im Endeffekt egal... Wobei mir 1000 natürlich lieber wären ;) Für mich ist das auch insofern spannend, als dass ich intensiv verfolge, wie sich der eBook-Markt entwickelt. Kann man als durchschnittlich vernetzter Autor überhaupt Aufmerksamkeit für so ein Projekt bekommen? Werden allgemein immer mehr Leute eBooks kaufen? Ab wann wird auch die "seriöse Presse" eBooks ernst nehmen und rezensieren? Wann schreiben Spiegel, Stern und Focus auf ihren Titelseiten über die „Digitale Buch-Revolution“? Spannende Fragen... 

Alexandra 
Wie stehst du selber zum Thema eBook? 

Sebastian Brück 
Ich war da immer sehr skeptisch! Weil ich ein großer Freund des "Papierbuchs" bin und eBooks fast schon als eine Bedrohung gesehen habe. 

Mittlerweile denke ich, dass eBooks und Papierbücher Freunde werden können. In dem Sinne, dass sie sich ergänzen aber nicht gegenseitig ausschließen... 

Zudem möchte ich die These aufstellen, dass eBooks gerade der kurzen Erzählform zu neuem Aufschwung verhelfen könnten. Bei den Papierverlagen werden Kurzgeschichten ja eher stiefmütterlich behandelt. Klar, es gibt zwischendurch mal Bestseller wie „Sommerhaus später“ von Judith Hermann oder die Bücher von Ferdinand von Schirach. Aber das sind Ausnahmen. Ich höre jedenfalls immer wieder, dass Kindle-Nutzer besonders gerne kurze Geschichten lesen. Weil das auf dem Reader einfach praktischer ist als ein 800-Seiten-Wälzer. Bei dicken Büchern und langen Geschichten haben Papierbücher nämlich immer noch den Vorteil, dass man viel schneller zurück- und hin- und her blättern kann. Bei kürzeren Texten ist das auch auf einem eBook-Reader kein Problem. Es gibt Leser, die sich meine Geschichten mit Hilfe der kindle-App auf dem iPhone in der Straßenbahn zu Gemüte geführt haben. Mit einem langen Text würde das nicht so einfach funktionieren... 

Ganz abgesehen davon: Stell dir vor, ein Bestseller-Autor haut zwischen zwei großen Romanen einfach mal zwei kurze Geschichten als eBook raus! Also fast wie früher eine Musik-Single, mit A- und B-Seite ;) 

Das sind ganz neue Möglichkeiten, und ich bin absolut sicher, dass sie unser Leseverhalten viel stärker verändern werden, als wir uns das jetzt vorstellen können. 

Alexandra 
Kann ich verstehen, bis vor kurzem war ich ja auch jemand von denen, die sagten: "Nie eBooks, das kommt mir nicht ins Haus". Doch inzwischen denke ich da anders. Aber wie du sagst, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie man dieses neue Medium verwenden kann. Und schließlich gibt es auch immer mehr Autoren, die gleich mit eBooks einsteigen. Also kann man dein "Experiment" auch als eine Art Aussöhnung verstehen? 

Sebastian Brück 
Durchaus. Ich habe mir im Dezember den Kindle zugelegt, lese aber parallel weiter "normale" Bücher. Und ich glaube, dass bei mir der Papieranteil noch für längere Zeit der größere bleiben wird. Das liegt aber auch daran, dass ich die eBook-Versionen der Print-Verlage noch unverhältnismäßig teuer finde ... Da haben kdp-Bücher natürlich preisliche Vorteile... Außerdem erscheinen ja noch lange nicht alle Print-Bücher als eBook-Version. In zehn Jahren wird es sicher genau andersherum sein: Da werden die meisten Bücher als eBook erscheinen, und nur die besonders erfolgreichen unter ihnen auch als Papierbuch. 

Alexandra 
Im Februar erscheint dein Buch "Der Balkanizer", in Paperback und als Hörbuch, warum bringst du dieses nicht auch als eBook raus? 

Sebastian Brück 
Weil ich die Rechte nicht habe ;) Ich glaube aber, der Verlag plant auch eine eBook-Ausgabe... 

Alexandra 
Preise deine beiden Projekte mit einem Satz an... 

Sebastian Brück 
Uff! Tja, so was ist spontan gar nicht so einfach. Ich versuch`s mal... 

Das Buch "Der Balkanizer. Ein Jugo in Deutschland" erzählt auf sehr humorvolle Art und Weise die wahre Migrationsgeschichte des Radiomoderators und Musikers Danko Rabrenovic und ist auch für diejenigen interessant, die sich bisher nicht mit dem Balkan und dem Thema „Migration“ auseinandergesetzt haben. Einfach mal die Balkanizer-Clips auf Youtube anschauen, dann hat man einen Eindruck! 

