Top 5 of the year - 2012

31 Dezember 2012

Die die Zeit vergeht, erst dachte ich noch... schon wieder ein neues Jahr, mit hoffentlich vielen tollen Büchern, und jetzt sitze ich schon wieder hier und quäle mich rum, um die 5 besten Bücher dieses Jahres auszuwählen... 

Geht's euch auch grade so? 

Leicht gefallen ist es mir auf alle Fälle wieder gar nicht, es gab doch einige Bücher die es verdient hätten hier aufgelistet zu werden, und doch musste ich mich für 5 entscheiden. Und diese 5 sind jetzt nun ausgewählt und werden hier gleich präsentiert! 

Dieses mal gibt's 2 Bücher aus dem Genre Drama, doch unterschiedlicher könnten sie nicht sein, das eine liegt mir am Herzen weil es einfach ein sehr wichtiges Thema beleuchtet und das andere, weil's einfach so wunderschön geschrieben ist... 

Aber jetzt spanne ich euch nicht mehr auf die Folter und verrate euch meine Auswahl... 







Im Schatten des Mondlichts
Die Fährte

27 Dezember 2012

Geschichte


Endlich wieder zu Hause, einfach nur verkriechen und hoffen das ich das alles irgendwie übersteh! Wie soll ich das nur anstellen, Mama zu belügen liegt mir gar nicht, aber was hilfts, es geht nicht anders, gut kann ich aber wenigstens mit Oma reden, schliesslich war sie es die mir das Geheimnis anvertraut hat. Gut, ihr blieb auch keine andere Wahl nach dem ich in die USA ging. Aber aus dem verkriechen wird wohl nichts. Nicht nur weil meine Mutter mir ne Überraschungsparty gegeben hat als ich wieder zu Hause ankam, sondern weil Oma einen Brief ihrer Mutter aufbewahrte den sie nun mit mir lesen wollte, in der Hoffnung, für mich ein paar Antworten parat zu haben. Wir beide haben aber nicht damit gerechnet das für uns beide nun ein neues Abenteuer ansteht, und schon gar nicht das es so knapp für mich werden würde...

Erster Satz:

Naomi kämpfte die aufsteigenden Tränen nieder.


Meine Meinung

Wie schon beim ersten Teil finde ich beides sehr passend. Das Cover ist und bleibt im gewohnt mystischen Stil erhalten und ist sehr gelungen.

Die Autorin schafft es auch dieses mal wieder uns vom ersten Augenblick an zu packen. Der Schreibstil geht unverändert weiter, locker, flüssig. Mir gefallen die manchmal kurzen und prägnanten Sätze immer noch ;)

J.J.Bidell schreibt nahtlos da weiter, wo der erste Teil zu Ende ging. Man hat aber keine Zeit sich aus zu ruhen denn Naomi wird schon in das nächste Abenteuer katapultiert, doch dieses mal muss sie sich nicht alleine durch schlagen sondern findet in ihrer Grossmutter Leandra eine liebevolle und neugierige, mit gossen Tatendrang gesegnete Begleiterin. Ehrlich, ich finde Leandra echt süss... sie erinnert mich etwas an meine Oma. Ich seh sie förmlich vor mir wie sie verschwörerisch mit Naomi flüstert und heimlich durch die Gegen streift *gg*

Aber jetzt weiter im Text, nicht nur Naomi und Leandra erfahren mehr über ihre eigene Geschichte, sondern auch der verfeindete Clan schaut nicht tatenlos zu, sondern ist noch immer hinter den selben Geheimnissen her wie sie beiden. Der Kampf um die Herrschaft der beiden Clans der im ersten Teil angedeutet wird, geht nun in die nächste Runde und beide Clans haben viel zu verlieren.

Nicht nur Naomi erfährt Dinge die sie am liebsten gar nicht hören will sondern auch Leandra hat einiges zu schlucken und zu verdauen.

Und erfreulicher Weise treffen wir wieder auf beinahe alle Personen die wir im ersten Teil kennen gelernt haben, aber es kommen auch ein paar neue dazu. Auch dieses mal fällt es leicht sich in die Charaktere Einzugfühlen. Man bekommt schnell ein gutes oder eben auch schlechtes Gefühl, einfach weil die Autorin gekonnt die Ausstrahlung rüber bringen kann.

In diesem Teil ist mir ganz besonders Leandra, die Grossmutter von Naomi, ans Herz gewachsen. Für sie ist es wohl noch viel schwieriger mit all den Geheimnissen die sie versuchen zu entschlüsseln um zu gehen, denn für sie geht es um lebende Vergangenheit, die Naomi noch gar nicht hat, für sie beginnt ihre Geschichte eigentlich erst.

Naomi ist noch die selbstbewusste Frau vom ersten Teil, auch wenn sie etwas vorsichtiger und misstrauischer geworden ist als noch zur Zeit in Stillwather. Aber wer kann es ihr verdenken, nach all dem was sie dort erlebt hat?


Fazit

Eine wirklich spannende Fortsetzung! Einziger Makel... es ist viel zu schnell zu Ende!


Tales of Parholon #4
Erhört

19 Dezember 2012

Geschichte

Jeder der 19 ist weiss, es ist Zeit, seinen eigenen Weg zu finden. Sich von den Eltern zu lösen. Und jeder der wohl schon in dieser Situation war weiss, wie schwer das manchmal ist, nicht weil man selber nicht das behütete Heim verlassen will, sondern weil es, vor allem die Mutter, nicht wirklich versteht, nicht loslassen will. Und vielleicht schon gar nicht wenn die Mutter die Geliebte der Göttin Epona ist. Ja, ich bin die erstgeborene, ich bin von der Göttin ganz besonders berührt worden, doch ich habe sie nie vernommen. Was meine Mutter einfach nicht schlucken will. Und dennoch hab ich es geschafft, ich werde mein Weg gehen, ich hab den Segen meiner Mutter, auch wenn sie nicht wirklich glücklich ist. Aber mein Schicksal ist es die Burg MacCallan wieder zum Leben zu erwecken! Es ist Zeit, denn nach über 100 Jahren des verlassenseins, der Trauer, muss ich dahin. Ich weiss es einfach, denn die Burg ruft mich. Das Gemetzel vor über 100 Jahren durch die Formorianer scheint endlich soweit verdaut zu sein, so dass einem Neuanfang nichts im Wege seht.... oder?

Mein liebster Bruder begleitet mich und eine Vorahnung sagt ihm das es mein Schicksal ist, die Burg ins Leben zurück zu holen, auch das mit dem Ort ein weiteres Schicksal verbunden ist. Ich werde an diesem Ort meinen Lebenspartner finden, doch wer kann mich schon lieben? So wie ich aussehe..! Klar, ich bin von der Göttin berührt aber ich bin ein Freak... Alle sehen in mir nur die Göttin und nicht der Mensch der ich bin oder gerne währe, denn ich bin ein Mensch, kein Zentauer, sondern was dazwischen... Meine Sehnsucht nach Liebe ist dennoch gross, und wer weiss... Vielleicht ist Epona mit mir gnädig...


Erster Satz:

Der Tag begann trügerisch ruhig.



Meine Meinung

Auch dieses mal bin ich mit dem Titel etwas unglücklich, es ist nicht so schlimm aber der Originale Titel trifft die Geschichte doch sehr viel eher, und das in mehrerer Hinsicht. Elphame's Choice. Das Cover find ich jetzt nicht so besonders, passt aber in die Reihe da immer ein Teil eines weibl. Gesichts zu sehen ist. Und passend zum Inhalt ist das Cover in Rot gehalten.

Gewohnt, locker, frech und flüssig ist der Schreibstil von P.C. Cast. Erotik ist dieses mal zwar auch dabei aber nicht so viel wie bei den letzten Bänden, die Ich-Form behaltet sie jedoch bei was natürlich dazu dient sich gleich wieder mit der Protagonistin, dieses mal Elphame, zu identifizieren.

Dieser Band geht nicht nahtlos da weiter wo der letzte geendet hat, sondern über 100 Jahre später. Elphame ist nicht nur Shannons und ClanFintens nachkomme, sondern sie trägt auch das Blut der MacCallan in sich. Sie ist es dieses mal welche ein Schicksal zu erfüllen hat, kein leichtes, was sie und die anderen aber erst nicht wissen. Doch mit freudiger Erwartung stellt sich Elphame diesem, auch wenn es sehr viel von ihr abverlangt. Sehr viel.

Was die geschichte angeht... Ehrlich? Erst war ich etwas enttäuscht das es nicht nahtlos weitergeht wie die anderen 2 Bände, doch schnell packt mich die Geschichte und Elphame ist mir so sympathisch das ich einfach begeistert bin auch diese Geschichte lesen zu können.

Auch hier geht es wieder um das Thema loslassen. Und das auf verschiedenen Ebenen, es geht aber auch um Liebe, Glaube, Vertrauen und Loyalität. Freundschaft und Zugehörigkeit. Aber auch von Vergebung. Dies alles hat P. C. Cast in eine gewohnte spritzige, spannende und mystische Geschichte gepackt. Von Anfang bis Ende voller Spannung freu ich mich nun auf den 5. Teil und hoffe es geht noch laaaaaange so weiter!

Die Protagonisten wachsen einem so schnell ans Herz das man genau so entsetzt ist wenn es nicht so läuft wie es laufen sollte. Wie schon in den anderen Bänden sind die Charaktere sehr gut herausgearbeitet und fassbar. Man sieht all die Wesen vor sich, wie sie gehen, wie sie spreche, lachen und weinen.

