Mein Buchgeständnis #2

15 Mai 2013


Huch, das ging ja schnell, ist es doch tatsächlich schon wieder einen Monat her seit Leselurch diese tolle Aktion ins Leben gerufen hat! Und da es mir das letzte mal schon so Spass gemacht hat zu antworten, bin ich natürlich auch dieses mal wieder mit dabei wenn es um ein neues Geständnis geht. Dieses mal will Leseruch von uns die folgende Antwort rausquetschen... 


DIESES BUCH HAT MICH UND MEIN LEBEN BEEINFLUSST!

Welches Buch hat euch in eurem Leben stark geprägt oder dafür gesorgt, dass sich etwas in eurem Leben maßgeblich verändert hat? Gibt es eine Geschichte, die euch so sehr beeinflusst hat, dass ihr es noch immer zu spüren bekommt, vielleicht sogar täglich? Oder habt ihr durch ein bestimmtes Buch sogar gelernt, die Welt aus einem neuen Blickwinkel zu sehen? 
Uff... so einfach ist die Frage, also die Antwort, wirklich nicht nicht. Warum? Nun, was heisst beeinflusst? Tut das nicht jedes Buch welches wir lesen, uns beeinflussen?  Ob gut oder schlecht. Ob langweilig oder spannend. Also mich schon irgendwie, weil ich mir immer Gedanken drüber mache. egal ob das jetzt ein Fantasyroman ist, oder eine Lebensgeschichte oder es um Liebe geht. Immer findet sich ein Thema, welches mich anregt nach zu denken. 

Ob ein Buch mich Massageblich verändert hat? Hm... ehrlich, ich denke das kann ich so gar nicht beantworten. Sicher gibt es Weilche die in einer bestimmten Lebensphase Einfluss nahmen, aber das war sicher nicht das Buch alleine, ich denke eher hab ich mich verändert, und dadurch hab ich auch bestimmte Bücher gelesen, welche wiederum mich sicher beeindruckt haben, mit beeinflussten, hinsichtlich denken und handeln, mich bestätigten oder auch wieder anregten das ganze noch mals zu überdenken. Ich denke, es ist ein Zusammenspiel. Schliesslich gibt es im Leben auch nicht nur eine ganz bestimmte Situation, Person oder Ereignis welches uns beeinflusst hat, uns zu dem gemacht hat was wir sind, sondern es war immer ein Zusammenspiel verschiedener Elemente. 

Aber sicher kann ich euch ein Buch nennen welches mich sehr beindruckt hat und mich heute noch immer nachdenken lässt. 


Anam Cara von John O’Donohue. 

Der Sub-Titel vermittelt im ersten Moment etwas anders als das wirklich im Buch zu finden ist. Denn es ist nicht einfach eine Sammlung von keltischen Weisheiten, sondern es ein Buch sehr philosophisches, wie auch spirituelles Buch.

O'Donohue berichtet uns in sehr zarten aber doch eindringlichen Tönen, wie die Kelten die Welt und das Jenseit sahen und wie weit wir uns von dieser spirituellen Ansicht doch entfernt haben, obwohl sie eins zu unseren Ahnen gehörte. Denn damals war alles beseelt, nicht nur der Mensch. Sondern die Berge, das Meer, der Himmel und die Tiere, wie auch die Landschaft in der sie alle lebten. Auch zeigt er uns auf, wie sehr uns diese "alte" Philosophie, die uns heute abhanden gekommen ist, eigentlich schadet. Wir sind entwurzelt, haben uns von der Erde / Natur oder dem ALL entfernt. Haben uns Abbgekapselt und leiden eigentlich, auch wenn wir das nicht so sehen oder wahrhaben wollen. Wir trennen alles, Gut und Böse. Hell und Dunkel. Diesseits und Jenseits, doch alles ist eng miteinander verwoben. Was für uns, seit die Zeit des Christentums Einzug hielt zu einem Tabuthema wurde, weil es Angst und Unsicherheit auslöst, war es damals ein normaler Teil des Lebens, ein weiterer, bekannter Ort, den man eigentlich so, nie wirklich hinter sich gelassen hat. Der Tod.

Das Buch ist weder moralisch, noch pathetisch, sondern anrührend, zart, poetisch und voller Liebe und Weisheit. John O'Donohue, irischer Philosoph, möchte dem uns die Augen wieder für die wunderbare Wirklichkeit öffnen, was ihm, in meinen Augen auch gelingt, solange der Mensch wirklich bereit dazu ist und mich offenem Herzen und ohne Vorurteile an das Buch heran geht.


© Privat
John O'Donohue wurde am 4. Januar 1954 geboren. Er studierte in  Tübingen philosophische Theologie und promovierte 1990 mit einer Arbeit über Hegel (deut. Philosoph  1770-1831).

Im Januar 2008 verstarb der Autor und wurde in seinem geliebten Westen Irlands begraben. Bis zu diesem Zeitpunkt lebte er einem Cottage in seiner Heimat Connemara im Westen Irlands.

Nebst dem oben genannten Buch erschienen noch folgende Bücher in deutscher Übersetzung:



Wer jetzt neugierig geworden ist dem kann ich sicher mal die Leseprobe auf der Verlagsseite empfehlen.

Leider findet man keine Rezension zu diesem Buch auf meinem Blog, zum ersten, als ich das gelesen habe, hab ich noch gar keine Bücher rezensiert und 2, hab ich es mal vor Jahren ausgeliehen aber leider nie mehr zurück bekommen. Aber ich hab mir vor genommen das Buch noch mal zu kaufen, denn es ist wirklich ein sehr schönes, ergreifendes und wahres Buch.



Kommentare:

  1. Hallo, Alexandra!

    Du hast recht, die Frage war nicht besonders einfach. Aber du hast sie doch sehr ehrlich beantworten können!

    Das Buch, dass du vorgestellt hast, klingt wirklich toll. Normalerweise mag ich solche Bücher nicht, aus Angst, sie könnten zu "extrem" auf ihre Meinung beharren, aber "Anam Cara" klingt wirklich schön... :) Ich schnuppere einen Wunschlisten-Alarm...

    Alles Liebe, Lurchi

    P.S.: Deine Vorstellung geht doch schon als Rezension durch! ;)

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  2. Nabend Lurchi ;)

    Danke, hab mir mühe gegeben *gg* Wie immer.

    Ne, das tut es eben nicht. Ich mag solche Bücher nämlich auch nicht. Ich bin nicht aus der Kirche ausgetreten um einem neuen Dogma anzuhängen. Bin wirklich gespannt ob du es dir holst, wen ja, wie es dir gefallen hat.

    Stimmt, hast recht, eigentlich ist es eine Rezension ;)

    Liebe GRüsse und schönen Abend
    Alexandra

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