Stikke Nacht
Magsiche Liebesgeschichten, ideal als Weihnachtsgeschenk!

22 April 2012


Geschichte

Dieses nette Büchlein ist eine Sammlung von 6 Kurzgeschichten. Diese sind nicht nur von Tanja Heitmann sondern von 5 weiteren Autorinnen. Und zwar Nina Blazon, Michaela F. Hammesfahr, Nora Melling, wie Geisa Schwartz und Anika Beer. Alle schrieben sie Liebesgeschichten, so magisch und mystisch wie die Weihnachtszeit. Voller mystischer und fantastischer Wesen. Wie Vampire, Geister, Götter und andere Wesen.

Erster Satz:

Der Tag hatte Neuschnee mit sich gebracht.


Meine Meinung

Titel und Cover passen beide zum Thema und der Zeit die diese Geschichten ansprechen.

Die Geschichte sind alle samt einfach geschrieben, so das man alles schnell und flüssig lesen kann. Manchmal sogar so einfach das es mir schon sehr langweilig wurde. Aber fairerweise muss man ja sagen das die Geschichte für Teenis ab 14 Jahre geschrieben sind. Und für diese Zielgruppe ist der Schreibstilsicher nicht schlecht.

Zur Geschichte... Hm, was soll ich sagen, im Durchschnitt gibt es eben eine 3-Sterne-Bewertung, mehr aber auch nicht. Grade mal eine einzige Geschichte, und zwar die von Nina Blazon Tom Jofnurs Lied, hat es geschafft mich zu verzaubern. Die Geschichte um die Meeresgöttin Sedna. Sie gehört dem Volk der Inuit an. Sie lebt tief im Meer und ist die Mutter aller Meeresgeschöpfe. Diese Geschichte, welche eigentlich schon eine Mythos sein könnte, ist einfach wunderschön, voller Magie, Mystik und Liebe. Sie ist die einzige Geschichte die 5 Sterne von mir bekommen hat, während andere 3 oder gar nur 2 Sterne bekommen haben.

Woran das liegt? Nun, ich denke das ich einfach nicht zur Zielgruppe passe. Mir waren die meisten Geschichten einfach zu flach, zu oberflächlich und zu Stereotypisch. Schöner unnbekannter Mann trifft auf einsame junge Frau die sich blindlinks in diesen verliebt und... 

Es war zwar gut, aber mehr auch nicht, und ehrlich, wär das Buch dicker ich hätte mich echt gequält.



Fazit

 Ein Buch für zwischendurch, ideal zur Weihnachtszeit und als Geschenk für pubertiernde Töchter, Schwestern und Enkelinnen.



Ich möchte mich auf diesem Weg noch beim Rowohlt-Verlag bedanken für dieses Rezensionsexemplar.


Der Fluch von Belheddon Hall
Eine Familie, ein verfluchtes Haus und eine dunkle Vergangeheit

17 April 2012

Geschichte

Ich bin Joss, glücklich verheiratet, habe einen 3 Jahre alten Jungen und lebe mit meinen Lieben in einem wunderschönen Haus. Doch ich bin unruhig, ich will meine Wurzeln kennen lernen. Ich weiss, ich bin atoptiert aber seit ich selber ein Kind habe, ist der Wunsch in mir, meine richtigen Eltern kennen zu lernen und so mach ich mich auf, sie zu finden. Und es ist mir gelungen, doch mein Erfolg wird überschattet von einem Ereignis das uns völlig aus der Bahn geworfen hat, und zwar ist der beste Freund meines Mannes mit den Firmengelder abgehauen und hat uns hier einfach sitzen lassen. Das schöne Haus können wir uns also nicht mehr leiseten und zur Zeit wissen wir nicht genau wie wir überleben sollen. Doch manchmal spielt das Schicksal einem komisch mit, denn als wir gedacht haben das es keine Hoffnung mehr gibt, erfahre ich das ich ein wunderschönes Herrenhaus geerbt habe, und zwar von meiner richtigen Mutter! Tja, hätte ich damals aber gewusst was mit dem Haus los ist, wäre ich weit, weit weg gelaufen und hätte das Erbe ausgeschlagen, denn das Haus ist böse....

Erster Satz:

Ein kalter Sonnenstrahl dringt durch ein Astloch im Holz des Fensterladens und fällt auf die staubigen Dielen.


