Schlechtes Blut
Leider konnte es mich nicht überzeugen

07 November 2014

Geschichte

Ich bin Annie und ich möchte euch eine wahre Geschichte erzählen. Eine Horrorgeschichte. Na ja, auf alle Fälle war es für mich eine, oder ist sie immer noch besser gesagt. Wo fang ich bloss an? Genau, 2003. Ich und meine Schwester sind in unseren "Hexenwald" gegangen, obwohl ich Angst hatte und ich versucht habe sie davon abzuhalten. Doch leider war meine Schwester nicht so ängstlich wie ich, und das kam sie teuer zu stehen, sehr teuer, denn sie zahlte mit ihrem Leben damit. Ich konnte keinem sagen was da passierte, denn ich hatte eine  Blackout als ich nach Hause kam. Als ich wieder aufwachte hatte man meine Schwester schon gefunden, oder besser gesagt as von ihr übrig blieb... Die Knochen und ihr Haar.

Im nordbadischen Philippsburggehen seltsame Geschichten um, und zwar von einer Sumpfhexe, sie soll auch schon vor 20 Jahren ein Opfer gefordert haben, was es aber damit auf sich hatte, wusste nie wirklich jemand, doch ich hab das Rätsel gelöst... 

Wollt ihr es wirklich wissen? Seid ihr sicher? Wenn ihr es mal wisst, ist es zu spät! 

Erster Satz:

Ich träume davon, auf einer Wiese begraben zu werden, mit duftenden Blumen und jungem grünen Gras über mir. 


Meine Meinung

Die Autorin hat mich vor einiger Zeit angefragt ob ich Interesse hätte ihr eBook zu rezensieren. Und darum möchte ich mich hier für die Bereitstellung des Reziex. bei Martina Bauer bedanken. Da ich Mysterie mag, und mir die Zusammenfassung spannend vor kam, sagte ich zu. Doch leider konnte mich das Buch nicht ganz so überzeugen... Warum, das könnt ihr jetzt gerne nachlesen...
 
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig zu lesen. Aufgebaut ist das Buch so, das wir zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her geführt werden und das immer aus Annies Blickwinkel, sie ist es, die uns ihre Geschichte erzählt, welche wirklich spannend ist. Es dreht sich alles um die Legende der Sumpfhexe die ihr Menschenopfer fordert, eine damals gejagte Magd mit ihren 2 Kindern auf der Flucht durch diesen Wald, vor Menschen die sie als vermeintliche Hexe tot sehen wollen. Sie soll in diesem Wald zu Tode gekommen und nun aus Rache zurück gekommen zu sein. 

Annie ist die kleine Schwester der beliebten Stella. Sie ist es die für ein Schulprojekt über diese Legende Recherchiert und darum an diesem verhängnisvollen Tag in den Hexenwald gehen möchte um zu sehen ob man da was findet. Annie soll mit ihr mit, obwohl sie sich sträubt weil sie Angst hat. Doch sie will auch Stelle nicht alleine gehen lassen und so gehen sie mit ihrer Hündin raus um nach zu forschen... Und dann passiert es, Stelle geht alleine dem Hund hinterher, der davon lief, tief in den Wald, und kommt nie mehr zurück.

Annie kommt total verschmutzt und voller Blut nach Hause, sie ist in eine Art Trance denn keiner kann sie zum sprechen bringen, auch als wenig später daraus aufwacht weiss sie nicht mehr was passiert ist und die Polizei ist ebenso ratlos. Die Familie zerbricht und Annie wird zu ihrer Tante geschickt. 10 Jahre später kehrt sie zu ihrer Mutter zurück und alles beginnt von vorn... 

Die Autorin hat sich für den Aufbau der Geschichte Zeit genommen, was ja auch total gut ist, bringt ja nichts wenn man alles überstürzt, aber man läuft dann Gefahr das man zu schnell zum Ende kommen muss. Was überaus schade ist und der Geschichte irgendwie nicht gut tut.

Soweit so gut, doch leider konnte mich das Buch oder besser gesagt die Umsetzung, nicht so überzeugen wie erhofft. Zwar konnte Martina Bauer Spannung aufbauen, aber dann, als es um die Auflösung ging wurde es mir irgendwie zu... wie soll ich das sagen... Unübersichtlich? Die Wendung der Geschichte kam zu plötzlich. Ich konnte mich gar nicht rein fühlen. Zwar wars für mich nicht überraschend was die Täterschaft anbelangt, da hatte ich schon in der Hälfte des Buches meinen Verdacht, eine Ahnung, doch die Zusammenhänge dann, die waren mir dann doch etwas zu verworren, zu gewollt... 

Die Geschichte hat wirklich Potential, leider war die Umsetzung nicht mein Ding.  


Fazit

wirr, erzwungen, aber mit Potential




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