Die Storysammlung "Sofia auf dem Sand" vereint vier schräge, schöne, lustige, melancholische und in jedem Fall unterhaltsame Erzählungen, die sich leicht und schnell konsumieren lassen und trotzdem nicht nach Fastfood schmecken. 

Alexandra 
Wird es noch mehr von dir zu lesen geben? Ist schon was neues in Arbeit? 

Sebastian Brück 
Da ich auch Geld verdienen muss, sind erst Mal noch 1-2 Co-Autor-Projekte in Arbeit. Für eines habe ich gerade einen Vertrag abgeschlossen. Es wird in September in einem großen Verlag erscheinen, ich darf noch nicht sagen, worum es geht. Ist aber eher aus dem Ratgeber-Bereich. Danach habe ich hoffentlich Zeit, weiter an meinen Roman zu schreiben. Überspitzt gesagt: Wäre ich Anfang zwanzig, weiblich und hätte irgend eine schräge, talkshowträchtige Biographie (Drogensucht, obdachlos etc.), würden die Chancen, einen Print-Verlag zu finden, immens steigen. Will sagen: Der Buchmarkt veröffentlicht selbstverständlich nicht immer die besten Bücher, sondern die, für die man am besten Aufmerksamkeit erzeugen kann, um sie zu vermarkten. Sehr gut laufen besonders Promi-Bücher für "Nichtleser", zum Beispiel Biographien von Bushido oder der Katzenberger. Vielleicht bringen eBooks ja wirklich eine „Demokratisierung“ des Buchmarkts und eröffnen neue Chancen für ambitionierte Projekte, die sonst mangels hoher Verkaufsaussichten auf der Strecke bleiben. 

Noch etwas: Ich habe ja eben einen Vergleich zum Jargon der Musikwelt gezogen und von einer „Story-Single“ gesprochen. Demnach handelt es sich bei meinem Erzählband „Sofia auf dem Sand“ um eine "Story-EP". Darf ich an dieser Stell noch kurz darauf hinweisen, dass es im März je zwei der Geschichten, die ich auch auf Spanisch und Englisch habe übersetzen lassen, als "Single" zu kaufen gibt? Und zwar im spanischen sowie im britischen / amerikanischen Amazon Kindle store. Wenn du oder deine Blog-Leser also spanisch- oder englischsprachige Freunde haben ... ;) 

Alexandra 
Über was möchtest du ganz sicher mal einen Roman schreiben? Also welches Thema würde dir ganz fest am Herzen liegen? 

Sebastian Brück 
Ich habe das Thema meines ersten Romans sehr genau vor Augen, möchte aber hier nicht zu viel verraten. Ich werde einen Teil der Lebensgeschichte meines Ur-Ur-Ur-Großvaters verarbeiten. Der musste im Jahr 1808 nach der Besetzung des Rheinlandes durch Napoleon französischer Soldat werden und kämpfte in Spanien mit den Franzosen gegen Engländer und Spanier. Es wird allerdings alles anderes als ein historischer Roman werden. Sondern eine Geschichte, die in der Jetztzeit spielt - in Deutschland und Spanien. Und die noch ein anderes großes Thema aufgreift, das viele Menschen berührt, das ich aber auch noch für mich behalten möchte. 

Alexandra 
Und worüber willst du nie schreiben? Gibt es Themen von denen du die Finger lassen willst? 

Sebastian Brück 
Ich habe als Teenager sehr gerne Fantasy- und Horror-Romane gelesen. Von den John Sinclair-Heftchen über Wolfgang Hohlbein bis hin zu Stephen King. So etwas könnte ich selbst nie schreiben. Einfach, weil ich mich als Schreiber nur in Geschichten wohlfühle, die näher am „echten Leben“ dran sind. Was übrigens in keiner Weise die Genres „Horror“ und „Fantasy“ abwerten soll… 

Alexandra 
Möchtest du noch ein Statement los werden? Oder liegt dir eine Frage auf der Zunge, die du an die Leser des Blogs stellen möchtest? Oder hast du ein Anliegen, das dir wichtig ist? 

Sebastian Brück 
Mich würde interessieren, wie du bzw. deine Blog-Leser zu kurzen Erzählungen stehen: Lest ihr so etwas? Oder eher nicht? Glaubt Ihr, dass die Verlage kurze Erzählungen zu Recht als schwerer verkäuflich ansehen? Oder könnte es sich eher um eine sich selbst erfüllende Prophezeiung handeln? Schließlich könnten sich Kurzgeschichten nur verkaufen, wenn sie auch veröffentlicht werden... 

