Themen-Serie # eBooks - Der Markt wächst

14 März 2013

Und doch liegen wir hier in Europa noch weit hinter den USA.

Denn nach neuesten media control Marktkennzahlen wurden 2012 in Deutschland rund 12,3 Millionen E-Books kostenpflichtig heruntergeladen. Das sind zwar mehr als 2.5 Mal so viel wie 2011, als 4,9 Millionen E-Book-Käufe verzeichnet wurden.

© media control


E-Books gewinnen demnach an immer grösserer Beliebtheit, doch ist der Markanzteil immer noch verschwindend klein mit seinen grade mal 2%. Aber überraschenderweise wurde nicht nur das 1%-Minus von Hardcover und Taschenbuch kompensierten, sondern verhalfen dem Gesamtmarkt 2012 sogar zu einem leichten Plus von 0,3 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.


Das Weihnachtgeschäft spielte auch 2011 den eBooks in die Taschen, denn mit 5,8 Millionen Käufen wurde fast die Hälfte des Jahresabsatzes im vierten Quartal erzielt. Und während die Verkaufszahlen in die Höhe schossen, sank der der Durschnittspspreis dafür um 1 Euro. 2011 mussten wir noch im Schnitt 9.56 € für ein eBook berappen, so warens 2012 eben nur noch 8.61€.

Dazu Ulrike Altig, Geschäftsführerin media control:
 „Die E-Book-Marktdaten 2012 bestätigen nicht nur unsere Prognose zur Frankfurter Buchmesse, sondern sind auch ein Beleg für das steigende digitale Engagement seitens Verlagen und Händlern. Ob „Shades of Grey“, Nele-Neuhaus-Krimi oder Ken-Follett-Roman: Dank eines immer differenzierteren Angebots, leistungsfähiger Lesegeräte und sinkender technischer Barrieren findet der digitale Lesespaß eine wachsende Anhängerschaft.“

Der media control E-Book-Jahresreport umfasst knapp 100 Seiten und kann kostenpflichtig erworben werden. In dem sind umfangreiche Auswertungen zu folgenden Themen zu finden:

* Anzahl der E-Book-Käufer
* Durchschnittliche Kaufintensität
* Marktanteile von Einkaufsstätten und Verlagen
* Hauptwarengruppen/Genres
* Preisgruppen
* Soziodemografie
* Einsatz von Lesegeräten

Dabei werden all diese Themen in 3 Gruppen aufgeteilt, und zwar i die kostenpflichtigen wie auch die kostenlosen eBooks. Und zu guter letzt in den gesamten eBook-Markt.


Und obwohl der Markt in Deutschland, und ich nehme jetzt mal an auch Europaweit anwächst, sind wir noch weit, weit hinter den USA. PwC hat dazu nämlich mal eine Statistik erhoben die wie folgt ausschaut...

Infografik von: Felix Richter & Mathias Brandt

Wir hier in Europa scheinen also viel skeptischer zu sein was dieses Medium anbetrifft. Das hat sich ja ein klein wenig in meiner letzten Umfrage abgezeichnet. Es sind zwar überraschend viel die eBooks lesen aber die meisten davon immer noch mit kleinen Vorbehalten oder dann weigern sie sich strickt dagegen. Da mögen die Gründe zwar noch so ähnlich sein aber wie mir scheint haben wir hier doch noch ein ganz anderes Gefühl, einen anderen Zugang zu physischen Büchern zu haben als die Amis.

Laut PricewaterhouseCoopers (PwC) investierten wir Westeuropäer im Jahr 2012 rund 574 Millionen Dollar in ihre digitale Bücher; Die Amis hingegen sollen 4,3 Milliarden Dollar dafür investiert haben, also mehr als sieben mal so viel. PwC nimmt an das bis 2016 die Verkäufe noch wachsen  werden, und zwar bei ihnen wie auch hier bei uns. Doch wie man auf der Grafik erkennen kann bleibt Europa auch bis dahin hinter den USA weit abgeschlagen.

