Das Puppenzimmer

23 August 2013


Geschichte

Ich bin Florence bin 14 und ein Findelkind. Ich lebte also im Weisenhaus mit vielen anderen Mädchen, welche ebenfalls nicht wissen wer die Eltern sind oder mit jenen die ihre verloren hatten. Ich wurde auf einer Türschwelle gefunden und meinen Namen bekam ich von der Leiterin. Ich weiss also eigentlich nicht mal wer ich bin, und woher ich komme. Die Aussichten das irgendwann mal das Weisenhaus verlasse war zwar gegeben. Doch was uns, die genug alt waren um das Heim zu verlassen erwartete, das wusste man nie so genau. Ich selbst war zu alt um adoptiert zu werden, wahrscheinlicher wäre es gewesen ich entweder mit den Füssen voraus das Heim verlasse oder ich an einen Haushalt verdingt würde, als Scheuermagd zum Beispiel, als Putzfrau oder was auch immer. Aber ich dachte immer, egal, solange ich das hier überlebe, überlebe ich auch alles andere, denn mich kann keiner Brechen, nicht mal das Leben, denn ich hab in den 14 Jahren vieles ausgehalten und meine Strategien entwickelt welche mich auch später durchs Leben bringen werden.

Ja, so dachte ich, bis eines Tages ein Herr im Weisenhaus genau mich wollte. Warum, das wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht. Und hätte ich es gewusst, wäre ich bestimmt nie mit gegangen...


Erster Satz: 

Sie zogen mir ein weisses Kleid an, damit begann es.



Meine Meinung

Erstmal möchte ich mich nicht nur bei dot.books für dieses Rezensionsexemplar bedanken, sondern auch bei Blog dein Buch, die mir überhaupt erst die Möglichkeit gaben mich für dieses eBook zu bewerben. 

Aber nun gehts zum Buch ;) 

Das Cover ist welches mich als erstes ins Auge gefallen ist. Es hat mich etwas an das Buch "Die Insel der besonderen Kinder" erinnert. Denn es ist auch im Schwarz und Grün gehalten, ist etwas mystisch, geheimnisvoll und düster. Also dies ist wieder mal ein wirklich tolles Cover. Der Titel passt auch super, also hier kann ich wieder mal nichts aussetzen. 

Was den Schreibstil angeht, der gefiel mir ebenso, denn er ist einfach und er liest sich flüssig. Die Autoren hat nicht sehr viel Zeit verbracht mit romantischem Gedöns und verschnörkeltem Gesäusel, denn das hätte wirklich so gar nicht zur Story, der Zeit und Atmosphäre gepasst. 

Die geschichte ist wirklich fantastisch, finde ich, ich wusste lange nicht um was es eigentlich ging. Man hatte zwar so seine Vermutungen, es lief dann vielleicht in diese Richtung und doch wars ganz anders als die üblichen Roman die mit diesem Thema und Wesen arbeiten. Ich find es schwierig zu diesem Buch eine rezension zu schreiben denn ich will einfach nicht zu viel verraten, denn es wird laaaaange ein Geheimnis beahrt welches aber wichtig ist. Also versuche ich mein Bestes zu geben um dennoch meine Meinung los zu werden. 

Die Geschichte spielt ins England, im Jahre 1908. Ja, man sieht schon die düstern, schmutzigen Gassen. Alles ist grau und trist. Frauen hatten zu dieser Zeit schon kein einfaches Leben, und kleine Mädchen die im Weisenhaus lebenten schon gar nicht. Es galten nicht nur strenge Regeln sondern es gab meist nicht genug zu essen, die Leitung war einfach nur lieblos das Glück adoptiert zu werden hatten nur die Kleinen. Sollte man nicht vorstorben sein bevor man alt genug war um in den Dienst von Herrschaften zu treten oder sonstige niedere Arbeiten zu verrichten, so musste man froh sein. 

Maja Ilisch hat es geschaft diese Atmosphäre hervorragend einzufangen und wider zu geben. Auch mit Florence hat sie eine wirklich tolle Charaktere geschaffen die einem doch sofort ans Herz wächst, es geht gar nicht anders, denn trotz allem was sie durch gemacht hat, ist sie selbstbewusst geblieben, manchmal auch draufgängerisch und Frech. Und dennoch hat sie sich eine zarte Seite bewahrt, wenn auch tief drin, nämlich die, die Hoffnung nie zu verlieren ihre wahre Mutter und so ihre Wurzeln zu finden. Und was wohl ganz wichtig ist, Florence hat sich ihre Träume bewahrt. Wie schwierig das unter solchen Umständen ist, kann sich wohl jeder ausdenken, denn bei einem solchen leben stumpft man eigentlich ab. Keine Liebe, keine wirklichen Freunde, und wenn muss man aufpassen sie nicht schnell wieder zu verlieren. Kinder hatten damals keine Rechte, nur Pflichten. 

Doch als sie dann in ein Herrenhaus geholt wird, sollte es eigentlich besser werden, so dachte sich Florence, doch leider hat sie da die Rechnung ohne die beiden Herrschaften gemacht für die sie nun arbeiten sollte, denn die hatten ein dunkles Geheimnis, welches erst nach und nach für das Mädchen aufgedeckt wurde, und als sie erkannte was das ist, war es zu spät um weg zu laufen, und  Florence musste eine Entscheidung treffen, eine, die ihr wirklich nicht einfach gefallen ist, aber zu diesem Zeitpunkt als das einzig Richtige erschien. Doch wie es so ist, manchmal, merkt man erst im nachhinein das man sich nicht so hätte entscheiden müssen um eine bestimmte Einsicht zu erlangen.

Der Autorin ist des wirklich gut gelungen das Geheimnis lange zu bewahren, man grübelt was es wohl mit diesen Herrschafften auf sich hat, was und wer sie wirklich sind. Und ich war überrascht wie anders sie das Thema (nein, ich sag jetzt nicht was es ist, will die Spannung nicht vorweg nehmen) anging. Denn meist trübt eine romantisierte Sicht diese Dinge.

Neugierig genug geworden? Du möchtest das Buch jetzt doch haben und verschlingen? Dann kannst du das tun und zwar hier... Eine Leseprobe dazu gibt es auf der Seite auch ;)


Fazit


düster, spannend, geheimnisvoll


1 Kommentar:

  1. Schöne Rezension, klingt sehr interessant, Alexandra.
    Leider gibt es dieses Werk nur als eBook, vielleicht ändert sich das ja bald. :)

    Liebe Grüße
    Sabine

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