Elphame, die Protagonistin ist einfach genial. Jung, frech, aber dennoch voller Respekt. Sie hat einen Freiheitstrang den sie aber nicht auf biegen und brechen durchdrückt. Sie stellt sich selbstbewusst dem Schicksal, was sie auch dank ihres Vertrauens kann, was nicht heisst, das es einfach ist.

Auch der alte Zentaur-Steinmetz Dannan fand ich sehr beeindruckend. Der Alte Weise, der ihr ruhig, unaufdringlich zu Seite steht. So jemand kann man sich nur wünschen.

Lieblingsziat:
Er wusste, der einfachste Weg zum Körper einer Frau führte über die Verführung ihres Geistes. Frauen wollen ungeteilte Aufmerksamkeit. Sie wollen mit Respekt behandelt werden, das bedurfte eines Mannes, der sich auf sie konzentrierte und auf ihre individuellen Wünsche und Sehnsüchte eingeht. S. 218

Fazit

  P.C. Cast entführt uns wieder gekonnt in eine Welt voller Magie und mystische Wesen, die voller Spannung ist bis zum Schluss!



Im Schatten des Mondlichts
Das Erwachen

08 Dezember 2012


Geschichte

Ich habs geschafft, ich hab die Zusage für ein Sportstipendium in den USA! Die Uni ist zwar nicht meine erste Wahl, aber was soll, so kann ich endlich mal für eine Weile von zu Hause weg. Ich freu mich riesig auf das kommende Semester, mal was anderes sehen, neue Leute kennen lernen und vor allem Freiheit zu schnuppern. Ach ja, ich bin Noemi, 19 und ich bin überglücklich. Zwar ist meine Oma alles andere als begeistert, sie will verhindern das ich weg geh, sogar vor einer verrückten Familiengeschichte macht sie nicht halt. Aber ich lass mir das jetzt nicht madig machen, und schliesslich bin ich in 6 Monaten wieder zu Hause.

Doch wie sagt man so schön... Es kommt immer alles andres als man denkt! Nicht nur das ich bei der Prüfung fast versagt hätte, nein, ich beginne auch noch Schlafzuwandeln und eine wunderschöne Lichtung im Wald zieht mich auf magische Weise an... Hat das alles doch etwas mit der seltsamen Geschichte meiner Großmutter zu tun...?

Erster Satz:

Dorothea wälzte sich im Bett hin und her.


Meine Meinung

Ich habe weder beim Titel noch beim Cover was auszusetzen, das Cover ist sogar wirklich schön, find ich. Das Auge scheint einem tief in die Seele zu blicken, durchdringend, mystisch. Wirklich gut gelungen.

J.J. Bidell schreibt wirklich leicht und flüssig, locker und völlig entspannt. Für manchen mögen die kurzen Sätze, die die Autorin manchmal verwendet, erst gewöhnungsbedürftig sein, doch mich haben diese nicht gestört. Ich finde man taucht schnell in die Geschichte ein und das ist das wichtigste.

Die Geschichte vereint verschiedene Thema, Gestaltwandler, Liebe, Freundschaft, Vertrauen und vor allem sich ablösen. Die Autorin hat es in meinen Augen geschafft diese Themen gut zu verknüpfen. Naomi, welche sich für ein Semester in die USA begibt um da ein Auslandstudium zu absolvieren wäre ja schon Abenteuer genug gewesen, aber wie ich finde, etwas zu langweilig, also bin ich froh das es eigentlich um Gestaltwandler geht, auch wenn ich mit diesem Thema noch nie was anfangen konnte. Aber es geht nicht um Werwölfe oder sonst was in der typischen Richtung, sondern hier gehts um Katzenmenschen. Ich hab ja bis jetzt immer einen Bogen um solche Romane gemacht. Ich weiss, es ist zwar das selbe Schema aber ich wollte es dennoch versuchen und bin froh das ich es gelesen habe und freu mich weiter auf den 2 und auch 3. Teil.

Das Thema welches Hauptthema ist, finden wir auch immer wieder mal bei uns, eben auch in der Phase wo wir uns ablösen, unsere eigenen Weg suchen ganz besonders. Naomi muss raus finden wer wirklich Freunde sind und welche nur so tun als ob. Sie lernt die erste Liebe kennen und freut sich über eine Freundschaft die schneller entstanden ist als sie sich das vielleicht vorgestellt hat, aber schon bald muss sie für all das Kämpfen, um es auch zu behalten... Ob sie es schafft kann sie nicht wissen...

Naomi ist mir gleich ans Herz gewachsen, sie ist nämlich  eine sehr selbständig Person und kein hilfloses Püppchen oder doofe Zicke, dieses Schema geht mir nämlich total auf den Sack, äh Eierstöcke. Daher lese ich auch kein Chick-Lit. Aber wieder zu Naomi, sie lässt nicht so schnell locker wenn sie was will, und das find ich super. Sie kämpft verbissen um ans Ziel zu kommen. Ich bin auch so, wenn ich wirklich was will, dann verbeiss ich mich und zieh es durch, egal wie schwer oder mühsam es ist und wie lange es dauert. Diese Eigenschaft kommt bei vielen etwas zu kurz find ich.  Das macht sie mir also wirklich sehr sympathisch, ich hatte schon Angst eine so weichgespülte Tussi vor gesetzt zu bekommen, aber nichts da! Gute so Frau Bidell.

Roman... ich hoffe er kommt im 2. Teil auch wieder vor! Denn auch er ist mir äusserst sympathisch genau wie Karsten und Alice.

Alle Personen sind wirklich gut ausgearbeitet, sie sind authentisch und macht so die Geschichte einfach zu einem Genuss.


Fazit

 Ein wirklich gelungener Auftakt der Trilogie!


Firmin
Ein Rattenleben

01 Dezember 2012

Geschichte

Tja, wo fang ich an... Ich denke bei meiner Geburt, oder? Ich bin Firmin und erzähl euch mein Leben.
Aufgewachsen bin ich bei einer alkoholkranken Mutter und 12 Geschwister. Ja, das war echt hart, zumal ich immer der kleinste, der schwächste war und natürlich der Aussenseiter. Nicht nur weil ich
mich kaum durchsetzen konnte sondern weil ich einfach anders war als sie. Ein Freak. Ich hab mich schon früh für Bücher interessiert, gut, zuerst hab ich sie gefressen... ja, ich war jung, was solls, müsst nicht drauf rum reiten, aber später hab ich mir dann das lesen selber beigebracht und da wars um mich geschehen, ja ich schäme mich für mein früheres verhalten, wenn ich bedenke was ich alles
gefressen habe, all dies geht mir jetzt leider abhanden und kann nicht zurück gebracht werden. Aber trotz allem hatte ich ne Zeitlang den Himmel auf Erden, denn wo ist ein Leseratte wohl besser aufgehoben als in einem Buchladen?! Eben... ihr wisst was ich meine, doch trotz allem war mein Leben alles andere als einfach.

Ich, der die Worte nur so in mich aufsauge, bin nicht fähig zu sprechen... All die wunderbaren Worte
die durch mein Hirn schiessen bleiben ungesagt, ungehört...

Ich bin ein Freak, ich bin einsam... 



....ich bin eine Ratte.

Erster Satz: 

Ich hatte mir immer vorgestellt, dass meine Lebenserinnerungen, wenn ich sie jemals niederscheiben sollte, mit einem grossartigen ersten Satz anfangen müsste: mit etwas Lyrischem wie Nabokovs „Lolita, Licht meines Lebens, Feuer meiner Lenden“ oder, falls das Lyrische mir nicht so läge,  vielleicht mit etwas Philosophischem wie Tolstois „ Alle glücklichen Familien und sind einander ähnlich;  jede unglückliche Familie ist auf ihre besondere Art unglücklich“




Meine Meinung


Der Titel passt, wie ich finde ganz gut, kurz und aussagekräftig. Das Cover ist erfrischend anderes, mal was gezeichnetes :)  Die Zeichnung ist zwar schlicht aber dennoch kommt der Charakter von Firmin gut rüber. 

Der Autor schreibt diese Erzählung natürlich in ICH-Form. Wie eine Autobiografie. Was die Sprache
angeht, die ist nicht sehr hochstehend aber schön flüssig zu lesen. Aber Sam Savage hats geschafft die Stimmung gut einzufangen und die Melancholie kommt gut rüber.

Firmin die Ratte erzählt uns ihr Leben. Von seiner Geburt und dem zusammenleben mit den Geschwistern, was nicht einfach war für ihn. Gezeichnet von Ausgrenzung, Einsamkeit und dem verkannten Genie, schlägt er sich durch sein Rattenleben. Doch die Liebe zu den Büchern und deren Geschichten halten ihn immer wieder über Wasser, auch dann, als er eine bittere Enttäuschung einstecken muss.

Firmin erzählt Situationen meist anhand von Buchtiteln und Zitaten aus Büchern, was dieses Buch wirklich spannend macht. Wie im Beispiel des ersten Satzes schon unschwer zu erkennen ist. Das ein oder andere Buch kennt man vielleicht oder wenigstens sagt einem der Autor was. 

Der Protagonist, das wär dann logischerweise Firmin die Ratte. Ein schüchternes, Tierchen das einem schon echt leid tut, das man am liebsten einfach knuddeln und streicheln möchte. Man würde sich sicher auch gerne mit ihm unterhalten. Firmin hat ein ganz anderes Bild von sich als wir es von ihm bekommen und eben dies macht ihn so sympathisch.
 

Lieblingsstelle: 

Und das von einem Gör, das vermutlich nicht mal das ABC beherrschte - es war wirklich demütigend. S. 151

Fazit

Ein Buch für alle die es mögen aus der Sicht der Tiere eine Geschichte erzählt zu bekommen genau so für alle Leseratten unter uns.




