Touched #1
Der Preis der Unsterblichkeit

27 Februar 2012


Geschichte

Hi, mein Name ist Remy, ich bin knapp 18 Jahre alt und lebe mit meiner Mutter und ihrem Schlägerfreund unter einem Dach. Mein Leben besteht darin meine Mutter zu beschützen, das heisst, mich schützend zwischen ihn und sie zu stellen wenn es wieder mal darum geht das er meine Mutter verprügelt. Ja, das ich da was mit abbekomme ist nur logisch, mehr als man sich überhaupt vorstellen mag, aber ich bin stärker als meine Mutter, und ich habe einen grossen Vorteil, denn ich bin ein Freak. Vor ein paar Jahren keimte in mir eine Fähigkeit auf die ich nutzbar machen kann um meine Mutter und mich selber wieder zu heilen. Mit meiner eigenen Energie kann ich Menschen wieder gesund machen, ich kann Verletzungen wie auch Krankheiten heilen. Doch es ist mein grosses Geheimnis, keiner weiss es, ausser meiner Mutter, die es aber schlicht verleugnet. Klar haben solche "tollen" Fähigkeiten auch ihre dunklen Seiten, die bei mir die sind, das ich jegliche Verletzung, Schmerzen und Krankheiten erst auf mich übertragen muss. Heisst, ich spüre alles was der andere auch spürt. Und dann kann ich mich wieder selber heilen. Aber jetzt wieder zurück zu dem Arsch von einem Mann, ich hoffe jedes mal das sie diesen Scheisskerl anzeigt, sich gegen ihn und für mich, oder besser uns entscheidet. Doch das tut sie nicht, auch diese mal nicht, als sie schwere Kopfverletzungen ab bekam und ich einiges mit einstecken musste. Also lagen wir halt beide im Krankenhaus und als ich aufwachte sass mein richtiger Vater an meinem Bett. Ihr könnt euch sicher vorstellen wie wütend ich auf ihn bin, er, der mich einfach so hat im Stich lassen taucht jetzt einfach so auf? Und doch.... ich bin dankbar, denn ich will einfach nur noch weg, weg von meiner Mutter, weg von diesem Schlägertyp. Doch wenn mein Vater denkt ich seh ihn als rettenden Ritter hat er sich geschnitten.

Tja, doch es kommt ja bekanntlich immer anders als man denkt, denn anstatt das sich die Familie meines Vaters mir gegenüber abweisend benimmt schliessen sie mich vom ersten Augenblick in ihre Herzen, jetzt hab ich nicht nur eine Stiefmutter und meinen richtigen Vater wieder sondern auch eine Schwester. Meinen Vater hab ich aber klar gemacht dass ich es einen Monat bei ihnen versuche, wenns nicht klappt, bin ich schneller wieder weg als er meinen Namen sagen kann. Aber was mich in den kommenden 2 Wochen dann alles beschäftigt hatte, damit hab ich nicht gerechnet, nicht nur das ich Freude fand, ich mich in meinem neuen zu Hause richtig wohl zu fühlen begann, nein, ich lernte einen Typen kennen! Und ich weiss, er ist wie ich, und doch nicht. Was ich damit sagen will ist, er ist genau so anders wie ich, einfach auf eine verwirrende Art und Weise. Aber leider nehmen schöne und friedliche Zeiten ein jähes Ende, denn nun wird nicht nur mein Leben aufs neue Bedroht...


Erster Satz:

Okay, es wir gleich höllisch weh tun 


Meine Meinung

Ein besserer Titel hätte es in meinen Augen gar nicht dafür gegeben. Das Cover ist zart, und doch voller Power mit dem Rotton. Doch wieder ist es ein Mädchengesicht und langsam verleidet es mir wirklich. Irgendwie scheinen die Ideen aus zu gehen.

