Bluescreen
Dan Wells

16 November 2016






Hallo meine lieben Suchti's 😃

Ich hoffe euch geht's gut? Bald haben wir die Mitte der Woche schon wieder hinter uns und wir gehen aufs Weekend zu. Ich bin zur Zeit so was von erschöpft, ich könnte den ganzen Tag nur rum liegen, schlafen und nichts tun. Ich bin über jeden Tag froh wo ich nicht arbeiten muss und das Wetter hilft auch nicht grade. Es ist wirklich herabstieg, grau, nass und kalt. ☂ Mit lese kam ich auch nicht so schnell voran wie ich gehofft hatte, aber das lag nicht alleine an meiner Müdigkeit. Was der Grund war, erzähle ich euch jetzt.



Format: Taschenbuch | Seiten: 368 | Erschienen: 4. Oktober 2016 | Verlag: Piper | Genre: Sci-Fi
ISBN: 978-3-492-28021-1 | Preis:12.99 / € 13.40 [D/A] sFr. 17.90 [CH]

Zur Geschichte

Mein Name ist Miri, also Marisa, und ich lebe in Los Angeles, genauer gesagt in Mirador. Wir schreiben das Jahr 2050 und unser Leben ist, na ja, mehr oder weniger sorgenfrei, auf alle Fälle für uns privilegierten. Ich gehe noch zur Schule, verbringe aber meine freie Zeit mit gamen in der VR und Party machen. Wenn man denkt wie man früher lebte, das ist eigentlich noch nicht mal so lange her, dann kann ich mir das gar nicht vorstellen, denn wir sind vernetzt. Immer und überall. Nein, nicht mit den altmodischen Smartphone und so weiter, sondern wirklich vernetzt. In unserem Gehirn haben wir Implantate, so genannte Djinni's, damit bist du 24 Stunden vernetzt. Gut nicht alle, wie schon gesagt aber viele. Dann haben wir auch noch die Nulli's die viele Aufgaben für uns übernehmen, und das nicht nur im Haushalt. Zocken ist auch viel besser geworden, wir brauchen keine Spielkonsolen mehr, durch unsere Inplantate im Gehirn wird eine wirkliche andere Welt, die VR geschaffen. Da bist du wirklich mitten drin. Gut, Kriminalität gibt's auch heute noch, die Gier nach Macht und Geld hat nicht aufgehört zu existieren, genau so wenig wie Drogen. Und eine neue Art dieses Giftes greift grade um sich und ich und meine Freunde werden versuchen dem ganzen auf die Spur zu kommen. So was gab bis jetzt noch nie, und wenn wir es nicht schaffen diese Droge aus der Welt zu schaffen, gibt es bald keine mehr... 

Der Anfang...

"Quicksand ist tot". Sahara Stimme drang knisternd aus dem Funkgerät. "Und Fang auch. Ich konnte mich noch mit knapper Not aus dem Kampf zurückziehen". 
"Sie haben Anja mit einem doppelten Blitzangriff überrumpelt." Marisa hockte sich hinter die Kante eines geborstenen Oberlichts. "Ich wollte sie retten, aber auf der anderen Seite des Daches haben ich die Lange aufgeklärt und bin nicht rechtzeitig zurückgekommen". 

Meine Gedanken zum Buch

Dieses Buch hab ich bei Piper im Novitätenkatalog im Frühling entdeckt den sie mir zugesendet haben. Als ich die Zusammenfassung las, war ich neugierig, den das Thema geht uns alle an und so weit weg ist es auch nicht mehr mit der VR und KI. Also nahm ich das Angebot, mir doch Leseex. auszusuchen danken an und freut mich auf das Buch. 

Dan Wells wird vielen ein Begriff sein, mir auch, auch wenn ich von ihm erst 1 Buch gelesen habe, nämlich den ersten Teil der Serienkiller-Trilogie. Und da ich den schreibstil kannte, und mich das Thema interessierte, freue ich mich wirklich auf das Buch. Tja, leider muss ich sagen das ich viel zu hohe Erwartungen hatte. Aber erst mal von Anfang an. 

Cover und Titel passen hervorragend zum Buch. Da hab ich nichts aus zu setzen. Man wird auch hier gleich dem Thema zugeführt. Auf dem Cover sieht man eine Computerplatine und man weiss so, um was es geht. 