Bastets Töchter
Erotische Abenteuer im Oman

24 November 2012

Geschichte


Emilie, das ist mein Name, ich bin Ende 20, verheiratet und ... unglücklich. Meine Ehe scheint am Ende zu sein, und doch hoffe ich immer wieder sie retten zu können, so auch dieses mal. Dazu sind wir, Walter und ich, in den Oman gereist, und wer weiss, vielleicht tut uns diese Luftveränderung gut, aus dem Alltagstrott ausbrechen und unser Geist für was anderes zu öffnen.

Tja, aber so einfach wie ich mir das vorgestellt habe ist es nicht, denn mein Mann hat für mich nicht wirklich Augen, und die Nerven wie mir scheint schon gar nicht. Kann mich der geheimnisvolle Typ, der uns aus der Patsche geholfen hat, wohl auf andere Gedanken bringen? Soll ich mich da auf eine flüchtige Affäre einlassen? Warum soll ich ein schlechtes Gewissen haben wenn mein Mann eh nichts mehr von mir zu wollen scheint?

Hätte ich gewusst in welchen Situationen ich mich da wieder finden würde... ich wäre mit meinen Wünschen und Vorhaben etwas vorsichtiger gewesen...

Erster Satz: 

Alles fliesst im Strom der Zeit, reibt sich auf, an rauem Fels, wächst und schwindet.




 Meine Meinung

Titel und Cover sind beide sehr stimmig, wie ich finde, nicht zu aufdringlich und dennoch kann man aus beidem herausspühren um was es geht. Zum einen um Erotik und zum anderen um ägyptische Mythologie, auch wenn die nur am Rande ne Rolle spielt.

Die Autorin hat einen wirklich schönen Schreibstil. Sie beherrscht die Bildsprache wirklich gut und die schönen Wortkreationen laden ein zum träumen, als würde sie ein Märchen aus 1001 Nacht erzählen. Die meiste Zeit ist der Roman in der Ich-Form geschrieben, was sicher dazu dient eine näher Beziehung mit der Protagonistin auf zu bauen. Die Sätze sind meist Kurz genau so auch die  Absätze, was mich doch etwas gestört hat. Ein Punkteabzug gabs nicht nur deswegen sondern auch noch einen weiteren weil es mich total gestört hat das sie sich so wenig Zeit gelassen hat das ganze etwas in die Länge zu ziehen, auch die Sexszenen, gut die muss man nicht übertreiben, aber hier kam Frau kaum in Stimmung, schon wars vorbei. Einen textmässigen Coitus Interuptus. Schade. Auch wurde es mit der Zeit etwas langweilig, die Szenen glichen sich eigentlich immer etwas und vor  allem waren es doch sehr viele, für die 208 Seiten wie ich finde. Ich mag erotische Romane aber da sollte der Sex nicht mehr als max. 1/3 ausmachen, sonst muss ich ständig an einen Porno denken, denn so flacht die Geschichte einfach ab und die Handlung an sich tritt in den Hintergrund.

In der Geschichte geht es eigentlich darum das Emilie sich selbst finden und natürlich auch ausleben will, ohne moralischen Begrenzungen, einfach so zu sein wie es ihre Lust, ihre eigenen Grenzen zulassen, welche sie nicht hat. Die Geschichte fällt von einer Sexszene in die andere und das macht das ganze eben unrealistisch.

Meike Nelos versucht mit der Geschichte auch in die altägypische Mythologie einzutreten aber leider schafft sie das nicht. Denn man erfährt nichts über den glauben der alten Ägypter noch wer die Göttin Bastet eigentlich war, doch sollte das dann doch irgenwie eingebracht werden denn dann versteht man das ganze vielleicht auch etwas. Bastet ist unter anderem die Göttin der Liebe und im  weitesten Sinne auch für Sexualität aber eben nicht nur und vor allem nicht was das triebhafte angeht. Ich hab mich par mal gefragt warum die Autorin das ganze nicht gleich im alten Ägypten hat spielen lassen, zwar wäre da der Plot wohl ein klein wenig anders verlaufen aber wie ich persönlich finde, sehr viel glaubhafter.

Die einzellnen Szenen sind zwar sicher durchaus prickelnd aber wie schon oben erwähnt viel zu kurz! Es fühl sich oft so an als würde man von einer Tür aus zugucken und kurz darauf, wenn man selber am liebsten rein gehen will, die Tür vor der Nase zugeschlagen bekommt. Und das nervt und find ich wirklich schade. Und die Geschichte zieht sich und zieht sich um dann ziemlich schnell zu Ende zu kommen.

Und doch hab ich die Geschichte fertig gelesen, nicht mal so sehr weil ich wissen wollte was Emilie noch so alles treibt oder wie die Geschichte zu Ende geht, auch nicht weil mich die Erotik gefangen nahm, nein, alleine wegen des wunderschönen Schreibstils.

Was die Personen angeht, sind sie im Allgemeinen sehr einfach gestrickt. Also auch sie konnten mich nicht überzeugen. Nur bei Emilie bekommt man einen etwas tieferen Einblick. Aber wäre der Schreibstil nicht so bildlich hätte man sich wohl nicht mal das vorstellen können doch so bekommt man von allen und allem ein so schönes Bild geliefert das man nur noch träumen kann...

Fazit


Sexuelle Ausschweifungen in einer Welt aus 1001 Nacht. Für dieses Buch gibt gutgemeinte... 3 Herzen


Ich bedanke mich für dieses Rezensionsekemplar bei Maike Nilso


Verlassene Insel, seltsame Ereignisse und Gänsehauteffekt

21 November 2012

Was man nicht alles versucht um der Pleite wie auch dem scheitern einer Beziehung aus dem Weg zu gehen? Oder diese zu retten? Das kann ich euch erzählen. Ich, Katrin, bin mit meinem Mann Gardar und meiner besten Freindin Lif auf die menschenleere Insel Hesteyri, nordwestlich von Island, geflüchtet. Ein Dorf mit Sommerhäusern und eins davon hat mein Mann erworben um das marode Teil zu sanieren und es fit zu machen für Sommergäste. Ja, warum nicht, was haben wir schon zu verlieren? Nichts! Genau so wie meine bester Freundin Lif, ihr Mann ist kürzlich verstorben und begleitet uns und hilft uns bei unserem Vorhaben. Doch irgendwas stimmt auf der Insel nicht! Unser Haus gibt seltsame Geräusche von sich, zudem passieren eigenartige Dinge... Kälte und wenig Heizmaterial wird wohl unsere kleinste Sorge sein...

Zur selben Zeit...

Hier in Isafjördur ist es eigentlich ziemlich ruhig, nicht weils keine Menschen gäbe sondern weil es ein beschauliches Städtchen ist... oder war, denn hier passieren gleich 2 Dinge die doch irgendwie seltsam sind. Ach ja, ich bin Freyr, von Beruf Arzt und Psychiater. Nicht nur das ich zu einem Tatort in einem Kindergarten gerufen werde wo jemand echte Zerstörungswut an den Tag legte, nein, es gab auch einen vermeintlichen Selbstmord. Und da dachte die Polizei ich könnte vielleicht mein Wissen in Sachen Psyche mit einbringen und hat mich bei beiden Fällen hinzugezogen. Aber je länger ich da versuche die Puzzleteile zusammen zu fügen um so unheimlicher wir das ganze...

Erster Satz:
Das Boot wurde in einem ungleichmassigen Rhythmus von den Wellen geschüttelt.




Titel und Cover, beides sehr stimmig. Man kann den Titel wörtlich nehmen und das Bild bringt die Gegend gut rüber. Man friert gleich noch etwas mehr, und kann sich vielleicht etwa vorstellen wie Einsam man sich dort fühlen kann. Schön :D

Die Autorin schreibt sehr flüssig, locker und doch schafft sie es die Spannung zu halten und die Teile super gut zusammen zu fügen.

Hier möchte ich erst mal sagen das mich das Genre, welches der Verlag für dieses Buch ausgesucht hat, etwas verwirrt. Denn es ist für mich eine typische Horrorgeschichte. Klar macht das nichts aus, aber nach dem Schluss wisst ihr was ich meine. Man geht etwas anders an ein Buch heran, find ich. Dennoch hat mir das Buch super gefallen.

Aber nun zur Geschichte, eigentlich sind es 3. Die, der Gruppe der 3 jungen Leute, die sich auf die einsame Insel begeben, um sich um die neue Zukunft zu kümmern, dann geht es um die beiden Fälle die Freyr zugewiesen wurden und es geht um seine Vergangenheit.

Yrsa Sigurdardottir hat es geschafft die vielen Handlungstränge zusammen zu bringen, den roten Fanden nicht zu verlieren und dennoch nicht in die Gefahr lief die Spannung zu verlieren.

Die Geschichten entwickeln sich ziemlich schnell, man wird gleich in das Geschehen hinein katapultiert und man macht sich schon die ersten Gedanken, nur um sie später zu verwerfen. Man studiert und grübelt was da eigentlich passiert... vor allem aber denkt man viel darüber nach wie es einem selber in einer solchen Situation ginge, vor allem bei den 3. jungen Leuten die auf der Insel sich um das marode Haus kümmern... Also mich würde da wohl keine 100 Pferde hin kriegen! Nicht weils dort einfach nur einsam ist, sondern viel zu kalt, kein Strom, kein fliessend Wasser, keine Toilette!! Das alleine würde schon für Horror pur reichen aber die Dinge die da passieren sind wirklich sehr ... sehr eigenartig!

Ich möchte eigentlich jetzt nicht alle aufzählen aber Lif, echt, so was kann eine Beste Freundin sein? Na ja... ich weiss ja nicht, also ihr Charakter und Art ist ja wirklich sehr gewöhnungsbedürftig. Da muss man schon sehr.... seeeeehr tolerant sein um so was zu ertragen.

