Gott bewahre
Was wäre wenn Jesuns heute noch mal die Menschheit retten müsste?

01 Mai 2012

Geschichte

Wir schreiben das Jahr 2011 und ich bin Jesus Christus, Gottes Sohn. Hey, du, da hinten, brauchst gar nicht so dämlich zu lachen und nein, ich hab keins an der Waffel. Ich bin es wirklich, aber ihr dürft mich JC nennen, wie es alle zu Hause tun, im Himmel. Warum ich hier bin? Nun, nach dem mein Vater von einem 10 tägigen Urlaub zurück ist, kann er nun mal nicht fassen wie sich die Welt da unten entwickelt hat, ist es vor über 500 Jahren schon schlimm gewesen ist es jetzt... schockierender den je!! Und da dachte er sich halt... Wenn es einmal geklappt hat, warum dann nicht noch mal? Ja, genau, ich soll euch die wahre Botschaft von Gott verkünden und nicht den ganzen Scheiss den ihr durch die Jahrtausende eingetrichtert bekommen habt! Denn es gibt nur eins, ja EIN Gebot das Gott euch mit auf den Weg gegeben hat.... "Seid lieb"... Ja, so einfach wärs, verdammt noch mal. Wisst ihr eigentlich das ihr kurz vor eurer Vernichtung steht? Aber da mein alter Herr so ein gütiges Herz hat, hat er mich noch einmal geschickt, in der Hoffnung das Ruder noch mal rum reissen zu können, wenn es nach Andreas, Petrus und den anderen da oben gegangen wäre, dann währt ihr schon durch einen Kometen, und durch Tsunamis und Feuerstürme weg gefegt worden. Also macht euch nicht über mich Lustig... Ich werd mein Bestes geben um dass zu verhindern.

Ob ich es schaffe? Und wie ich es denn versuche? Tja, dass ist eben die Geschichte die ihr hier zu lesen bekommt! 

Erster Satz:

"DA KOMMT GOTT - TUT SO, ALLS WÄRT IHR BESCHÄFTIGT!"
Das steht auf dem zerfledderten Aufkleber, der an dem Metallschrank neben dem Wasserspender klebt.  




Meine Meinung

Der deut. Titel passt sicher auch, auch wenn der Originaltitel mit The second Coming etwas besser aussagt um was es geht. Aber so oder so, kann man sich gut vorstellen was einem im Buch erwartet. Das Cover, sexy Jesus bei der Verhaftung mit einer Tüte zwischen den Fingern... ja auch dass, werdet ihr lesen können, zieht sich durchs ganze Buch ;)

John Niven schreibt ist einfach, flüssig und voller Witz. Wer Sarkasmus mag und auch vor Fäkalsprache nicht zurück schreckt liegt mit dem Buch sicher nicht ganz falsch. Man muss aber bedenken das sehr vieles auch überspitzt dargestellt wird. Und doch hat es bei vielen Dingen eben Tiefgang und man kann auch schon mal ins grübeln kommen. Sicher werden einige sich damit nicht anfreunden können, manchen wird er mit dem Buch wohl zu weit gegangen sein, nicht zu letzt weil er Gott, Jesus und alle anderen ziemlich anders darstellt als das man sie "kennt", ausser die Normalsterblichen, die sind so wie sie eben sind. Manche werden sicher auch Blasphemie schreien, was ich bis zu einem gewissen Grad verstehen kann. Aber eben, man sollte das ganze nicht zu persönlich nehmen, und ich denke, Gott selber hat weniger Probleme mit dem ganzen als manche Menschen ;)

Die Geschichte ist die, Jesus wird noch mal auf die Erde geschickt um das Schicksal der Menschen noch mal rum zu reissen. Nur geht das natürlich nicht mehr so wie vor 2000 Jahren, nein, er muss sich der Zeit und den Umständen und nicht zu letzt, den Menschen anpassen. Und das ist schwerer als er gedacht hat, in einer Welt die dermassen aus dem Ruder gelaufen ist... Also gibt er sein Bestes um die Botschaft "Seid lieb" zu verkünden, geht mit guten Beispiel voran, so gut er kann, auch wenn es etwas unkonventionell scheint...

Ob er es schafft und wie er diesen Weg versucht zu gehen, dass müsst ihr wohl selber raus finden ;) Auf alle Fälle hab ich oft gelacht, geschmunzelt, aber auch hier und da nachgedacht und vielleicht sogar einige Tränchen vergossen.

Was den Protagonisten Jesus angeht. Er ist, wie in der Bibel 32. Was danach kommt wurde in dieser nicht beschrieben aber im Buch ist er attraktiv, gütig, sanft, warmherzig, grosszügig, voller vertrauen, zielstrebig und... kiffend. So könnte man ihn wohl beschreiben. Er umgibt sich mit Menschen die am Rande unserer Gesellschaft leben, oder es zumindest versuchen. War ja schon immer so, er hatte keine Probleme mit Nutten, Aussätzigen, Verrückten und so, also warum daran was ändern!?

Seine neue Gruppe setzt sich mit Alkis, einem verrückten Vietnam-Veteranden, einem verkappten Musiker, einer Nutte und Drogensüchtigen zusammen. Alle samt liebenswert auf ihre Weise und immer voll dabei.

Eine Lieblingsstelle zu zu finden war nicht so schwer, da gabs eine meeeeenge, aber ich hab mich dann für die entschieden

Lieblingsstelle:

Alle Seelen müssen weinen, wenn sie in kleine Babys erwachen und feststellen, dass sie weit weg vom Himmel sind.

Fazit

Ein wirklich witziger und doch manchmal nachdenklicher Roman. Und nein, ich finde ihn nicht blasphemisch. Wie sag ich immer so schön...

Worüber man nicht lachen kann, kann nicht heilig sein!






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