Meine Meinung

Titel und Cover passt, auch wenn der Originaltitel etwas abweicht, treffen beide den Kern der Geschichte. Das Cover ist mystisch, auch wenn ich mir das Herrenhaus etwas anders vorstelle als das auf dem Bild.

Barbara Erskine schreibt völlig locker, ohne grossen schnick schnack, kommt auf den Punkt aber keine Angst, es ist dadurch nicht zu trocken. Die Geschichte fliesst, der Spannungsbogen wird schnell aufgebaut und hält eigentlich bis zum Schluss, auch wenn mir die ein oder andere Länge, und zwar durch zu vielen Wiederhohlungen, etwas abfällt. Aber sie schafft es immer wieder ihn gleich wieder aufzubauen.

In der Geschichte geht es um Joss, um ihr Erbe, und zwar nicht nur auf materieller Hinsicht. Nein, ihre Familie ist alt, ziemlich alt. Man kann sie lange in die Vergangeheit verfolgen. Doch scheint die Geschichte dieser Familie durch all die Generationen keine schöne und leichte gewesen zu sein. Nun liegt es an Joss, der neuen Generation mit dem Erbe fertig zu werden. Kann Joss sich und ihre Lieben schützen? Wird sie irgendwann Herrin über dieses Haus oder treibt sie der Fluch wieder raus?Oder muss sie sich auf noch was viel schlimmeres gefasst sein? Holt sich der Fluch auch ihre Kinder und alle männlichen Bewohner? Die Geschichte ist nicht nur die von der Abstammung Joss' sondern auch eine nach der Suche von Wahrheit, nach Liebe und Enttäuschung, Wut und Vergebung. 

Joss, die Protagonistin dieses Romans ist eigentlich eine bodenständige und herzliche Frau. Sie liebt ihre Familie, und das neue Haus. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde man sie als neurotisch, überspannt und als hysterisch bezeichnen, und genau dass passiert, denn die anderen können nicht dass hören und sehen was sie hört und sieht. Dennoch sie ist eine sehr starke Frau, sie stellt sich dem Haus entgegen, beschützt ihre Familie und Kämpft nicht nur um ihr Glück sondern auch die Sicherheit ihrer Familie und sie lernt zu vergeben...


Fazit

 Ein wirklich unterhaltsames Buch, spannend bis zur letzten Seite.


Leben im Käfig #1
Gefangener der eigenen Ängste

09 April 2012

Geschichte

Ich bin Andreas, knapp 20, lebe noch bei meinen Eltern die so reich sind das ich eigentlich selber nie arbeiten müsste, ich habe alles was man sich wünschen kann und doch bin ich einsam, Tod unglücklich und ich bin ein Freak. Warum? Ich habe keine Freunde, geh nicht in die Schule und ich lebe in einem Käfig, genauer gesagt, hauptsächlich in meinem Zimmer, ich sehe weder Menschen draussen, noch Schulfreunde und meine Eltern genau so wenig. Ausser die Haushälterin, sie ist die einzige die sich um mich sorgt, schaut das ich nicht aus dem Leim falle und die Hütte geputzt ist. Warum ich eingesperrt bin? Nun, das ist nicht so einfach zu erklären, nur so viel ... das hat alles mit meinen Phobien zu tun, ich leide seit meinem 7. Lebensjahr an Agoraphobie und einer Panikstörung und dass in einer sehr ausgeprägten Form. Doch ein von Winterfeld ist nicht irre, sonder allenfalls egozentrisch.

Als ich die Hoffnung schon lange aufgegeben habe das ich jemals Freunde haben werde, taucht plötzlich aus dem Nichts Sascha auf! Sascha wird mein Anker, mein Seelenheil, meine grosse, heimliche Liebe, schliesslich weiss keiner das ich auf Männer stehe und ich will den Neuen ja nicht vergraulen und nehme was ich bekomme und dass ist schon viel mehr als das ich mir je hab erträumen lassen. Nach dem ersten verpatzen Zusammentreffen meinerseits ergab sich dann doch ein Gespräch wo wir merkten was wir gemeinsam haben und so haben wir uns eine Freundschaft aufgebaut, denn wir beide brauchen einander, er wegen der verkorksten Familienereignisse und ich, nun, was soll ich dazu noch sagen.

Doch aus der Freundschaft wurde mehr!! MEHR... Wahnsinn, wir beide lassen uns fallen, krallen uns aneinander fest auch wenn es alles andere als einfach ist mit mir, aber Sascha ist stark, und er wird uns beide retten.... 