Und Freyr? Er ist mir sehr sympathisch, auch wenn er etwas abweisend wirken mag, doch dies ist eigentlich nur ein Selbstschutz, und das kommt auch gut rüber.

So oder so, die Autorin hat es geschafft die verschiedenen Charaktere wirklich plastisch zu machen, man nimmt jedem ab das er so ist, wie er eben dargestellt wird.


 Ein Island-Thriller mit Gänsehauteffekt und der eigentlich eine Horrorstory ist ;)



Die wunderbare Welt von Fräulein Klein
Ein Schmaus nicht nur für den Gaumen

09 November 2012

Thema

Es ist wieder Backzeit, gut, die ist eigentlich immer oder ;) Doch gibt es viele die nur zu besonderen Anlässen backen, oder wenn sie grade mal Lust haben oder Besuch bekommen, aber es gibt auch Leute die backen aus Leidenschaft! Sie backen nicht nur nach Rezepten sondern kreieren auch eigene. Und so eine Fräulein Klein. Sie backt nicht nur von ganzem Herzen, nein, sie dekoriert auch sehr gerne! Und nun zeigt sie es auch in einem Buch.


Meine Meinung

Da kann ich nur sagen... ich will, ich will!!

Nicht nur der Titel ist passend, weil manche Rezepte wirklich wunderbar klingen und bestimmt auch schmecken, auch das Cover lässt erahnen was uns leckeres im Buchinnern erwartet. 

Aufmachung:
Das Buch ist in 4 Teile gegliedert, und zwar in die jeweiligen Jahreszeiten und dazu findet man die dazu passenden Rezepte. Was ich sehr sympathisch finde. Jetzt im Herbst zum Beispiel finden wir Rezepte mit Äpfel und Pflaumen aber natürlich auch andere Dinge die gut in diese Jahreszeit passen.

Das Buch besteht nicht nur aus Rezepten sondern es ist wirklich mit viel Liebe gestaltet, fast schon wie ein kleines selbstgeschrieben Rezeptbuch, mit Tipps auf den Seiten. Seien das Ergänzungen oder leichte Abänderungensmöglichkeiten, oder auch für Dekos die zum gebackenen passen. Natürlich gibt es auch ausführlichere Tipps um den Tisch zu dekorieren die eben so einfach sind wie die Rezepte und genau so geschmackvoll sind wie das essbare nur eben für die Augen :D


Fotos:
Das Buch geizt nicht mit Fotos, wunderbaren Fotos! Und das ist gut so, denn, wenn man sich das Buch nur schon anschaut läuft einem das Wasser im Mund zusammen und man will gleich in die Küche hoppsen und das gesehene ausprobieren. Nur schon deswegen ist das Buch toll. Ich schaus mir immer mal wieder an. Meine älteste Tochter meinte als sie es sich anschaute... "Das müsste einfach ein Buch sein wo man das Abgebildete bestellen kann und es wird einem gebracht!" *gg* Ja, sie ist nicht so der Koch- und Backtyp, und dennoch hat sie für den Kindergeburi etwas ganz einfaches ausprobiert, welches einfach genial angekommen ist bei den Kindern, na ja, nicht nur bei denen, ich hab auch ein paar gefuttert!

Ich selber musste natürlich gleich eins ausprobieren und hab mich für den Pink Apple Pie entschieden. Der natürlich in die Herbstzeit gehört. Und zwar nicht nur weils lecker klang und aussah, sondern weil alle Äpfel gerne mögen. Und ich muss sagen... es war gaaaaanz einfach und war sooooo lecker.


Fazit

 Ein wirklich überaus gelungenes Rezeptbuch für alle Naschkatzen!

 PS:Die Waage lässt grüssen *fg*



Ich bedanke mich herzlich bei Blog dein Buch und dem Callwey Verlag für dieses wunderbare Buch. Ehrlich, ich hätte das Buch wohl nie gesucht, geschweige denn gekauft. Aber dank der Adressen-Verwechslung landete dieses tolle Buch auch bei mir! Bin also froh das ich es jetzt habe und ich werde sicher noch viele Rezepte ausprobieren. 


Der Clan der Wolfen
Wenn ein Hund mehr als nur ein Hund ist!

04 November 2012

Geschichte

Passt auf was ihr euch wünscht, denn manchmal kommt es nicht ganz so wie ihr euch das vorgestellt habt! Wer das sagt? Ich, Nat. Ich wünschte mir einen Hundewelpen und mein Opa wollte mir einen kaufen. Er dachte das es sicher gut ist für mich, jetzt wo mein Vater abgehauen ist und ich alleine mit meiner Mum bei ihren Eltern lebe. So gingen also mein Opa und meine Mum zu einem Farmer der angeblich welche hätte doch was wir da antrafen hatte nicht die geringste Ähnlichkeit mit einem süssen Schäferwelpen. Und doch sagte mir etwas das ich genau dieses zottelige Ding mit nehmen soll, sonst würde es für ihn ein schlimmer Ende nehmen. Hätte ich gewusst das ich mir da was ganz krasses ins Haus hohle, hätte ich wohl davon abgesehen den "Hund" Namens Woody mit nach Hause zu nehmen....

Erster Satz:

Nat Carver starrte ungläubig auf den Monsterhund, der vor ihm herumstolzierte.




Meine Meinung

Titel und Cover sind nicht nur passend sonder der Wolfen der mir da entgegen schaut ist einfach genial festgehalten! Muss sagen, das Cover find ich überaus gelungen!! Dafür würde ich sogar 5 Sterne vergeben, einfach weil es den Charakter des Wolfen genau so wieder gibt wie ich ihn empfunden habe, leicht trottelig, im süssen Sinne gemeint.

Die Autorin hat ein wirklich sehr angenehmen Schreibstil, flüssig, einfach und klar, ist ja ein Jugendbuch ab 11 Jahren,  mit viel Humor.  Es ist auch für Erwachsene gut zu lesen und es wird nicht langweilig.

Die geschichte um Nat ist folgende... Nat bekommt ein Hund, zwar kein Welpe wie er gehofft hat aber er merkt schnell, eigentlich ist er sogar viel cooler als ein Welpe, auch wenn er erst nicht wissen kann worauf er sich da eingelassen hat, denn Woody ist kein gewöhnlicher Hund, sondern ein Wolfen. Eine Wesen das eigentlich schon lange ausgestorben ist, nimmt man an, und daher noch was viel wertvolleres als man sich denken kann. Auch die Regierung ist an ihm interessiert. Einige gierige und machthungrige Wissenschaftler wollen mit ihm eine neue Rasse züchten. Daher geraten die beiden schnell in Lebensgefahr, denn ein mieser Werwolfhybried hat rausgefunden das Woody noch lebt und macht sich jetzt auf die Suche nach ihm. Nat und Woody sind schon schnell die besten Freunde und nehmen all ihren Mut zusammen um sich gegen die geheime Organisation zu wehren, doch leider geraten sie in die Fängen dieser Monster...

Der Clan der Wolfen ist eine wirklich spannende und fantastische Geschichte die mich von Anfang an gepackt hat. Nicht nur das Nat sehr sympathisch ist, nein Woody, Anfangs ziemlich störrisch, wächst einem ganz schnell ans Herz. Man lebt mit den Figuren mit und hofft einfach das alles gut geht, tut es aber eben nicht, wär ja viel zu einfach! Man trifft auf Hexen, Magie, Werwölfe und Mischwesen. Wie ich finde eine gelungene Mischung.

Der Schluss ist doch eher überraschend und man will einfach nur weiter lesen und wissen was als nächstes kommt, leider hab ich den 2. Teil noch nicht hier und sitze jetzt wie auf Nadeln.

Was die Protagonisten angeht, möchte ich folgendes verraten. Nat ist natürlich der wichtigste. Der Junge der keine Freunde hat, weder in der Schule noch in der Freizeit. Er ist introvertiert und man freut sich mit ihm das er dank Woody aus sich raus kommt. Er wächst über sich hinaus und kommt in den Genuss zu erleben was es heisst Freunde zu haben und einer zu sein. Er lernt das man sich immer auf den anderen verlassen kann, auch wenn dieser Freund doch sehr speziell ist. Nat ist ein kluger Kopf und lässt sich auch so schnell nichts vor machen.

Oma und Opa sind auch sehr herzliche Menschen, mit einem kleinen Geheimnis. Nicht mal die Mutter von Nat kennt es. Sie ist eine typische Mutter, immer besorgt um ihr Kind, manchmal leicht überfordert aber warmherzig, auch wenn sie in der Geschichte am wenigsten zum Zuge kommt.

Alec und Ophelia sind auch 2 ganz besondere Charaktere. Wobei Ophelia die stärkere von beiden ist. Sie überrascht uns noch ;)

Aber auch die Fieslinge wie "Tigger" oder Scale und die andren sind wirklich sehr greifbar. Da denkt man sich manchmal das man dem einen mal nen tüchtigen Arschtritt verpassen müsste oder es tut einem gar nicht leid wenn er die Konsequenzen spüren muss.

Fazit

Ein gelungener Auftakt der Wolfen-Trilogie! Ich freu mich auf weitere Abenteuer und die Geschichte rund um Nat und Woody!

