Er nannte mich Fräulein Gaga
Wenn Macken den Partner nerven

18 Januar 2014




Thema


Sandra Winkler ist eine ganz normale Frau, denk sie. Doch als ihr Mann ihr, nach einer stressigen Fahrt zum Flughafen, eine SMS schrieb, sie solle sich mal über ihre Macken Gedanken machen, kommt sie doch ins grübeln und wird unsicher. Aber für was hat man denn Beste Freundinnen? Genau, um sich auszuheulen, sich trösten zu lassen und sich Unterstützung zu hohlen, doch was wenn auch diese da nicht ganz das sagen was sie sich erhoffen? Genau... das muss eben Sandra Winkler bitter erfahren und entschliesst sich dann ihren Macken an den Kragen zu gehen...


Meine Meinung


Das Cover find ich jetzt nicht der Reisser. Aber was hätte man an Stelle dieses langweiligen Covers sonst nehmen können? Eine Coutch? Warum nicht... Aber was sollst, das Cover ist nicht das wichtigste an einem Buch, bei mir auf alle Fälle nicht. Der Titel sagt aus um was es geht... das ist alles und das reicht ja hier auch. 

Zum Thema, ich fand es wirklich sehr spannend, denn wer von uns hat nicht auch schon seine lieben Macken, Marotten, Ticks...? Eben, wer im Glashaus sitz sollte nicht mit Steinen werfen ;)! Doch je länger ich das Buch las je mehr muss ich sagen, das was Frau Winkler da von sich erzählt, sind mehr als nur Marotten, das sind Zwänge und Phobien. Erst dachte ich, man was ist denn das bitte für ein Mann der seine Freundin ein Ultimatum stellt wegen den Marotten?! Hallo? Doch nach und nach bekam ich dann doch ein Einblick um was es sich da handelt und ich kann mir wirklich sehr gut vorstellen das diese "Macken" wie sie die Autorin nennt, dem Partner ganz schön auf den Sa.... die Nerven gehen können. Erst findet man es vielleicht lustig, dann etwas seltsam und irgendwann nervt es sicher nur noch. Oder es tut einem leid wenn der andere so Leidet, wie zum Beispiel beim Autofahren, da bekommt Frau Winkler jedes mal, wenn sie fahren sollte, einen kleinen Nervenzusammenbuch. Dann kommt noch der Ordnungzwang hinzu, dann das notorische 15 Minuten zu spät zu Verabredungen zu kommen... 

Auf alle Fälle hab ich etwas mehr erwartet aber wenn man sich die Zeit anschaut, die sich die Autorin genommen hat, 111 Tage, um ihre Macken in den Griff zu bekommen, kann das Buch nur oberflächlich sein. Oberflächlich in dem Sinne das sie den einzelnen Therapien zu wenig Zeit geben konnte um auch zu helfen. Ich mein so viel wie sie Ausprobiert hat kann man ja nicht wirklich von einer Therapie reden. Manchmal brauchen tief sitzende Muster einfach länger als 3 Monate um geknackt zu werden. Sie ging dem entsprechend auch wenig auf die einzelnen Therapien ein, auch wenn sie kurz, knackig und witzig jede kurz erklärt. Also was Konfrontations- oder auch Hypnosetherapie ist.

Gedanken wie, muss man denn jede Macke Therapieren? Wieso hab ich diese Macken oder eben Zwänge entwickelt, diese Gedanken kommen in dem Buch viel zu kurz, denn sie hat auch dafür zu wenig Zeit denn sie will das alles bis zur Rückkehr ihres Freundes im Griff haben. Das nicht alles so läuft wie sie sich das vorstellt oder sie das will ist klar, dennoch blieb sie dran und gab nicht auf und als Erfolg ist sie nun am Schluss im Stande wieder Auto zu fahren und zu spät ist sie auch nicht mehr!! Respekt. Unter Zeitdruck würde mir das persönlich kaum gelingen. Aber was ist mit den anderen Macken wie , Quittungen auf Kannte falten zu müssen? Oder die Fussmatten im Hausflur zu begnadigen? Die Post jeden Morgen auf Arbeit nach Grösse zu sortieren oder oder oder? Und vor allem... was ist mit dem Freund? Was ist mit dem Ultimatum? Was mit der Beziehung? 

Fazit


Witzig aber zu oberflächlich.


Ich bedanke mich beim Fischer Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionexemplar.



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