Die Mittwochsbriefe
Wie kann eine 40 jährige Ehe so oberflächlich erzählt werden?

02 März 2012

Geschichte

Ich muss mich erst mal vorstellen, ich war nicht nur ein Stammgast im Bed & Breakfast von Laurel und Jack, sondern ich war auch ein Teil des Inventars und eine gute Freundin der Familie, mein Name ist übrigens A. P. Mir stand es nun zu die traurige Nachricht des Todes den beiden Kindern mit teilen zu müssen. Ich war es auch, die allen anderen Bescheid gegeben hat. Aber was mich die Tage, und natürlich vor allem die Kinder erwartete, hätte ich mir wirklich nicht träumen lassen. Auch wenn ich von den Briefen gewusst hatte. Die Kinder haben sie gefunden und was solche Briefe auslösen können, könnt ihr euch sicher denken, schliesslich waren sie nicht nur einfach Liebesbriefe von Jack an seine Frau sondern auch eine Möglichkeit Erinnerungen fest zu halten. Nur manchmal sind Erinnerungen nicht nur glücklich und schön, sondern sie können auch ein dunkles Familiengeheimnis hüten...

Ob die Drei wohl damit umgehen können? Schaut ihnen doch über die Schulter und lasst euch mit in eine 40 jährige Vergangenheit entführen und erfahrt was auch die bereits erwachsenen Kinder aus den Briefen erfahren werden, und wie sie damit umgehen und welche Veränderungen es bei ihnen bewirken wird...

Erster Satz: 

Kurz nach elf glitt Laurel unter den kastanienbraunen Quilt zu ihrem Mann ins Bett



Meine Meinung

Titel und Cover, beides sehr passend! Da gibs absolut nichts zu meckern und passend zum Thema ist das Cover schlicht gehalten.

Jason F. Wright hat den Text einfach, knapp und schlicht gehalten aber doch viel Gefühl hinein gelegt, auch Humor ist vorhanden, nicht zu viel aber eben auch nicht zu wenig. Ansonsten ist der Schreibstil nichts besonderes.

Die Geschichte hat mir wirklich gefallen, aber mehr auch nicht, ich hab mir etwas mehr erhofft. Das wäre bei knapp 300 Seiten wohl zu viel verlangt gewesen, zu mal auch die Seiten nicht voll ausgenutzt wurden. Daher auch nur 3 Sterne. Ich denke aus dem Leben eines glücklich verheirateten Paares hätte man mehr machen können, zumal Jack, der Ehemann und Vater jeden Mittwoch über all die Jahre einen Brief an seine Frau Laurel geschrieben hat. Dafür das es eine Unmengen an Dokumenten sein müssten haben wir nur wenig erfahren, eigentlich kratzte die ganze Geschichte einfach nur die Oberfläche an, mehr als ein paar Anekdoten erfährt man nicht, zudem musste diese Geschichte mit den Briefen und Rückblenden den Platz mit der Gegenwart teilen. Die 3 Tage in dem die Beerdigung und Abdankung passiert. Aber auch diese Zeit war wichtig um die Charakter zu begreifen. Was mich aber am meisten störte war, das anscheinend Gott alles richtet, und alles gut werden lässt. Aber nicht falsch verstehen, es war sicher eine gute Unterhaltung und es hat mich die Zeit nicht gereut die ich mit dem lesen verbracht habe.

Zu den Geschwistern, sie sind die Protagonisten in dem Buch kann ich folgendes verraten; Malcolm, er ist das schwarze Schaf der Familie, das denkt er sich auf alle Fälle. Er ist der sensibelste aber auch der aufbrausenste der 3 Geschwister.

Sammy, die Schwester steht fest im Leben, auch wenn ihre Ehe gescheitert ist, als Polizistin verdient sie ihren Lebensunterhalt. Sie ist es die eigentlich die Familie zusammen zu halten versucht.

Und Matt, der älteste unter ihnen, steckt grade in eine Ehekrise, doch auch er versucht gegen aussen den Schein zu wahren, leider gelingt ihm das nicht ganz so wie er das will, er ist der unnahbare der 3, doch ganz tief in ihm drin brodeln die Gefühle nur so, aber wenn es dann um Freude geh da platzt es dann aus ihm herraus.

Mir waren alle 3 sehr sympathisch, ich könnte mir gut vorstellen das ich mit denen da auf der Veranda sitze und den Sonnenuntergang geneniessen könnte.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Liebe Blogfreunde, ich freu mich über jeden Themenbezogenen Kommentar und hoffe auf interessanten Austausch :D