Die Nacht des Satyrs
Die Suche der Satyren geht weiter


Geschichte

Nach dem mein ältester Bruder Nick seine Frau gefunden hat und sie auch heiratete, bin wohl ich, Raine, an der Reihe meine Zukünftige zu finden. Auch wenn ich mir geschworen habe, nie mehr zu heiraten! Aber was soll ich machen, schliesslich ist es mein Schicksal, so wie es das Schicksal bestimmt, das ich ein Monster bin, halb Mensch, halb Anderweltwesen wie meine Brüder und Vorfahren, ein Satyr. König Faydon, der König der Anderswelt hat vor Jahren weibliche Mischwesen gezeugt, halb Mensch, halb Fee, welche jetzt in Gefahr schweben und unser Befehlt lautet, finden, heiraten und beschützen. Super, nun denn, muss mich wohl auf die Suche nach diesem Wesen machen, und zurück kehren darf ich erst, wenn ich sie gefunden habe...

Ich bin Jorden, 19 und unglücklich und verzweifelt. Mein Leben ist nur dazu da um meiner Mutter den Stand zu garantieren, und dass, in dem sie mich als Pfand ausgehändigt hat. Zu jedem meiner Geburtstage muss ich mit einem Mann mit, der mich ausstellt, bis ins kleinste Detail begutachten und abzeichnen lässt. Ich bin ein abartiges Wesen das nur dazu da ist studiert und begafft, und auch befingert zu werden. Werde ich je aus meiner verzweifelten Lage befreit werden? Werde ich, nach meinem eigenen Wunsch entsprechend als Frau leben können? Oder werde ich verdammt sein immer als Mann durchs Leben gehen zu müssen? Ich bin nicht liebenswert, wer will denn schon so was wie mich lieben, akzeptieren geschweige denn berühren?

Ich bin ein Hermaphrodit.

Erster Satz:

Vor wenigen Monaten erreichte ein Pergament das Weingut Satyr auf der Erdenwelt, das eine verstörende Note von Anderweltmagie ausfwies.



Meine Meinung

Tja, auch dieses Mal ist der Titel nicht grade vielsagend. Da gefallen mit die Originalen besser die sich an die Namen der Protagonisten halten. Dieser Band heisst im Original Raine, so wie halt auch der Protagonist und einer der 3 Satyrbrüder. Der Herr auf dem Cover ist absolut nicht mein Typ, auch wenn er sicher nicht schlecht zu Raine passt. Das Cover des 1. Teils hat mir besser gefallen.

Der Schreibstil in diesem Teil, find ich, ist etwas vulgärer, aber dennoch flüssig und leicht zu lesen, man flutscht nur so über die Seiten ;) Auch in dieser Geschichte wird alles andere mit Sex und Erotik gegeizt.

In diesem 2. Teil ist der mittlere der Brüder an der Reihe die Feenfrau zu finden, welche für ihn bestimmt ist und die er beschützen soll. Er findet sie auch recht schnell, wenn auch alles etwas schwieriger abläuft als er sich das wohl gedacht hat. Das Buch beginnt gleich ziemlich eindeutig, owohl auf eine ganz andere Weise als erwartet, denke ich. Also mich hats überrascht, aber nicht unbedingtt negativ. Die ersten 70 Seiten sind sehr speziell, und für mich manchmal schon fast unerträglich gewesen, ums so mehr freut man sich über das was kommt. 

Auch ist diese Geschichte viel mehr mit Sex und erotischen Szenen geschmückt als der erste Band, vielleicht auch nur so ein Gefühl, weils einfach speziell war. Und die Menge der Sexszenen für mich wirklich grade an der Grenze, nicht das ich sie jetzt unappetitlich oder unangenehm fand, sondern mehr die Menge eben an sich. Weiss nicht ob es andere auch so empfunden haben aber etwas weniger wäre sicher auch spannend und kribbelnd gewesen. Der Aspekt mit dem Hermaphrodit jedoch, ist sicher interessant, und bringt noch homoerotische Elemente mit rein.

Ehrlich? Mir hat der 1. Band super gefallen, dieses hingegen "nur". Zwar gabs für mich jetzt weniger kribbelnde Momente, doch freu ich mich auf den 3. Teil und bin gespannt was dann als nächstes kommt.

Raine, der mittlere der 2 Satyr Lorde ist eher introvertiert, organisiert und kühl bis abweisend. Manchmal hätte ich ihn echt treten können so unsensiebel wie der rüber kam, doch eigentlich ist er einfach unbeholfen und weiss nicht so recht wie er mit gewissen Situationen umgehen muss oder soll, daher ist er eher ein zurückgenommen Persönlichkeit. Er will nie die Kontrolle verlieren, was nicht einfach ist wenn man auf eine Frau trifft der es eben so ergeht.

Jorden, sie ist 19, hat nie was anderes gekannt als jemand zu sein der sie nicht ist. Sie ist einerseits der Mutter ausgeliefert und einmal im Jahr dem Arzt, der sie auf die Welt geholt hat. Er nimmt sie als Pfand zu jedem Geburtstag. Man denkt, so eine Frau ist gebrochen doch Jorden nicht, sie hat sich geschworen sich nicht unter kriegen zu lassen, stark zu sein, zu erdulden. Was einem sehr imponiert und man ergreift so oder so für sie Partei, auch wenn man normalerweise denken würde; "Mädel, sei doch nicht so stur."

Elizabeth Amber hat es auch dieses Mal geschafft die Charaktere gut rüber zu bringen. Sie sind zum greifen nah, auch wenn die Geschichte etwas an Spannung verloren hat und sich doch etwas wiederholt, hat es mich gut unterhalten und ich werde sicher weiter lesen.


Ich bedanke mich herzlich beim Knaur Verlag für dieses Rezensionsexemplar! Und ich freu mich die anderen auch noch lesen zu dürfen.


Band 1: Der Kuss des Satyrs
Band 2: Die Nacht des Satyrs
Band 3:
Die Braut des Satyrs

Band 4: Der Traum des Satyrs
Band 5: Der Ruf des Satyrs   
Band 6: Das Herz des Satyrs
Band 7:
Letzter Teil (leider erscheint er nur als eBook, zur Zeit wenigstens so viel mir bekannt ist. )

Hier kann man gut sitzen
Vom Stadtleben aufs Land!

28 Oktober 2012


Thema

Pierre M. Krause entscheidet sich nach Jahren die Stadt zu verlassen, es kann ja nicht schaden sich einen ruhigeren Ort aus zu suchen um zu leben. Es reicht völlig wenn man seinen Job in der stressigen Stadt verrichten muss, also kann es nur erholsam sein sich aufm Dorf nieder zu lassen. Nur, das es nicht ganz so einfach wird konnte er sich nicht vorstellen, doch schnell muss er einsehen dass das Dorfleben und die Dorfbewohner ein ganz eigenes Völkchen sind und sie nach ganz eigenen Regeln funktionieren... 

Erster Satz: 

Grade hilflos bei Google eingetippt: "Wie fängt man ein Buch an?"



Meine Meinung

Der Titel ist eigentlich ein Satz aus dem Buch und spielt auch auf das dörflerische Leben an. Die Gemütlichkeit und vielleicht auch Langsamkeit ;) Das Cover, nicht sehr originell, find ich, und irgendwie fragt man sich immer was in dem Moment dem Autor da durch den Kopf gehen mag. Hat er resigniert? Ist er gar gelangweilt? Egal... Schliesslich kommts auf den Inhalt an

Den Schreibstil fand ich super! Witzig, ironisch und vor Sarkasmus triefend. Man liest sich leicht durch die verschiedenen Erzählungen und das mit immer währendem Schmunzeln im Gesicht.

Der Autor behauptet strickt das die meisten Ereignisse die er hier so farbig und plastisch zum Besten gibt, reine Fantasien sind, aber 2 oder 3 sich fast genau so zugetragen haben. Doch egal welche es sind, wer auf dem Land lebt, oder da aufgewachsen ist weiss, so ist es. Hier kenn jeder jeden, man kann nichts tun ohne das es der andere weiss! Und der Neue, bleibt auch der Neue... wenigstens für eine gaaaaaaaaanz lange Zeit!

Pierre Krause erzählt nicht nur wie er aufem Dorf aufgenommen wurde, sondern was sich da so Tag täglich ereignet. Welche Hürden man da als Neuer nehmen muss, wie, das bleibt dann wohl jedem selber überlassen. Es fäng ja schon mit der Wohnungsuche an, aber hat man die dann mal, sollte man sich ja bemühen sich in die Gemeinschaft des Dorfes ein zu leben. Und schon wieder etwas wo man von einem Fettnäpfchen ins andere treten kann.

Alles nicht so einfach, Freunde finden, das Trauma mit den Rasenmähern, oder das mit dem Postboten. Oder was man so alles in der Dorfdisco erlebt... Ja ja... Das Landleben ist schön!!!

In dem Buch geht es vor allem um Herrn Krause, den Autor. Er erzählt von seiner Warte aus das Geschehen und Erleben aufm Dorf. Er, ein Stadtmensch kann sich nur schwer in die Psyche der Dörfler einleben, geschweige denn einfühlen, alles scheint da ganzanders zu sein als in der Stadt, andere Menschen als er selber. Immer wieder leicht verunsichert, verwirrt oder einfach erstaunt muss er merken das diese Menschen auch nur Menschen sind.

Zitat: 

Das ist die wahre, praktizierte Bedeutung von Toleranz: Gleichgültigkeit.

Ich bedanke mich beim Rowohlt Verlag für dieses Rezibuch, es hat mich gut unterhalten.


Vom Glück mit Büchern zu leben
Oder wie Prominente ihre Bücher aufbewahren

21 Oktober 2012

Thema

Stefanie von Wietersheim, die Autorin dieses Buches, und Claudia von Boch, die Fotografin, haben hier ein Buch erschaffen welches sich nicht nur mit den Menschen befasst, sondern mit Menschen deren Leben ganz besonders geprägt ist von Büchern, egal in welcher Form auch immer. Sie entführen uns in die privaten Räumlichkeiten von Prominenten und öffnet für uns ein kleines Türchen für einen ganz spannenden Einblick.