Woran mag das wohl liegen? Das fragen sich nicht nur die, die begeisterte eBooks Leser sind, sondern auch die Branche selber. Ich persönlich denke das es sicher die Mentalität ist, die wir Europäer halt haben, wie haben gerne was richtiges in der Hand, mögen das gedruckte Buch einfach noch viel zu sehr. Wir mögen zwar Technik aber so verrückt danach wie es die Amis sind, das sind wir noch lange nicht. Dazu kommt sicher auch der Preis. Ja, den darf man denke ich, nicht unterscheiden. Ich finde selber auch das die Preise für eBooks noch viel zu hoch sind, fallen doch viele Kosten weg. Druck, Papier, Lagerung u.s.w. Da frag ich mich wirklich wie ein eBook fast gleich teuer sein kann wie ein gedrucktes Buch!? Das soll mir ein Verlag mal erklären, bitte. Zumal man mit eBook nicht mal die gleichen Rechte besitzt! Ich kanns nicht weiter verkaufen wenn es mir nicht gefällt, ich kanns nicht ausleihen oder tauschen.

Ja, so sieht es zur Zeit in etwa aus. Ich denke aber das der Buchmarkt nicht sterben wird, aber das digitale Buch sicher noch an Wert gewinnt. Ich finde, es haben beide ihre Daseinsberechtigung, ein eBook ist nicht schlechter als ein physisches Buch, es ist einfach anders, doch der Inhalt bleibt sich gleich, und es hat sogar noch Vorteile, denn wer schreibt schon gerne in ein richtiges Buch? Macht sich darin Notizen oder wer hat schon ständig noch ein Wörterbuch dabei? Dies ist alles kein Thema mehr bei eBooks, denn man kann sich gleich innerhalb des Buchs Notizen machen ohne das Buch zu verschandeln, man kann Worte nachschlagen, sollten mal Fremdwörter auftauschen, man kann Zitate teilen, ganz einfach per Klick und muss es sich nicht mühsam abschreiben... Ich finde, etwas mehr Offenheit könnte nicht schaden, mal ausprobieren auch nicht ;) Aber einige denken sich sicher; Ne ne... lassen wir das mal, es könnte uns am Ende ja noch gefallen! ;)

In dem Sinne, viel Spass bei welchem Lesespass auch immer! Schliesslich kommts auf den Inhalt an und nicht auf die Verpackung... oder?



Kommentare:

  1. Hallo und guten Morgen,

    ja leider ist die Tendenz steigend. Ich schreibe, leider weil ich keinen Reader habe und viele gerade junge Autoren/innen da voll aufspringen, was ich durchaus auch verstehen kann. Wenn man die Masse an Neuerscheinungen jeder Woche beobachtet......
    Kostenfrage und wahrscheinlich der Mangel an Interesse der Verlage, denke ich mir halt so als Gründe.

    Finde ich schon schade, diese Entwicklung.

    LG..Karin...

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  2. Hallo Karin,

    warum findest du diese Entwicklung schade? Hast du Angst das es bald keine pysischen Bücher mehr gibt? Das denke ich nämlich nicht. Auf alle Fälle nicht in absehbarer Zeit. Aber ich denke das irgendwann das digitale Buch wirklich mal den grossteil ausmacht. Ich meine, stell dir vor, der Platz der gespart werden kann, und so könnten vielleicht auch alte Bücher wieder zu haben sein oder man bekommt sie viel länger, da man eben nicht auf den Platz achten muss.

    Ich ddenke es gibt viele Gründe die für das eBook sprechen. Und wenn man offen ist für neues, die Welt und der Wensch entwickeln sich nun mal vorzu, dann ist man vielleicht nicht mehr ganz so dagegen ;)

    Liebe Grüsse
    Alexandra

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  3. Hallo Alexandra,

    nun weil, es auch schon Ebook im Kinderbereich mitlerweile gibt. Wie soll man in der heutigen Zeit da Kinder zum Lesen animieren. Wenn alles nur noch elektronisch ist.

    Da kommen noch gar keine Gefühle beim Lesen auf, will sagen ein neues Buch auspacken, das erste Mal darin blättern, der Geruch oder gibt es auch möglicherweise etwas zu fühlen usw. Sind halt Sachen, die nur ein Buch einem bieten kann.

    Das fällt doch beim Ebook alles einfach weg! Ein Buch, auf die altmodische Weise zu Lesen spricht einfach viele Sinne an und ist somit ein Erlebniss jedes Mal oder?