Alexandra 
Gerne beantworte ich dir jetzt deine Frage... Ja, ich hab schon 3 Bücher mit Kurzgeschichten gelesen. Aber ich muss gestehen, Kurzgeschichten sind nicht so mein Fall. Warum? nun, ich liebe es wenn Geschichten lange dauern, ich liebe Bücher je dicker sie sind. Und wenn ich mich mit Kurzgeschichten einlasse bin ich meist eher enttäuscht, denn das Ende ist viel zu schnell da und ist für mich mit einem Koitus interuptus zu vergleichen. Und ja, ich denke die Verlage haben sicher recht wenn sie finden das sie schwieriger an den Mann oder Frau zu bringen sind. 

Sebastian, ich danke dir für die Zeit, die du dir genommen hast. Es hat Spaß gemacht, und hoffentlich lässt du uns mal wissen, wie es sich dein eBook-Experiment entwickelt hat, und natürlich viel Erfolg mit deinem Buch! 

Sebastian Brück 
Werde ich machen! Vielen Dank an dich! Hat mir ebenfalls Spaß gemacht! 

INFO ZUM BUCH 
Genre: Erzählung
Verlag: Tag & Nacht
ISBN: 978-3442830077
Seiten: 192
Preis:  Ab 12.99 €
Paperback
Hörbuch CD
Hörbuch Dowload

INHALT:
Pointiert und umwerfend komisch erzählt der Radiomoderator und Musiker Danko Rabrenovic – für seine Fans „der Balkanizer“ – seine Geschichte(n) als Migrant in Deutschland und klärt über die kulturellen Gegensätze zwischen Deutschen und „Jugos“ auf: Warum bestehen Deutsche im Restaurant darauf, getrennt zu zahlen? Werden „Jugos" als Romablasmusik-Fans geboren? Warum schimpft man auf dem Balkan genitalfixiert und in Deutschland analfixiert? Was ist ein Gastarbeiter-Spagat? Und ganz nebenbei entknotet er herrlich selbstironisch und amüsant das ex-jugoslawische Sprach- und Herkunftswirrwarr. Ein ebenso unterhaltsamer wie erhellender Bericht aus Deutschlands zweitgrößter Einwanderer-Community, der Deutschen und „Jugos“ schonungslos, aber mit einer guten Portion Humor den Spiegel vorhält. Quelle | Randomhouse

INFO ZUM BUCH 
Genre: Kurzgeschichten
Format: Kindl Edition
ASIN: B006PKFOF0
Normseiten: 42
Preis:  00.89 €
 
INHALT:
Monsieur Hess spielt Franzose: Ein frankophiler Büdchenbesitzer mit Louis de Funes-Vorliebe und unrealistischen Heiratsplänen, und wie seine Nachbarin und das Fußball-WM-Finale Frankreich-Italien sein Leben auf dem Kopf stellen.

Sofia auf dem Sand: Fußball am Strand, grüne Katzenaugen, und warum man für einen befreienden Toni-Schumacher-Abwurf einen Meter tief graben muss.

Der bosnische Goldfisch: Eine Fischtreppe am Rhein und wie ein vermeintlich illegaler Goldfisch, der nichts mit The Clash anfangen kann, eine „Should I stay or should I go to Sarajevo“-Entscheidung trifft.

Suchen unter Buchen: Ein Aussteiger-Onkel, der zum ersten Mal seit Jahrzehnten seinen Neffen einlädt. Und eine verstorbene Großmutter, deren letzter Wille erfüllt wird. Mitten im Wald, durch Pfifferlinge.

Sechs Kreuze für ein Trikot: Ein Lottospieler mit unglücklichen Glückszahlen, eine alte "Bekannte" mit neuen Portugiesisch-Kenntnissen, und wie das Trikot der brasilianischen Nationalmannschaft eine Wende einleitet.
 

Göttlich verdammt #1
Göttlicher start der neue Trilogie

10 Dezember 2011

Geschichte

Hellen ist ein ganz normales knapp 17 jähriges Mädel. Naja, vielleicht nicht ganz so normal wie alle anderen, aber das versucht sie zu verheimlichen. Auf alle Fälle das, was sie verheimlichen kann, doch ihre überaus überdurchschnittliche Schönheit kann sie nicht verbergen. Das sie aber stärker und schneller ist als die Normalos, das konnte sie recht gut überspielen. Bis zu dem Tag an dem eine fremde Familie auf die Insel Nantucket ziehen. Allesamt genau so schön wie sie.