Meine Meinung

Titel und Cover könnte nicht passender sein, denn was wäre es für ein Unglück ohne Bücher leben zu müssen? Gut, ich kenne da schon welche die nicht unglücklich wären aber für uns Buchwürmer, Leseratten und Bibliophilnen ein nicht vorstellbares Szenario! Das Cover verbreitet nicht nur eine einladende sondern auch eine sehr entspannte Atmosphäre. Da muss der Inhalt ja auch dem entsprechend sein und ich wurde nicht enttäuscht!

Frau Stefanie von Wietersheim hat einfach einen wunderbaren Schreibstiel! Es macht Spass sich durch die Seiten, die Räume der verschiedenen Persönlichkeiten geleiten zu lassen. Sie erzählt vieles über die Person, Dinge, die man vielleicht so gar nicht erfahren hätte. Doch Menschen mit einer Leidenschaft, oder gar Obsession zu Bücher und dem lesen gegenüber, kommen einfach ins schwärmen wenn sie darüber reden können. Sie verraten vielleicht gar Geschichten die man so sonst nicht Jedem anvertraut hätte, und so hat man das Gefühl dabei zu sein, und nicht nur ein stiller Leser der aus der Ferne die Erzählungen einfängt.

Frau von Wietersheim durfte mit Personen wie Barbara Schöneberger, Florian Langenscheidt, Felicitas Lovenberg, Wolfram Siebeck und anderen sprechen, sich mit ihnen über den Weg unterhalten wie sie zum lesen, sammeln und vielleicht gar zum schreiben gekommen sind. Und bei einigen staunt man, mit anderen kann man sich identifizieren und erkennt sogar das ein oder andere bei sich wieder. Kleine Marotten, Vorstellungen oder gar Gedanken...

Frau Claudia von Boch, die Fotografin bekam Zugang zu den privaten Räumen der verschiedenen Persönlichkeiten, sie durfte nicht nur die Person ablichten sondern die Atmosphäre der Bücherregale, Leserzimmer oder Arbeitsräume einfangen und das tat sie mit einem ungeheuren Blick fürs Detail! Das Buch ist nicht nur ein Schmaus für die Sinne des lesen sonder eben so für die Augen. Man erkennt die Verschiedenartigkeit, die Vorlieben, und keine einziges mal dachte; "Wie kann man nur...", denn jeder geht mit dem Buch anders um. Die einen stapeln sie, die anderen trappieren sie und wieder andere ordnen sie akkurat... Ich fand die Einblicke sehr spannend und man beginnt zu träumen, macht sich Gedanken nur um dann wieder die Augen zu öffnen und weiter zu schauen wie es die Anderen denn so halten.

Das Buch ist so aufgebaut das ein Seitengrosses Bild der Person gezeigt wird, die nun porträtiert wird. Dann wird uns ein Einblick gewährt in die Räumlichkeiten und das Verhältnis zu Büchern und dem Lesen und am Schluss kommen die berühmten paar Schlussfragen, immer die selben und das fand ich einfach spannend, so die Vergleiche und die Buchtipps... Das ganze ist wirklich sehr harmonisch und ich werde mir das Buch sicher immer mal wieder ansehen.
 
Zitat von Ildiko von Kürthy
Ich fühle mich wohler, wenn Bücher um mich herum sind. Sie sind gute Gegenstände, es ist so, als ob viele Spaghetti im Haus sind.

Zitat von Florian Langenscheidt
Bücher sind wichtig, weil sie die einzige Möglichkeit bieten, mit der Kraft der Imagination in fremde Welten zu tauchen.


Fazit

Dies ist ein muss für jeden der mehr als nur das kurze Erlebnis des Lesens in einem Buch sieht.



Ich bedanke mich noch ganz herzlich beim Callwey Verlag und ebenso bei Blog dein Buch, sie haben es mir ermöglicht dieses tolle Werk nicht nur zu lesen und zu entdecken sondern es jetzt auch zu besitzen :D





Als das Leben überraschend zu Besuch kam
Es ist nie zuspät!

17 Oktober 2012

Geschichte
Hallo, ich bin Jacqueline und bin 73. Ihr denkt, da ist das Leben schon gelaufen? Ehrlich, das dachte ich auch, bis zu dem Tag an meinem Geburtstag wo ich nicht nur mein Häuschen, sondern auch meinen Eheman verlassen habe und das nach über 50 Jahren Ehe. Wie sagt man so schön? "Es ist nie zu spät!" Oder doch? Ich mein, was soll ich schon noch mit 73 machen, erwarten, neues Entdecken? Erst wusste ich nicht mal wohin ich soll, doch dann wusste ich es, ich werde meine Cousine besuchen, die ich über 50 Jahre nicht mehr gesehen habe! Obwohl wir einmal wie Schwestern waren. Ich hab nicht mal eine Nachricht für meinen Mann da gelassen, ich bin einfach auf und davon, in der Hoffnung endlich das zu finden, was ich immer schon vermisst habe, immer hinter her getrauert hab. Werde ich das Glück finden?

Erster Satz: 

Über das Leben der Menschen wusste ich wenig.




Meine Meinung

Was den Titel angeht ist er sicher speziell, aber irgendwie konnte ich mich jetzt bis zum Schluss nicht anfreunden damit obwohl er sicher nicht schlecht passt. Vor allem das mit dem "Besuch" find ich unpassend denn eigentlich tritt neues in das Leben von Jeaqueline ein und sollte ja auch bleiben und nicht nur schnell rein schauen und wieder verschwinden... Dafür gefällt mir das Cover umsobesser, da würde ich gleich einziehen wollen wenn es dieses Haus dann gäbe... einfach herrlich und die Farben sind einfach schön, nicht nur weils Lila ist sondern einfach weil alles so stimmig wirkt, harmonisch...

Die Autorin hat die Geschichte in einem Erzähl-Stil geschrieben. Und zwar aus der Sicht eines Schmetterlings. Jep, sehr speziell und dennoch schön. Denn hier kann auch der Wind sprechen, auch wenn es eben nur die Schmetterlinge verstehen. Ich musste mich zwar erst etwas dran gewöhnen weils an sich ja nicht so ins Genre passt aber bald schon fand ich die Idee schön und es irritierte mich gar nicht mehr. Frau Vermalle hat einen wirklich schönen Schreibstil, manchmal schon fast poetisch und manchmal recht philosophisch... und so bildlich. 

Die Geschichte ist wirklich interessant, denn wer traut sich schon mit 73 Jahren sein Leben neu zu beginnen? Das fällt manchen jüngeren Jahrgängen ja schon schwer!! Also ich kann Jeaqueline nur bewundern und ich dachte oft so... Nur ein kleines Stück von dem Mut was diese Dame aufbring und ich würde Berge versetzen! *gg* Ich sehe diese alte, zierliche und doch noch schüchterne Dame vor mir, deren Augen aber voller Neugierde und Tatentrang strahlen. Sie möchte man einfach gerne kennen lernen, fragen was sie sich dabei gedacht hat so was zu machen. Aber so einfach scheint es ihr dann eben doch nicht zu gelingen neu anzufangen denn sie sucht ihre Cousine auf, von der sie sich Rat erhofft und vielleicht auch Hilf, aber was sie alles mit ihrem weggehen auslöst, hätte sie nicht im Traum gedacht, denn in ihrem alten zu Hause schmiedet der verlassene Ehemann ein Plan um seine Frau zurück zu bekommen. Auch er versucht vergangene und schon fast vergessene Träume in die Tat um zu setzen, nicht unbedingt damit er sagen kann ich habs getan, sondern um seine Frau zu beeindrucken...

Ob die beiden Alten dies wirklich schaffen... das lasst euch von den Schmetterlingen erzählen...

4 Personen prägen die Geschichte...

Jeaqueline, 73, enttäuscht vom Leben, der Liebe und sich selber. Sie nimmt ihren ganzen Mut zusammen und steigt aus so einem traurigen Dasein aus um ein neues Leben zu finden.

Marcel, ihr verlassener Ehemann, der erst dann rausfindet was er eigentlich mal hätte werden wollen als er schon alt und zudem jetzt auch noch verlassen wurde. Der über sich hinauswächst im Kampf um seine Frau und das Leben das er verloren hat. 

Nane, die fast 80 jährige Cousine, Witwe, etwas verschroben und doch so herzlich. Und vor allem Anlaufstelle für Gestrandete, Aussteiger und Ratsuchende. Auch sie seh ich förlich vor mir, unangepasst, direkt wenns sein muss aber auch schweigsam.

Und dann noch die Haushälterin von Nane, die 35 jährige Arminda...

Ein wirklich allesamt liebevoller Haufen Menschen! 


Fazit

Ein schönes Buch über das Leben, das Glück und die Wünsche und Träume und vor allem darüber, das es nie zu spät ist sie zu verwirklichen. Und doch denke ich ist es kein Buch für jeden, alleine schon weil das Buch aus der Sicht eines Schmetterlings geschrieben ist, des mag manchen etwas seltsam oder gar überflüssig vor kommen. Aber ich denke das ist ein Teil welcher den Charme ausmacht welcher dieses Buch inne hat. 


Ein Interview mit Leonie

10 Oktober 2012

Vor einer Woche durfte ich einen kleinen aber sehr bedeutenden Einblick in das Leben von Leonie erhaschen, denn ich bekam vom Wörterseh Verlag das Buch zur Rezension zugeschickt. Ein Buch welches mich tief beeindruckt und berührt hat. Leonie ist nicht erst heute eine junge und starke Frau, nur hat sie gelernt die Willenskraft aufs Leben zu fokussieren und ihre Sucht zu überwinden. Mit ihrem Buch Federleicht - Wenn Nichts glücklich macht, hat sich sicher nicht nur mich beeindruckt sondern in Zukunft noch viele andere.

