Kann man Legasthenie heilen?

22 Juli 2014


Am Samstag war ich mit meinen Freunden unterwegs und irgendwann kamen wir wieder auf das alte Thema Legasthenie zu sprechen, und zwar meine meine Freundin, ob man dass denn nicht heilen kann. 

Gleich vorweg.... NEIN!

Warum nicht? Weil es keine Krankheit ist. Also gibt es da auch nichts zu heilen. Es ist eine genetisch bedingte Sache. Legasthenie kann man aber überwinden, aber Legastheniker ist man ein Leben lang. 

Wichtig ist einfach, das man es so früh wie möglich erkennt. Dann kann man mit geeigenten Therapien sicher viel beweirken. Als ich noch Kind war, hiess es einfach nur, du bist zu dumm oder zu faul, oder halt beides. Da hat man noch nicht drauf geschaut und versucht ein Kind hinsichtlich zu unterstützen. Das wichtigste ist also... je früher mans erkennt, je früher man mit dem Training beginnen kann, je besser fürs Kind, das sein Weg zum lernen findet. 

Ich hab einfach nur geübt, geübt und noch mal geübt, leider hat das nicht den erwünschten Effekt gebracht und man weiss heute, das zu viel Üben durchaus kontraproduktiv ist. Es sollte ein ausgewogenes Training bleiben. 

Ich hab durch meine Erfahrung zwar immer gerne geschrieben, aber es war frustrierend, denn bei Aufsätzen bekam ich dermassen schlechte Noten das einem das nicht mehr viel Spass gemacht hat, ich hatte es eigentlich doppelt so schwer, habe dennoch immer sehr viel mehr geschrieben als vorgegeben und doch musste ich oft mit einer 2 (in Deutschland ne 5) nach Hause. Später in der Oberstufe bekam ich wenigstens 2 Noten, für Inhalt und Orthographie. Super... Inhalt hatte ich von ne 5 oder 6 (dt. 1 oder 2) Aber bei der Rechtschreibung war's halt nicht viel anders. Was das lesen angeht, das war so was von verhasst bei mir, vor allem das Vorlesen in der Klasse. Ich hab mich vielfach in Grund und Boden geschämt und die Lehrer damals waren da echt grausam. Ich las nicht viel, nur dass was ich wirklich für die Schule musste. 

Erst als ich nicht mehr zur Schule ging, mit 15, hab ich begonnen das zu lesen was mich interessierte, ich ging da das erste mal in eine Bibliothek und hab mir das Bücher ausgeliehen. Und seit da lese ich wirklich gerne. Ich lese zwar mega langsam, es ist manchmal echt anstrengend, ist halt auch sehr Tagesform abhängt, aber es ist egal, ich werde nicht mehr benotet, ich muss keinem mehr vorlesen und vor allem ich kann lesen was mir Spass macht, mich interessiert. 

Dies hat mir geholfen, das viele Lesen, meine Fehler werden weniger. Ja, kaum zu glauben wenn man manchmal die texte hier durchliest nicht war. Aber eben, es ist Tagesform abhängig wie gut mir das Schreiben läuft, genau so wie das lesen. 

Also ihr lieben Legastheniker/Innen... lasst euch das lesen, und auch das schreiben wenn ihr es gerne tut, nicht vermissen. Weder von intoleranten Menschen noch von euch selber. Es macht Spass! Bücher sind so was schönes... Ihr werdet seh'n. Und an alle Eltern die das Gefühl haben, das bei eurem Kind oder Kinder was nicht so rund läuft, lasst es abklären denn wie gesagt, je früher man's erkennt, je besser kann geholfen werden!


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