Leonardo DiCaprio trifft keine Schuld
Oder wenn Panik dein Leben bestimmt

28 Mai 2014


Inhalt


Silvia Aeschbach ist noch ein Teenager als sie ihre erste Panikattacke erleidet. Von da an kommt sie zwar überraschend, aber dennoch regelässig. Sie erzählt in dem Buch wie sie ihren Weg geht, trotz dieser Erkrankung, und was sie alles ausprobiert um diesem Elend zu entgehen. Frau Aeschbach erzählt von ihrer ersten Attacke, wie es ihr dabei ging und was sie dachte, und vor allem wie andere damit umgegangen sind. 



 Meine Meinung


Titel und Cover klingen witzig, lockern etwas auf, und im ersten Moment scheint es so gar nicht zum Inhalt dieses Buches zu passen, denn Panikattacken sind alles andere als witzig. Und doch, wenn man liest wie Sivia Aeschbach darüber schreibt, weiss man, das man es nicht all zu ernst nehmen sollte. 

Der Schreibstil der Autorin ist locker und fliessend. Was für eine Journalistin wohl kein Problem ist. Aber ich mag es wenn solche Bücher in Alltagssprache gehalten sind, denn man fühlt sich dann den jeweiligen Personen doch näher.

Was nun den Inhalt angeht, es ist wirklich ein wichtiges Thema. ein Thema worüber mal meisten schweigt weil man es als Schwäche deklariert. Wer hat denn schon Angst?! Kinder, ok, aber Erwachsene? Hallo!! Wenn man es mal wagt jemandem zu erzählen das man Angst hat, vor dies oder jenem, dann wird man wohl meist belächelt. Doch, das könnt ihr mir glauben, ich weiss auch wovon ich rede. Und wenn man sagt das man bei gewissen Situationen oder durch sonstige Auslöser in Panik gerät, gar Todesangst, dann wird man angeschaut als sei man ein Mondkalb. Aber viele leiden, nicht nur einmal in ihrem Leben, unter einer Angststörung. Manchmal vergeht sie wieder. Manchmal bleiben sie den Rest des Lebens. Man lernt allenfalls es zu akzeptieren, damit umzugehen. Denn Heilung gibts es nicht, allenfalls Medikamentöse Linderung. 

Heute haben wir, die damit konfrontiert werden wohl einiges Mehr Glück als damals noch die Autorin. Damals in den '70ern kannte man diese Erkrankung noch nicht wirklich, man hatte damals einfach ein dünnes Nervenkostüm, oder war hysterisch. Also bekam sie öfters mal den Satz zu hören; "Reiss dich mal zusammen" oder man ignorierte es und meinte das es eh gleich vorbei wäre oder. Nach dem die Eltern total Hilflos einiges schon ausprobiert hatten, schickten sie Silvia zum Arzt, der auch nicht weiter wusste und verschrieb ihr Valium!! Noch nicht mal erwachsen schluckte sie diese Tablette und schlief dann mal über 24 Stunden durch. Aber die Angst konnte damit nicht gelindert werden. 

Wenn einem die Panik erfasst schaltet der Verstand aus, es passiert etwas so tief in uns das man da nicht mehr mit dem Kopf reagieren kann, man ist ausgeliefert. Jeder erlebt eine solche Panikattacke anders, man weiss inzwischen nur das es im Hirn Gemeinsamkeiten gibt. Frau Aeschbach hat wirklich toll recherchiert uns das wichtigste miteinfachen Worten zusammen gefasst. 

Das Buch soll aber kein Ratgeber sein, noch eine medizische Ausführung, sondern wirklich ein Erfahrungsbericht um andere zu ermutigen ihre Scham zu überwinden und sich bei einem Therapeuten / Arzt, Hilfe zu hohlen. Sie möchte das Thema aus der Tabu-Ecke hohlen. Darüber reden fördert nicht nur die Akzeptanz in der Gesellschaft sondern zeigt allen anderen, die ebenfalls darunter leiden, das sie nicht alleine sind. 

Was ich wirklich witzig fand sind die Top Ten's bei jedem neuen Kapitel. wer an einer Angststörung leidet oder mal gelitten hat, der muss dann doch das ein oder andere mal schmunzeln wenn er diese durchliest denn man erkennt sich doch im ein oder anderen wider. 

Ich kann jedem das Buch ans Herz legen. Ja, auch denen die keine solche Ängste oder Panikattacken kennen. Denn es fördert, hoffe ich, das Verständnis für diese wirklich schlimmer Erkrankung. Auch wenn diese meist nach wenigen Minuten vorüber sind. Dennoch stirb der Betrhoffe jedes mal fast. Auch wenn es nur das Empfinden des Betroffenen in diesem Moment ist.




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