Hellen ist dazu ein wirklich nettes Mädchen aber schon bevor sie die Familie antrifft, hasst sie sie bis aufs Blut und sie weiss einfach nicht warum das so ist. Auch als sie auf Luksa, eins der Kids trifft, geht sie auf ihn los und will ihn wirklich umbringen. Ab diesem Moment an weiss sie mit Sicherheit das etwas mit ihr nicht stimmt.

Scheint sie jetzt den Verstand zu verliereren?

Woher kommen die grausigen Halluzinationen und ihre Albträume und vor allem woher kommt der abgrundtiefe Hass gegen diese Menschen? 

Doch es soll noch viel schlimmer kommen, irgendwer stellt ihr nämich nach und an dem Tag, als sie mit den Neuen zufällig zusammen trifft, weiss sie noch nicht, dass sie bald etwas über sich selbst erfahren wird das sie bis jetzt nie und nimmer gedacht hätte. Und ihr Schicksal scheint schon fest zu stehen...

Wirklich?

Erster Satz:

Aber wenn du mir jetzt ein Auto kaufst, gehört es dir, wenn ich in zwei Jahren aufs College gehe.



Meine Meinung

Der Titel gefällt mir auf deutsch viel besser! Sagt er doch einiges über den Kern der Geschichte aus. Und das Cover... einfach wunderschön. Das Mädchengesicht passt gut zur Protagonistin Hellen und und die Farben und die Schrift ist einfach wunderbar. Dazu kommt, dass das Buch auch ohne Schutzumschlag einfach toll auschaut. Findet ihr nicht auch?


Die Autorin schreibt einfach, flüssig und frisch, mit viel Situationskomik und doch sehr einfühlsam an Stellen wo es wirklich angebracht ist. Es ist aber nicht so einfach das auch ein Erwachsener gefallen dran findet, vor allem auch mit dem Humor trifft sie sicher nicht nur meinen Geschmack. Was ich auch sehr wichtig finde, das mir so ein Buch gefällt ist, dass es gut recherchiert ist, und dass ist es wirklich! Hab da schon ganz andere Romane gelesen... Der Anfang läuft langsam an, um dann je länger je mehr an Schnelligkeit und Spannung zu gewinnen und dass bis zum Schluss... na ja, Schluss ist ja noch nicht, denn es gibt ja noch 2 Teile und ich hoffe das die Autorin es schafft wirklich daran Anzugknöpfen.

Was die Geschichte angeht, da muss ich sagen, ich bin da wohl etwas voreingenommen, denn ich interessiere mich schon lange für die Mythologie der Antike, vor allem die von Ägypten, Griechenland und den Kelten. Also ging ich schon mit Begeisterung an die Geschichte ran und ich wurde nicht enttäuscht, ich bin sogar noch begeisterter als erwartet.

Hier geht es nämlich um die Götterwelt der Griechen, die, die sich damit befasst haben wissen, das es eben auch Halbgötter gibt, Kinder die von Göttern mit einem Menschen gezeugt wurden. Und da gibts doch eine ganze Menge. Nicht nur Zeus, oder Aphrodite haben es mit sterblichen getrieben. Und genau durch eine solche Verbindung entstand Helen. Nur das sie davon keine Ahnung hat, denn ihre Mutter hat sie und ihren Vater nach der Geburt verlassen. Jerry, der Vater von Helen weiss ebensowenig was Helen ist, geschweige was oder wer ihre Mutter war! Nur Helen ahnt das sie nicht normal sein kann, denn sie hat gewisse Fähigkeiten die ein normaler Mensch nie haben wird.

Es ist nicht nur eine mythische Geschichte rund um den Krieg der alten Götter der Griechen sondern auch die Geschichte eines Mädchen das grade erwachsen wird und ihren eigenen Weg, sich selber finden muss. Eigentlich könnte man das ganze auch ganz metaphorisch ansehen, den der Kampf trägt schliesslich jeder mit sich aus wenn er auf dem Weg ist erwachsenen zu werden. Nur das wir keine Superkräfte haben. Aber es ist auch eine Geschichte um Freundschaft, Liebe, Vertrauen und Familie.

Helen, ist ein wirklich süsses Ding, liebenswert, zwar etwas zurückgezogen, was aber nicht verwunderlich ist und viel Stärker und mutiger als es zu Anfang scheint.