    Und vielleicht kennt Du den Film (Name fällt mir gerade nicht mehr ein, sorry) wo es auch keine Bücher mehr gibt und Leute, die Bücher für die Nachwelt erhalten in dem sie, sie auswendig lernen.

    O.K. so weit wird, es hoffentlich nicht kommen.

    Nein, da bin ich doch eher altmodisch eingestellt, man muss nicht alles nur elektronisch
    konsumieren...

    LG..Karin...

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  4. Hi Karin,

    gut, da hast du sichr recht, mit Kleinkindern und Kindern würde ich persönlich jetzt auch lieber "richtige" Bücher ans Herz legen, aber sind wir doch mal ehrlich, also mir ist ein lesender eBook-Teenie oder egal, auch Erwachsener lieber als einer der gar nicht liest! *gg* Ich seh das halt auch etwas pragmatisch.

    Das Gefühl von lesen, kommt bei mir dennoch auf, auch wenn ich eBooks lese, denn der Inhalt ist wichtig um mir das gefühl zu geben, denn das lesen der texte ist es, die mich in fremde Welten entführt, mich teilhaben lässt an anderen Leben, nicht das Gefühl in der Hand das ich von einem Buch habe. Aber klar, nicht falsch verstehen, ich liebe Bücher über alles und sie werden immer ein Platz, nicht nur in meinem Herzen, sondern auch in meiner swohnung haben. Und doch, möchte ich eBooks genau so wenig missen.

    Ja, da gebe ich dir rechet, aber ebenso hat eben auch das eBook Dinge die nur ein eBook kann, die genau so spannend und praktisch sind *gg*

    Ja, den Film kenn ich auch, schon lange mal gesehen. Fand ich wirklich gut, aber ich denke eben nicht, das das physische Buch aussterben wird. Solnage es noch Bäume und somit auch papier gibt. Wobei mir dann die Bäume dann doch wichtiger wären als das richtig beuch *g* Ach, es ist nicht einfach, man sollte einfach das ganze nicht als Konkurenz sehen sondern eher so als Ergämzung, dann passt das doch ganz gut ;)

    Stimmt, muss man nicht, kann man aber *g*

    Grüss dich ganz lieb
    Alexandra

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  5. Tag zusammen,

    Haptik, Nostalgie, knisternde Seiten, Geruch hin- oder her. Das physische Buch wird ein Nischenprodukt werden und letztlich ist das gut so. Mal von einem lachenden Idefix ganz abgesehen, kann nur das ebook die arrogante Macht der Verlage brechen und das ist sogar sehr gut so!
    Diese selbsternannten Lordsiegelbewahrer des Guten (gut vermarktbar) und Schönen (schön simpel und mainstreamig) haben das Läuten nämlich immer noch nicht gehört. Das physische Buch kann mithilfe primitiven Ankaufs von Regalmetern und Wühltischen, wettbewerbsverzerrend in den Markt gedrückt werden - dem ebook ist das schnuppe.

    Also - wer Nostalgie will, soll Hochrad fahren! Ich befürworte das ebook!

    Patrick R. Ullrich, Autor der Mission Herodes ebook

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  6. Hallo Patrick,

    da hast du sicher recht, das nur so das Machgefälle geändert werden kann, und ich finde, ja, das ist sicher gut. Aber ich denke auch, das wird noch ne ganze Weile brauchen bis sich das eingependelt hat.

    Liebe Grüsse
    Alxandra

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  7. Hallo,

    nun dafür kann, aber der normale Leserin/Käuferin so wie ich nichts! Und diese Vergleich mit dem Hochrad,finde ich persönlich schon als " Schlag ins Gesicht" für mich als normale Leser/Käuferin. Was kann ich dafür, dass Verlage sich weigern bestimmte Bücher zu drucken. Nun, aber der Markt für Reader ist auch wieder von bestimmten Verlagen/Buchhändlern beherrscht.

    Denn nicht alles kann auf jedem Reader auch gelesen werden. Sorry. Und schon gibt es die gleichen Probleme wie beim normalen Buch.

    Habe mich da schon mal schlau gemacht.

    Ich bin nicht so altmodisch, aber die Elektronik hat bei mir halt bestimmte Grenzen und auch nicht alles was auf dem Ebook erscheint ist unbedingt, dass "Gelbe vom Ei".

    LG..Karin...

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