Die Autorin schafft es von Anfang an die Spannung hoch zu halten. Auch wenn für mich die ein oder andere Wiederholung weg gelassen werden könnte weil man es nicht nur inzwischen weiss sondern es auch logisch scheint. Doch liest sich die Geschichte wirklich flüssig, leicht aber dennoch mit dem nötigen Tiefgang, denn das 2 Thema welches mit der Heilergeschichte einhergeht ist Gewalt und Misshandlung, und ich finde Corrine Jackson hat es geschafft das es einem so richtig unter die Haut geht, man mit Remy, der Protagonistin mit fühlen kann. Obwohl das Buch zum Fantasygenre gehört hat sie den Spagat geschafft das andere Thema nicht lächerlich zu machen.

In der Geschichte geht es um Remy, die Heilerin, die misshandelte und vernachlässigte, und doch konnte der Scheisskerl sie nicht brechen. Sie wurde hart aber sie hat sich ihren weichen, herzlichen Kern beibehalten, trotz allem was sie erleben musste. All den Verrat seitens der Mutter konnte sie nicht dazu bewegen sie im Stich zu lassen, sie ist die Starke der Dreierkonstelation. Als Remy dann von ihrem Vater zu sich genommen wird, muss sie lernen zu vertrauen, Liebe nicht nur anzunehmen sondern sie auch selber zu zu lassen, aber das fällt natürlich schwer wenn man Mauern um sich gebaut hat, nicht nur um sich selber zu schützen wenn es ums Heilen ging sondern eben auch, aus Verlustängste. Als sie das aber alles zulässt, merkt sie, das es ihr dabei besser geht, sie lässt Liebe sogar so stark zu dass sie alle bedenken fallen lässt obwohl ihr der neue Typ anscheinend ans Leder will. Aber dank des Vetrauens das sie neu gewonnen hat, bleibt sie Stark, selbst dann, als alles in Gefahr läuft aus dem Ruder zu laufen und der Albtraum passiert vor dem sie immer solche Angst hatte...

Remy, ich hab sie vom ersten Augenblick in mein Herz geschlossen, so stark wie sie, wollte ich immer schon sein. Sie erinnert mich etwas an mich, von sich wenig überzeugt, von ihrer Gabe und ihrer eigenen Stärke, fühlt sie sich manchmal verloren und alleine, doch sie gibt trotz allem nicht auf! Auch wenn es wieder mal Rückschläge zu verdauen gibt sie bleibt sich treu. Und wenn sie sich mal was in den Kopf gesetzt hat, dann zieht sie das auch durch. Ich kann Remy förmlich vor mir sehen, wild, manchmal stur, sehr hübsch und doch so zerbrechlich, da kommt doch gleich ein Beschützerinstinkt auf.

Was Ahser angeht, der unglaublich tollaussehende Typ, er ist voller Geheimnisse. Was er ist? Nun, das musste Remy auch erst raus finden. Ein so genannter Beschützer ist er, doch leider klingt das viel romantischer als das es in Wirklichkeit ist! Denn die Beziehung zwischen Heilerinnen und den Beschützern wurde vor mehr als 100 Jahren zerstöhrt. Daher kämpft Asher mit seinen eigenen Dämonen, vor allem wenn er in der Nähe von Remy ist, doch er ist aus einem ähnlichen Holz geschnitzt wie sie,  aber wenn er was will, schafft er es auch und bekommt es, koste es was es wolle!


Meine Lieblingstelle:

"Sie haben Unrecht. Unsterblichkeit ist ein Fluch. Als Mensch sollte man sterben. Die Todesangst ist es, die unserem Leben einen Sinn gibt - das Wissen, dass einem das, was einem am liebsten ist, jederzeit genommen werden könnte, gibt jeder Minuten, überhaupt allem, mehr Sinn. Wenn jeder Tag gleich ist, stumpfst du ab.


Fazit

 Ein wirklich gelungener Jugendroman, mit viel Herz und Gewalt, wenn auch zu kurz... ;)  Wer sich das auch zu Herzen nimmt sollte wirklich genug Taschentücher bereit halten.




Ich bedanke mich auf diesem Weg noch beim Thienemann-Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar.


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