Das geheime Vermächtnis
4 Frauen, 4 Leben und ihre Geschichten

13 August 2012

Geschichte

Ich bin Erica und habe grade mit meiner Schwester zusammen das Anwesen meiner Grossmutter geerbt. Ein riesen Haus mit Land und Wald und einer eigenen Quelle. Da denkt ihr euch sicher das man sich drüber freuen müsste! Nein, das tun wir nicht. Denn Beth und ich haben alles andere als  glückliche Erinnerungen an dieses Haus, denn hier verschwand unser Cousin. Und unsere  Grossmutter war eine wirklich bösartige Frau. Und eigentlich wissen wir auch gar nicht warum wir  das Haus bekommen haben, wenn auch nur unter einer nicht grade leicht zu erfüllenden Auflage. Egal, Beth und ich werden einige Tage auf dem Anwesen verbringen um raus zu finden ob wir hier wohnen wollen oder nicht, aber es ist nicht leicht, denn Beth hat sich eigentlich ja schon entschieden, dagegen, nicht wie ich die erst mal da hin will und schauen möchte.

Doch als wir dann da angekommen sind überrollt uns nicht nur die Vergangenheit unserer Grossmutter und Ur-Grossmutter sondern auch unsere eigene die ich so weit und tief ins Unterbewusste verdrängt habe, welche aber jetzt nach und nach wieder zum Vorschein kommt.

Sollte man manchmal vergangenes? Verdrängen? Vergessenes wirklich das sein lassen was es ist! Vergessen, verdrängt und vergangen? Das frage ich mich immer wieder, auch jetzt noch...


Erster Satz:

Langsam kam Caroline wieder zu sich.



Meine Meinung

Hm... Was den Titel angeht, ist er etwas irreführend denn mit einem Vermächtnis hat das ganze nicht wirklich zu tun. Vielleicht im weitesten Sinne aber mehr auch nicht. Der Originaltitel „The legacy“ passt da schon eher. Das Cover hingegen find ich schön, geheimnisvoll wenn auch nicht ganz zutreffend.

Die Autorin schreibt einfach, flüssig und ohne grosses Geschnörkel. Man kommt gut voran, wobei ich zu Anfang etwas schwirigkeiten hatte in die Geschichte rein zu kommen. Aber ist man mal drin gehts von alleine.

Katherine Webb entführt uns in eine Geschichte zweier Frauen, nein, eigentlich von 4. Es geht nicht nur um Beth und Erica, die mit ihren Eltern ab und an auf dem Anwesen der Grossmutter zu besuch waren, und deren Vergangenheit, sondern sie erzählt uns die Geschichte von der Grossmutter und deren Mutter. Wir finden hier den verlauf von 4 Generationen. Die Geschichte spielt in den Jahren 1902 – 1905 und in der Gegenwart. Zuerst sind es 2 Geschichte die sich aber mehr und mehr zusammen fügen.

Mir hat das Buch gut gefallen, mehr aber auch nicht. Warum? Hm... gute Frage, ich fand es meist zuwenig spannend, und doch auch etwas zu sehr vorhersehbar. Obwohl mir die einzelnen Charaktere schnell zugänglich waren, die einem sympathischer die anderen weniger, hatte ich immer das Gefühl auf Distanz gehalten worden zu sein. Das mag am Schreibstil liegen oder einfach an mir, ich kann es nicht wirklich sagen. Aber wer Familiengeschichten mag, wer Leichen im Keller gerne aufspüren, denen kann ich das Buch dennoch empfehlen. Es hat mich die letzten Tage gut unterhalten aber es wird sicher kein Buch sein welches ich noch einmal lesen werde.

Über die Protagonisten gibts folgendes zu erzählen...
Caroline, sie ist mir von allem am meisten ans Herz gewachsen. Obwohl sie von Anfang an nicht grade ne einfache Frau ist. Sie ist in der „gehobenen“ Schicht aufgewachsen aber zu einer Zeit die es Frauen nicht erlaubt selbstständig zu denken, geschweige denn zu handeln. Doch genau das tut sie. Mit 17!! Sie verliebt sich in einen nicht Standesgemässen Jungen, heiratet und folgt ihm in die Prärie. Doch es kommt alles anders als sie es ich erträumt hat, und es passieren Dinge die sie für die Zukunft verändern wird. Ihr verhalten ist es welches die Zukunft prägt und das sicher nicht grade zum Guten. Und doch... Ich muss sie einfach mögen.

Dann noch Erica, die junge, direkte und selbstbewusste. Sie ist es die nicht nur ihrer Vergangenheit auf die Spur kommen will, sondern auch die der Grossmutter. Sie möchte rausfinden was passiert sein muss um einen Menschen so boshaft werden zu lassen und so gräbt sie, immer tiefer bis sie schlussendlich fast alles rausfindet. Aber eben nur fast, aber doch genug um ihrer Schwester zu helfen die schwer an Depressionen erkrankt ist und ihr Leben eigentlich nicht mehr im griff hat. 

Fazit

Ein Buch für solide Unterhaltung für zwischendurch aber nicht mehr.


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