Was den Schreibstil angeht, ja, der ist eigentlich leicht und flüssig zu lesen, bis auf die immer mal wieder eingeworfenen spanischen Ausrufe. Die haben mich manchmal echt genervt. Warum? Ich kann kein Spanisch und ich alle sind selbsterklärend. Man hätte das echt weg lassen, oder dann wenigstens am Schluss des Buches eine Übersetzung dazu geben können. Die neu kreierten Wörter sind nicht so schlimm, sie sind einfach und man ist schnell im Bilde für was die Dinger gut sind. Nur manch ein Kapitel war für mein Empfinden zu lange, man hätte sie gut etwas kürzen können, dann hätte das ganze vielleicht etwas mehr Tempo bekommen. Mir kam es oft vor das der Autor mit angezogener Handbremse geschrieben hat. Ich denke, eben, das dieses Thema nicht so einfach ist für ein Jugendroman. Ich mein VR und KI sind Themen, mit denen sich manch Erwachsener noch nicht mal auseinander gesetzt, geschweige sich darüber informiert hat.

Und nun sicher zum wichtigsten Teil, die Geschichte. Hat man die ersten 136 Seiten geschafft, die gefüllt sind mit oberflächlichem Teenie Geblabel, zocken und Party machen, kann man sich auf ein interessantes Thema freuen. Ich war wirklich kurz vor dem abbrechen, aber der Autor hat grade noch die Kurve gekriegt. Es erwartet uns dann eine Geschichte die gar nicht mehr so sehr Sci-Fi ist wie vielleicht manche denken, denn wir nähern uns mit grossen Schritten dieser Realität. VR ist zwar noch nicht in diesem Ausmass möglich, aber keine Anfänge sind schon für wenig Geld zu haben. Auch wird schon länger an KI gewerkelt und man findet sie je länger je mehr in vielen Variationen in Geräten und Programmen. Genauso sind wir in der Medizin schon ein ganzes Stück weit gekommen mit bionischen Protesten. Was alles in 35 Jahren möglich sein wird, das wird sich zeigen. Die Geschichte nimmt aber vor allem das Thema der Sicherheit auf, oder eben eher der Verletzlichkeit des Ganzen. Viren wird es auch in Zukunft geben. Alles ist vernetzt, inzwischen auch die Haushalte. Die Autos, und keiner denkt wirklich daran was alles passieren kann wen jemand dieses System hackt! Online zu sein hat seinen Preis, zwar hat es wie alles seine positiven Seiten aber man sollte nicht blind für die Gefahren werden. Denn je mehr man sich vernetzt je abhängiger und angreifbarer wird man. Und nicht auszudenken was das für Schäden anrichten kann! 

Marisa ist die Protagonistin neben ihren Freunden Sahara, Anja, Omar, Bao und Fang. Jugendliche die mit dieser Art zuleben aufgewachsen sind. Ständig online zu sein ist ganz normal. Sie sind mir alle mehr oder minder sympathisch, am Anfang des Buches zu kindisch, was sich dann aber schlagartig ändert sobald es um die "Wurst" geht. Was ich dann doch etwa unglaubhaft fand. Und die Naivität von Marisa ist mir manchmal echt zu viel. Am glaubhaftesten kam mir Sahara und Bao rüber. Intelligent, aber nicht zu altklug, unvorsichtig und naiv. Ich denke, ob wohl manch Jugendroman in jedem alter gelesen werden kann, und ich lese viele Jugendbücher und gerne, kann ich das hier nicht behaupten. Ich denke ich bin einfach zu alt für diesen Roman. Die 14 oder 16 jährigen mögen das Buch fantastisch finden aber ein Erwachsener wird sich hier wohl zu wenig identifizieren können, nicht wegen des Themas, das geht uns schliesslich alle an, aber wegen der Umsetzung der Charaktere und der Geschichte. 

Mein Schlussfazit

Tja, für mich leider kein gelungener Auftakt der neuen Reihe von Dan Wells. Das wichtige Thema ging leider in der Oberflächlichkeit verloren. 






Kommentare:

  1. Huhu Alex,

    dieses Thema ist absolut mein Fall und ich bin schon über einige Rezensionen auf den Blogs geflogen. Bisher hat es das Buch und auch der Autor allgemein noch nicht in mein Regal geschafft. Ich kann deine Kritikpunkte nachvollziehen und trotzdem bin ich immer noch sehr neugierig auf das Buch =)

    LG
    Anja

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    1. Hallo Anja,

      ja das war eigentlich auch mein Fall.
      Ich will es auch keinem Madig machen, wirklich, schliesslich ist der Geschmack ja gottseidsnk was subjektives. Ich hoffe einfach das es dir besser als mir gefallen wird.

      Liebe Grüsse
      Alexandra

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