Schon bevor ich das Buch gelesen hatte wusste ich, ich würde Leonie gerne befragen, befragen wie es ihr heute geht, was sie so macht, was sie beschäftigt und so kam das folgendes Interview, dank den lieben Mitarbeitern des Verlages, zustande.




ICH: Beginnen wir mit dem IST-Zustand. Wie geht es dir gerade, wo stehst du?

LEONIE: 
Ich fühle mich momentan so glücklich wie schon lange nicht mehr. Mein Buch, Federleicht ist nun seit dem 28. September im Buchhandel erhältlich und ich habe mir somit einen grossen Traum erfüllen können. Schon in dieser kurzen Zeit erhielt ich viele positive Anmerkungen zu meinem Buch, welches einigen Menschen bereits sehr geholfen haben soll. Und genau das war mein Ziel mit Federleicht. Nun endlich scheinen all die Jahre voller Verzweiflung und Hungern einen Sinn zu ergeben. Nun endlich kann ich langsam einen Schlussstrich ziehen…
Neben der Arbeit mit dem Buch befinde ich mich natürlich auch noch sehr viel über den Wolken. Meinem Traumberuf als Flugbegleiterin gehe ich nun seit etwas mehr als einem Jahr nach und möchte dies noch eine sehr lange Zeit tun. Diese Berufung ist für mich meine neue Leidenschaft und Lebensfreude geworden. Sobald ich die Uniform trage spüre ich in mir die neue Leonie, die Flugbegleiterin. Und in dieser Welt bleibt die Magersucht am Boden. In den Lüften fand ich mein neues Ich, kann essen und geniessen und lernte sogar meine engste Freunde dort kennen. 

ICH: Nach dem dein grösster Traum, der Beruf Flugbegleiterin, in Erfüllung gegangen ist, welchen grossen Traum hegst du zurzeit? Und was machst du, um diesen zu verwirklichen? Oder gibt es sonst ein Ziel das du zurzeit erreichen möchtest?

LEONIE: 
Vor zehn Jahren träumte ich davon, eine Prinzessin zu sein und eine Villa direkt am Meer zu besitzen. Vor fünf Jahren träumte ich von Selbstakzeptanz und Kontrolle. Ich träumte vom Abmagern. Heute träume ich von einer glücklichen und gesunden Familie. Ich möchte noch die ganze Welt bereisen, einen Mann kennen lernen, irgendwann heiraten und Kinder bekommen. In einigen Monaten möchte ich mich gerne für den Posten eines Senior Cabin Crew Members bewerben. Aber die wahren Träume sind die kleinen, schönen Dinge im Leben, welche durch die Gewohnheit leider viel zu oft und viel zu schnell vergessen gehen. Ein weiterer Traum von mir wäre es, mit Hilfe eines Arztes ein neues Therapie-Konzept zu kreieren. Um noch mehr Menschen, welche mit dieser Krankheit konfrontiert sind helfen zu können.

ICH: Am 8. Oktober 2009 sah das ja alles noch ganz anders aus. Was hat sich seit da verändert?

LEONIE: 
In diesen wenigen Jahren hat sich mein Leben um 180 Grad gedreht. Damit meine ich nicht bloss den Alltag, sondern auch die gesamte Lebenseinstellung und auch meine Denkweise. Meine ganze Person. Im Jahre 2009 lebte ich als Ana. Das ist ein Name für die Magersucht, die für Betroffene als Person oder Freundin betrachtet wird. Als Ana lebte ich verschlossen in der Welt des Hungerns. Isoliert, zerstäubt, unglücklich, selbstzerstörerisch und vor allem auch blind meinem Umfeld gegenüber. Teilt man das Leben mit der Magersucht, dann gibt es eben nur doch sie. Und alles andere verliert an Wert. Heute, im Jahre 2012 bin ich ein anderer Mensch. Fröhlich, aufgeschlossen, reif, gläubig und besonders dankbar für meine Familie und das Leben. Ich arbeite als Flugbegleiterin, bin erwachsen und selbstständig geworden. Gewisse Charaktereigenschaften wie Zielstrebigkeit hab ich zum Glück nicht verloren, setze diese heute aber nicht mehr ein, um immer dünner, sondern um ganz gesund zuwerden. Was sich noch verändert hat? Ich bin ca. 13kg schwerer und konnte ein gesünderes Essverhalten entwickeln.

ICH: Als du dachtest du wirst sterben, die tiefe Verzweiflung, die muss ja kaum auszuhalten gewesen sein? Warum meinst du hat es damals nicht schon klick gemacht?

LEONIE: 
Ich denke nicht, dass ich damals im Stande war Gefühle von Angst wahr zu nehmen. An dem tiefsten Punkt angelangt, konnte mein Körper kaum noch denken oder fühlen. Jedoch ging mir das Erlebnis, dem Tod so nah zu sein, sehr tief ins Herz und in mein Bewusstsein. Das war der Auslöser dafür, dass  ich langsam akzeptieren konnte, dass ich krank war.

ICH: Hast du diese tiefe Verzweiflung noch oft danach gespürt? Empfindest du heute noch immer ab und an so? Wenn ja, was hilft dir diese dann zu bekämpfen?

LEONIE: 
Es gehört wohl zum Leben, dass man Höhen und Tiefen hat. Während der Therapiezeit lebte ich in einem permanenten Tief. Erst als ich gegen die Sucht ankämpfen wollte, lernte ich die guten und die schlechten Gefühle zu erkennen. Zu erkennen und zu beeinflussen. Heute lebe ich als ein sehr glücklicher Mensch, oft in einem Hoch meiner Gefühle. Natürlich kommen immer wieder kleine Tiefs in meinem Alltag. Meistens wenn ich mich nach dem Essen doch mal wieder schlecht fühle oder ich gerade besonders viel Stress im Alltag habe. Das Schwerste ist aber, der Kontakt mit magersüchtigen Mädchen. Dann muss ich mich gegen die Suchtgefühle besonders wehren. Dagegen helfen meist kleine Ablenkungsmanöver wie spazieren gehen, telefonieren und ganz klar, sich an die schlechten Zeiten erinnern. Und daran, wie gut es mir heute geht.

ICH: Empfandest du andere Menschen immer viel zu dick im Vergleich zu dir oder waren sie für dich immer total normal schlank? Nur du ebenen nicht? Das ging mir immer wieder durch den Kopf, als ich dein Buch las. Der Vergleich unter euch Magersüchtigen scheint ja funktioniert zu haben, ihr habt wahrgenommen wenn ihr oder die andere dünner ward.

LEONIE: 
Ich betrachtete mein Gegenüber immer als sehr normal. War jemand durchschnittlich gebaut, empfand  ich ihn als gesund. Nie als unattraktiv oder zu dick. Selbst wenn ich wusste, dass mein Körpergewicht niedriger war, als das eines anderen magersüchtigen Mädchens konnte ich mich nicht als dünn betrachten. Das Mädchen aber nahm ich als krankhaft untergewichtig wahr. Eine für die Anorexia Nervosa leider sehr übliche Sicht der Dinge.

ICH: Als ich gelesen habe, dass zur Therapie gehörte mit Gleichgesinnten zu essen dachte ich so bei mir... Was bringt das? Das fördert doch den Druck enorm noch weniger als die andere zu essen? Sollte man nicht das Essen so normal wie möglich gestalten?

LEONIE:  
Da bin ich sehr deiner Meinung! Ich selber kann mich heute noch nicht mit diesem Therapie Konzept anfreunden. Mir schadete der Aufenthalt in der Klinik mit Gleichgesinnten mehr als er geholfen hatte. Da das Bild eines gesunden Essverhaltens ohnehin sehr verschoben ist, braucht man einen gesunden Vergleich. Später als ich dann Zuhause und bei der Arbeit wieder mit einem gesunden Umfeld konfrontiert wurde, konnte ich mich so am Normalen orientieren. Man lernt somit wieder, welche Essportionen gut sind und dass das Essen etwas sehr Schönes ist. Und zudem auch einen ganz wichtigen, sozialen Aspekt hat.

ICH: Der ganze Lebensinhalt einer Anorexie nervosa Patientin besteht darin Ausreden zu erfinden, zu lügen, zu überlegen wie man die wenigen Kalorien los wird die man eingenommen hat, welche Tricks es gibt um das auch noch zu fördern, dem Druck der Anderen auszuweichen und noch vieles mehr. Wie bekamst du all das raus? Hast du gegoogelt, Bücher gelesen oder dich mit Anderen ausgetauscht?

LEONIE: 
Ja und Nein. Die Magersucht hat ein sehr typisches Krankheitsbild welches eine betroffene Person sehr oft von alleine entwickelt. Es hat mich immer und immer wieder erstaunt, wie exakt gleich die anderen magersüchtigen Mädchen und ich waren. Wir dachten dasselbe, hatten dieselben Tricks und Methoden entwickelt. Man wächst unbewusst rein und erst später merkt man, was man für einen merkwürdigen Lebensstiel angenommen hat. Es ist aber auch so, dass man sich automatisch mit dem Thema Essstörungen auseinandersetzt. Ich war nie auf „Pro Ana“ Websites und suchte mir dort Diät Tricks raus. Aber ich las viel über diese Krankheit nach um etwas über die Anorexia nervosa zu erfahren. Leider aber befassen sich die meisten Magersüchtigen mit den „Tipps und Tricks“ im Internet.