Dachte ich....

Erster Satz: 

Durch die Sprossenfenster fiel gleissendes Licht.


Meine Meinung

Titel und Cover sind schlicht und doch so passend. Wenn man den Handabdruck am Fenster sieht steigt in mir doch gleich eine Sehnsucht und gleichzeitig eine Beklemmung auf. Es ist der einzige Kontakt nach draussen... Fast.

Raik Thorstand wechselt zwischen den beiden Protagonisten hin und her. Er schreibt also immer aus beider Sichweise. Der Schreibstil ist flüssig und einfach und doch hebt er sich von anderen Autoren ab. Was ich sehr angenehm finde und schön zu lesen ist. Es gibt keine Kapitel sondern nur Absätze was absolut ok ist.

Als erstes muss ich sagen, es ist mein erster Gay Roman. Ich bin ja immer neugierig und offen für Neues, ich habe ja nichts gegen Homosexuelle also warum nicht mal ein Buch darüber lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht! Die Geschichte ist so viel mehr als nur Liebe und Sex, sondern durch die beiden verschiedenen Problematiken der jungen Erwachsenen, machts die Geschichte zu einem wirklich tollen Werk. Es ist nicht einfach eine billige Geschichte die sich nur um den Sex zwischen den beiden dreht, sondern viel mehr um die Gefühle, die Probleme und deren Gedanken dazu. Beide noch keine 20 reflektieren sich ständig, was ich zwar für dieses Alter etwas unwahrscheinlich halte, wobei bei Andreas und seiner Krankheit kann es gut sein das es für ihn eine Art Erhaltungstrieb ist.

Thorstand schreibt mit viel Einfühlungsvermögen und sehr realistisch. Er wird sich wirklich mit der Krankheit auseinander gesetzt haben und das find ich eben so spannend. Ich kann das Buch nicht nur Schwulen empfehlen weil es speziell auch auf Ängste dieser Menschen eingeht sondern weil es im Grunde jeden treffen kann. Jeder verliebt sich, jeder hat seine Probleme, einer von beiden ist meist der Stärkere, muss mehr aushalten, geduldiger sein oder hat auch Anlaufschwierigkeiten in der Liebe. Wer sich allerdings schwer tut mit homosexuellem Sex, der sollte vielleicht die Finger von lassen. Es ist zwar wirklich nicht viel beschrieben, auch hält es sich in einem Rahmen der noch "normal" ist und nicht in die Pornographie abdriftet. Und wie ihr seht gehört das Buch sicher zu meinen Highlights dieses Jahr!

Der Schluss lässt übrigens auf eine Fortsetzung hoffen, also ich würde mich freuen wenn die Geschichte weiter gesponnen werden würde ;)

Zu den beiden Protagonisten kann ich folgendes erzählen...

Andreas, knapp 20, Phobiker in seiner schwersten Form. Er fühlt sich einsam, nicht nur aus dem Gefühl heraus sondern er ist es tatsächlich, obwohl er im Haus seiner Eltern lebt. Aber mehr auch nicht. Denn sie hatten nie Zeit für ihn, und als er sich nicht so entwickelte wie sie es von ihm erwarteten war es für sie normal, ihn einfach links liegen zu lassen. Ganz bequem war es für sie dann, als Andreas sich irgendwann begonnen hat sich im Zimmer zu verschanzen. Man füht mit ihm, man erstickt fast selber wenn man seine Gedanken liest, mit erlebt wie er gegen all die Ängste kämpft, es drück auf den Brustkorb wenn man merkt wie traurig er ist und wie sehr er sich aufgibt.

Dann wär da nochSascha, ein lebensfroher Junge, steht zu seinem Schwulsein was ihm auch ziemlichen Ärger zu Hause eingebracht hat. Doch er gibt nicht auf, ist ganz der Kämpfer wenn manchmal auch nur aus Trotz oder Prinzip. Wo Andreas seinen Platz eigentlich auf dieser Welt schon aufgegeben hat, sucht und kämpft Sascha dafür.


Meine Lieblingsstelle: 

"Ich appelliere einfach an deinen gesunden Menschenverstand, das du keine Orgien feierst." 
"Was ist eine Orgie?" wollte Fabian sofort wissen.
"Ist das cool? Könnten wir zu meinem nächsten Geburtstag so was machen?"