Claire, ihre beste Freundin seit Babytagen an. Sie ist die einzige Japanerin auf dieser Insel und froh das sie Helen zur Freundin hat, denn sie weiss das Helen anders ist als alle anderen. So kam sie sich nicht so einsam vor. Und sie wird noch viel wichtiger für Helen als dass sie es sich denken kann, sie wird zu ihrer Vertrauten.

Dann wäre da noch Lukas, einer der Delos-Brüder und Sohn der Familie die sie am Anfang so hasste. Nicht nur das er äusserst attraktiv ist sondern auch er scheint nicht zu den Normalen zu gehören! Der Hass schlägt sich schlagartig um als etwas passiert was keiner von beiden sich hätte vorstellen können. 

Daphne... Die verhasste Mutter von Helen. Sie ist der Teil, der ihr alles was sie an Fähigkeiten besitzt, weiter vererbt hat. Sie ist aber nicht leicht zu durchschauen denn sie verfolgt ihre ganz eigenen Ziele und Helen weiss nicht ob sie ihr überhaupt vertrauen kann.

Lieblingsstelle:

"Was macht du nächsten Freitag?"
"An was hast du denn gedacht?"
"Wir könnten uns gegenseitig mit dem Auto überfahren", schlug Helen fröhlich vor.
"Das hab ich schon letztes Wochenende mit Jase gemacht", sagte er mit gespieltem Bedauern. 

Ich muss gestehen, es gäbe noch mehr Stellen die ich hätte aufschreiben können aber dass war die erste Stelle wo ich laut lachen musste.


Ich bedanke mich noch recht herzlich beim Dressler -Verlag für dieses tolle Rezi-Exemplar!!


Traumwelten
Mehr als nur Tagträume

02 Dezember 2011

Geschichte

Julia ist eine junge Singelfrau, sie arbeite in einer Boutique als Verkäuferin und ihr Leben ist ziemlich ereignislos, dass kommt nicht von ungefair, denn sie ist serh schüchtern und hat Angst vor grossen Menschenmassen. Sie tritt grade ihren 2 wöchigen Urlaub an, viel Zeit also um Menschen zu beobachten. Ja das tut sie gerne, Menschen aus der Ferne beobachten. Doch alles entwickelt sich anders als sie sich das erst gedacht hat! Sie gibt sich mehr und mehr Tagträumen hin, die mehr sind als nur einfach Träumereien aus langwereile, doch dass merkt sie erst später... 

Erster Satz: 

"Endlich Feierabend" schrie es vor Freude in Julia, als sie die Tür der kleinen Damenboutique zuschloss. 


Meine Meinung

Die Geschichte wurde in der 3. Person geschrieben, was ich etwas schade fand weil man so nicht ganz so nah an die Protagonistin ran kam. Auch die Sprache ist einfach, alltäglich gehalten. Keine all zu langen Sätze. Es ist eher so als würde ich mit derjenigen Person auf der Strasse stehen und reden. Ich persönlich mag es bei solchen Erzählungen lieber wenn die Geschichte in der Ich-Form geschrieben ist, dann kann ich mich mehr in die Figur hineindenken, mich mit ihr identifizieren.

Die Idee der Geschichte find ich interessant, eigentlich sind es mehrere Geschichten in einer. Wir begleiten Julia die 14 Tage ihres Urlaubs und bekommen mit was sie so an Tagträumen hat. Man erkennt auch das sie von Mal zu Mal sich weiter entwickelt, das die Tagträume nicht nur einfach Träumereien sind, sondern eigentlich ein Selbstfindungsprozess ist. Leider scheinen mir manche der Träume und deren Personen etwas fern. Ich weiss nicht wie ich es sagen soll, sie sind manchmal einfach etwas oberflächlich. Zu Glatt. Ich find grade keine andere Worte dafür. Aber dann gibt es auch wieder welche die einen wirklich berühren, wie Nicola, die junge Rollstuhlfahrerin. Oder Michael der Junggeselle und Chaot. Aber was ich einfach toll finde ist, das man die Entwicklung Schritt um Schritt mit Julia mit macht.

Julia, ja, sie ist eine eher unscheinbare junge Frau, unscheinbar deshalb, weil sie einfach viel zu schüchtern ist und sich lieber in ihrem Nebst, ihre Wohnung, wie sie sie nennt, verkriecht. Wenn ich sie jetzt mit einer Metapher erklären sollte würde ich sagen dass sie ein Raupe ist die sich in einen Schmetterling verwandelt.

Fazit

Ein guter Roman um sich die Zeit etwas zu vertreiben, ums sich vielleicht sogar zum tagträumen verführen zu lassen.


Ich bedanke mich herzlich beim Autor und dem Edition Octopus-Verlag für dieses Rezi-Exemplar.