ICH: Aber der ganze Tag besteht vor allem aus Angst, Scham und schlechtem Gewissen. Es bleibt wirklich nicht mehr viel Platz für anderes. Wie sieht es jetzt bei dir aus, seit einem Jahr bist du in ein neues Leben eingetreten, hast deinen Traumberuf gefunden und bist wieder zu Hause. Vor was hast du zurzeit am meisten Angst? Hast du noch immer Schuldgefühle und empfindest du noch immer Scham? 

LEONIE: 
Heute lebe ich tatsächlich ein ganz neues Leben!:-) Und das empfinde ich als herrlich! Mein Tag ist absolut nicht mehr von der Magersucht geprägt. Ja, sie ist noch irgendwo im Kopf und wenn es mir nicht besonders gut geht, kommen die Gedanken wieder hoch. Aber immer nur kurz. Mein heutiger Alltag bietet so viel Platz für Lachen und Leben. Das muss ich noch immer etwas nachholen. Ich freue mich jeden Tag zur Arbeit gehen, abheben, fliegen zu können! In dieser Firma lernte ich meine engsten Freunde kennen, welche mein Leben ebenfalls sehr versüssen. Dazu achte ich auf abwechslungsreiche Tage. Sei es mal einen gemütlichen Tag mit Freunden oder einen kurzen Jogging-Rundgang mit meinem Hündchen. Ich kann mich nun wieder auf die Familie und mich, das heisstdie neue Leonie konzentrieren. Und selbstverständlich einen ganz wichtigen und neuen Punkt in meinem Leben, auf das Buch – Federleicht.

ICH: Du schreibst im Buch, dass man Magersüchtige nie auf ihr Gewicht oder Essen ansprechen soll, was aber nun wirklich nicht einfach ist, einfach weil einem das als Erstes ja ins Auge springt. Ich weiss aus Erfahrung aber, dass du recht hast, aber was würdest du denn jemandem raten, der mit dem
Thema konfrontiert ist. Einfach ignorieren?

LEONIE: 
Ja, es ist sehr schwierig mit einer magersüchtigen Person zu reden. Da spielt der Charakter schon auch noch eine Rolle. Es ist ganz wichtig, dass man die Betroffenen darauf anspricht, dass sie zu dünn aussehen, dass sie sich unbedingt Hilfe suchen sollte. In der Therapiephase, wenn das Mädchen am aufbauen ist, sind Komplimente oder Fragen zum Gewicht ganz klar fehl am Platz. Bekommt man in der Therapie Phase ein Kompliment, bezieht sich das natürlich auf das Gewicht. Und gut aussehen heisst auch, zugenommen zu haben. Aber ein Aussenstehender soll sich nicht den Kopf darüber zerbrechen, welche Worte die richtigen und welche die falschen sind. Abgemagerte Menschen sehen nicht schön aus und das sollen sie auch so zuhören bekommen.

ICH: Als ich die Stelle las wo du den Anruf wegen deiner Stelle als Flugbegleiterin bekommen hast war ich wirklich sehr ergriffen. Wie muss es denn für dich gewesen sein! Kannst du dieses Hochgefühl noch hervorholen wenn es dir mal ganz schlecht geht? Oder hast du inzwischen gute andere Mechanismen erarbeitet um nicht mehr all zu tief zu fallen?

LEONIE: 
Dies war ein Moment, welchen ich nie wieder vergessen werde. Um ehrlich zu sein, habe ich mit dieser Zusage nie im Leben gerechnet. Ich war noch viel zu dünn, zu scheu, zu unerfahren und zu jung. Doch das Schicksal hatte an diesem Tag seine Kräfte wirken lassen. Als ich im Zug den Anruf meiner Vorgesetzten erhielt und erfuhr, dass ich die Stelle bekomme - das ist unvergesslich und wunderschön. Ja, diese Gefühle kann ich jederzeit wieder hervorrufen und kann dann manchmal noch immer nicht fassen, dass sich dieser Traum erfüllt hat.

ICH: Ich bewundere dich, deinen Willen, deine Kraft! Ich weiss, von Magersucht ist man nie wirklich geheilt. Man muss immer aufpassen, doch ich hoffe von ganzem Herzen, dass du immer wieder die Kraft haben wirst dem Giftzwerg die kalte Schulter zu zeigen.

Möchtest du zum Abschluss noch etwas los werden. Einen Rat, einen Gedanken...

LEONIE: 
Vielen Dank für die interessante Auseinandersetzung. Es ist mir eine grosse Freude und Ehre, dass du dich mit meinem Buch auseinandergesetzt hast und eine Rezension darüber geschrieben hast. Ja, dieser Giftzwerg sitzt noch auf der Schulter. Aber er verschwindet oft und zeigt nun endlich sein wahres Gesicht. Nun endlich erkenne ich das wahre Leben, die Menschen um mich herum und dass das Leben so schön sein kann – und man es nutzen sollte... In meinem Buch können sich viele Menschen wiederfinden. Seien es Betroffene, Eltern, Freude, Lehrer… Ich möchte sagen: Lernt aus meinen Fehlern und macht es besser. Setzt euch Ziele vor Augen und entscheidet euch wofür ihr wirklich leben wollt. Haltet zusammen und bleibt stark!

ICH: Ich bedanke mich ganz herzlich, dass du mir gestattet hast ein Intewiev mit dir zu führen, es war mir eine Freude.

LEONIE: 
Ich wünsche auch dir von Herzen nur das Beste! Leonie



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Ich bin kein Serienkiller
Das Monster in mir

28 September 2012

Geschichte

Hallo ihr, ich bin John, John Wayne Cleaver, 15 Jahre und bin anders. Ich wusste das schon immer, aber spätestens als ich dann 8 wurde, war allen klar, denn ab da verschlang ich alles was mit dem Thema Serienmörder zu tun hat und dabei ist es geblieben, es ist ein richtiger Zwang. Genau so wie meine Faszination für den Tod. Vielleicht entstand das Interesse aus dem Versuch heraus meine dunkelsten Seiten im Griff zu haben. Denn in mir haust ein Monster! Ich bin ein Soziophat, mit einer typischen Serienkiller Laufbahn. Und doch, ich will das nicht aber mein Schicksal sieht das anders. Doch dank meinen eigenen Regeln hatte ich das Monster hinter einer dicken Mauer in Schach...

Bis eines Tages ein Serienkiller unser kleines Städtchen unsicher macht und das auf brutalste Weise. Langsam aber sicher erwacht das Monster in mir, wird stärker und ich brauch immer mehr Willenskraft es in Schach zu halten. Denn so Jemand will ich nicht sein. Ich hätte nie gedacht das ich freiwillig mal diese mühsam errichteten Mauern selber einreissen würde um mein Monster zu entfesseln...

Erster Satz:

Mrs. Anderson war tot.



Meine Meinung

Überraschender weise stimmt hier der deutschsprachige Titel mit dem englischen Original überrein und besser könnte er eben nicht sein. Das Cover ist schlicht gehalten und macht doch Eindruck. Mir gefällts.

Dan Wells hat einen lockeren, flüssigen Schreibstil, der mich nie hat stocken lassen und mich so, von Anfang an, mit gezogen hat, mit gezogen in die Untiefen der eigenen dunklen Seiten.

Johns Geschichte ist nicht nur ein Psychothriller, sondern es ist eine Mischung denn auch Fantasyaspekte gibt es darin. Was die Story aber so besonders macht, ist in meinen Augen nicht das Thema an sich, sondern das der Protagonist erst 15 und das Buch tiefsinnig und intelligent ist. Geschichten über Serienkiller, Mörder und so weiter, gibt es schon genügend, aber dieses Buch ist für mich neu. Denn es beschäftigt sich sehr mit den Gedanken des Jungen, der weiss das in ihm was Böses lauert, der aber eigentlich das gar nicht will und versucht einen Weg zu finden den Zwang möglichst zu unterdrücken, den Zwang jemanden zu töten und das schon mit 15 Jahren.

Dan Wells ist mit dem Buch, für mich, ein wirklich geniales Debüt gelungen. Nicht nur weils gut geschrieben ist, sondern weils irgendwie anders ist. Mir kam die Serie DEXTER in den Sinn, wobei da die Geschichte etwas anders gelagert ist, aber dennoch musste ich daran denken. Das Buch hat mit einfach mit gerissen, man will einfach mehr über diesen sehr sympathischen Jungen erfahren, will wissen wie es nun ausgeht, hat er ES im Griff? Gedanken wie... "Wie böse kann man sein um noch als gut zu gelten" ... kamen mir da in den Sinn. Wie schwierig muss es sein so ein Kind auf zu ziehen, zu wissen was los ist?

Ich werde mir die anderen beiden Teile ganz sicher auch zu legen, denn ich will wissen wies weiter geht!

Wie gesagt, der 15. jährige John ist mit sehr ans Herz gewachsen. Mit seiner zwar total verschlossenen Art wirkt er dennoch nicht abweisend, da er grosse Einblicke in seine Gedanken- und Seelenwelt gewährt. Dem Autor ist es wirklich gut gelungen die Personen förmlich zum leben zu erwecken, so das ich das Gefühl hatte, dabei zu sein.

Lieblingsstelle:

"Andererseits will ich dich gar nicht aufschneiden, Rob. So jemand will ich nicht sein. Deshalb habe ich eine Regel aufgestellt: Immer wenn ich jemanden aufschneiden will, sag ich stattdessen etwas nettes zu ihm. Deshalb sage ich: Rob Anders aus der Carmation Streed 232, du bist ein toller Typ. 


Sollten wir doch vielleicht auch mal ausprobieren, was meint ihr?