Ich bedanke mich an der Stelle nicht nur beim Autor sondern auch beim FantsyZeitVerlag für dieses Rezi-Exemplar.


Seelenbruch
Gibt es das ultimative Böse im Menschen?

06 April 2012

Geschichte

Der Kaiserdom in Frankfurt und ein Frau die brutal ermordet im Beichtstuhl aufgefunden wird werfen viele Fragen auf, denn wer ist so dreist bei einer Bischofsweihe einen Mord zu begehen? Dieser Frage und was es mit der Tat auf sich hat, stellt sich der Hauptkommissar Jim Davcon. Erst sieht es einfach nach einem einfachen Mord aus, auch wenn er noch so blasphemisch und brutal ist, doch Davcon weiss noch nicht auf welche abstruse Geschichte er da gestossen ist, denn schnell wird klar das es sich nicht um eine Einzeltat, sondern um einen Serienmörder handeln muss. Nach dem sich die SOKO Jack gebildet hat wühlen sie sich durch die Beweise die sie schon zusammengetragen haben und treffen auf eine Studentengruppe wie eine Online-Gemeinschaft, das Soziale Netzwerk, myroom.de, scheint ein wichtiges Puzzelteil zu sein um den Fall zu lösen... Doch so einfach ist es dann doch nicht, es ist mehr als nur ein Mord aus Leidenschaft, oder einfach ein Sexualverbrechen, sie kommen einem Experiment auf die Spur von dem noch niemand was gehört hat...

Erster Satz: 

Lasst uns beten zu Gott, dem allmächtigen Vater

Meine Meinung


Seelenbruch beschreibt den Protagonisten ganz genau und auch das Cover, das wirklich düster rüber kommt, trifft es gut. Es ist zwar schlicht aber aussagekräftig. Leider ist die Qualität des Einbandes nicht so toll, denn es war nicht gut verleimt, und so sind die letzten 50 Seiten raus gefallen. 

Eva Lirot schreibt, wie soll ich sagen, in der Umgangssprache und manchmal auch etwas deftig. Es wird nichts schön geredet, es ist direkt und man weiss woran man ist. Das Buch könnte auch als eine Episode für eine Thriller-Serie geschrieben worden sein. Es ist eine gute Mischung aus Gespräch und Beschreibung von Situation und Ort. Auch verbringt sie nicht all zu viel Zeit mit Personenbeschreibung und dennoch kann man sich die Protagonisten ganz genau vorstellen.

Die Autorin wirft einen direkt ins Geschehen, so zu sagen, man ist mitten drin statt nur dabei. Und ehrlich, es ist nichts für schwache Nerven. Und es hat zum Teil doch einen guten Schuss Erotik, wenn auch nicht viel aber da wo welche vor kommt da ist es eigentlich doch klar wovon sie schreibt. Die Geschichte find ich daher sehr gut weil sie eben doch sehr realistisch ist. Solche Dinge passieren, auch wenn sie nicht in der Zeitung kommen. Manchmal ist eben Böse nicht immer nur Böse oder sagen wir gar, eigentlich nie. Obwohl man von Anfangan weiss wer der Täter ist, verliert die Geschichte nicht an Spannung. Man weiss ziemlich schnell was beim Täter los, also ich wusste es  schon auf den ersten Seiten. Und doch nimmt die Geschichte eine Wendung  die man wohl trotz allem nicht erwartet hätte. Ich für meinen Teil hatte echt Mitgefühl für ihn.

Hauptkommissar Davcon ist ein Ami der auch nach Jahrzehnten noch nicht ohne Akzent und englischen Redewendungen auskommt. Er scheint ruppig und kalt zu sein, aber eigentlich ist er das nicht wirklich. Mit seiner Art möchte er eigentlich nur den Respekt aufrecht erhalten und sich selber Schützen. So hab ich es auf alle Fälle empfunden. Dann gibts da eben noch den Täter, der kaltblütig, gar abgrundtief böse scheint, doch ich glaube, oder will es nicht glauben, das Menschen böse geboren werden, und so finden wir auch hier die Medaillie die 2 Seiten hat. Also was tun... Kann man für einen Täter Mitgefühl haben? Ich schon... Dies sind die beiden wichtigsten Personen für mich im Roman... Auch wenn es natürlich die anderen auch braucht ;)

Auf diesem Weg bedanke ich mich noch mal herzlich bei der Autorin die mir dieses Buch zugeschickt hat.