Enid - Ein dokumentarischer Film

17 Juli 2013

Wer kennt sie nicht, die Frau hinter den Büchern die wir als Kind so geliebt haben...

  • Die fünf Freunde
  • Die verwegenen Vier
  • Hanni und Nanni

um nur mal 3 der vielen Reihen zu nennen die sie geschrieben hat! Zudem hat sie noch viele Einzelromane aus der Feder gezaubert.

Enid Mary Blyton wurde am 11. August 1897 in Dulwich, geboren und verstarb mit 71 Jahren am selben Ort.  Sie war, und ist wohl immer noch, eine der berümtesten Kinderbuchautorin. Wenn man die unermesslichen Anzahl der Seiten betrachtet, die sie im verlauf ihres Lebens geschrieben hat, verschlägt es einem fast den Atem. Denn daraus ergaben sich sage und schreibe 750 Bücher und über
10.000 Kurzgeschichten. Das muss man sich erst mal auf der Zunge zergehen lassen. Bis heute wurden die Bücher über 600 Millionen  mal verkauften und in über 100 Sprachen übersetzt. Somit ist sie international eine der kommerziell erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen! Und auch heute noch, 45 Jahre nach ihrem Tod, werden weltweit noch über 20 Millionen Bücher von ihr verkauft.

Für die Illustrationen ihrer Bücher suchte sie sich die Künstler eigenhändig aus. Sie war es auch, die die Idee hatte, auch die Rückseite der Bücher mit Bilder zu versehen, so das die Buchhändler sie auch gerne zur Präsentation ins Schaufenster stellten. Auch die Signatur auf den Bücher war eine Idee von  Enid.

Aber eigentlich wollte ich euch ja von einem dokumentarischen Film berichten, den ich schon vor einer ganzen Weile mal gesehen  habe.

Zum Film:
Enid und ihre Geschichte, ihr Leben.

Nur ganz kurz wird die Kindheit beleuchtet. Wenn ich kurz sage, dann mein ich kurz, eigentlich beginnt der Film erst richtig, als die junge Enid von zu Hause auszieht weil sie es zu Hause einfach nicht mehr aushält.  Sie tritt ein Volontariat als Lehrerin an und während dessen schreibt sie Manuskripte und versucht bei einem Verlag unter zu kommen. Was ihr irgendwann, nach vielen Absagen, auch gelingt. 

Sie verliebt sie sich, heiratet und bekommt Kinder, ist aber dennoch total unglücklich.

Der Film zeigt auf, das Enid Blyton alles andere war, als eine gestandene Frau, sie hat zwischenmenschliche Probleme und mit ihren eigenen Kindern kommt sie überhaupt nicht zu recht. Für sie war das schreiben immer das wichtigste, alles andere, Mann, Kinder, das gesellschaftliche Leben, gingen ihr nur auf die Nerven und so ist es kein Wunder das die Ehe dann zum scheitern verurteilt war. Doch während des 2. Weltkrieges, als ihr Mann das Haus deswegen verliess, lernte sie einen neuen Mann kennen, mit dem sie auch eine Affäre begann...


Darsteller: 
Enid wird von Helena Bonham Carter gespielt ihr erster Mann von Matthew Macfadyen und ihre 2. Ehe wird durch den Darsteller Denis Lawson verkörpert.


FAZIT: Mir hat der Film wirklich gut gefallen. Hellena spielte Enid wirklich super. In all ihren Facetten! Manchmal dachte ich mir; So verstockt kann man doch gar nicht sein! Regte mich über sie als Person wirklich auf, weil ich es einfach nicht verstehen kopnnte. Dann wiederum tat sie mir auch wieder leid, denn eigentlich war das kein glückliches Leben, Glück fand sie wirklich nur in den Stunden, in denen sie schreiben und in ihre Geschichten abtauchen konnte.

Ein wirklich tragisch, trauriges Leben, mit viel psychologischen Problemen. Und ehrlich, hier taten mir alle beteiligten Personen leid, auch Enid. Denn sie konnte einfach nicht aus ihrer Haut raus. Nicht nur sie war unglücklich sondern für ihrem Mann war es eben so schwer.

Es ist schon schwer für den Partner zu zusehen wie sich ein Mensch, den man Liebt nicht nur mit sich selber so umgeht, nein auch selber bekommt man da viel ab, aber was schlimmer ist, das sie ihre eigenen Kinder nicht erträgt. Das passt irgendwie so gar nicht zusammen. Da schreibt sie massig, schon zwangsmässig Bücher und Geschichten für Kinder und Jugendliche, aber ihre eigenen Kinder sind ihr ein Klotz am bein. Da fragt man sich doch, was ist da bloss schief gelaufen?

Ein wirklich toller Film!!

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